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Posts Tagged ‘web20’

warum der EURO im digitalen & sozialen Informationssystem an Wert verliert

March 8th, 2010 No comments

Tausche meine täglichen Rituale gegen XX,- EUR
(hier bitte beliebigen Geldbetrag einsetzen)

Gmail, Youtube, Facebook, Twitter, etc. – vor vielen Jahren noch waren diese Begriffe in die Geek-Schublade zu stecken und wurden oft belächelt (ok, Gmail hat von Anfang an Sinn gemacht).

Heute, im Jahre 2010, sind diese ehemaligen “Tech-Spielzeuge” ein Begriff unseres Alltages geworden. Ein Alltag, in dem wir unsere Informationsflut mit diesen Tools managen. Sei es jetzt, um diese zu filtern, diese auszuwerten oder einfach um selbst Content zu erstellen oder einfach welchen zu konsumieren. Und manchmal verleiten uns diese Tools, etwas “mehr” bekannt zu geben.

Bevor jemand die Nase rümpft. Nein, ich stelle Google, Facebook, etc. nicht Luzifer gleich. Jeder mündige Mensch muss selbst wissen, was er oder sie tut, wenn alle Welt auf riesigen, vernetzten Pinnwänden, deren Tagesablauf nachvollziehen kann.

Ich selbst bin Content Producer. Ich produziere Content wie z.B. Beiträge auf diesem Blog, aber ich gebe auch vieles aus meinem Privatleben bekannt. Wer mich auf Facebook oder Twitter als “Freund” hat (oder wie ich sie nenne, die “wahren” Freunde :-) ), wird wissen, dass ich in manchen Bereichen sehr transparent bin.

Aber Transparenz ist nun mal nicht gleich Transparenz und darüber sollten wir alle nachdenken.

Ein Gedankenexperiment:

Stellen Sie sich ein Wohnhaus vor, in welchem alle Wohnungen durch gleich-dicke Mauern getrennt sind.

Die meisten Parteien im Haus kennen sich durchs Sehen, vielleicht über die letzte Mieterversammlung oder einfach, weil sie auch mal miteinander geredet haben (soll es ja angeblich noch geben).

All diese Menschen habe gegenüber den anderen Parteien eine eigene Meinung. Sei es, dass diese eben durchs Sehen oder durch Gespräche entstanden ist. Es gibt aber bekanntlich auch noch die Meinungsbildung mithilfe von Dritten.

Damit meine ich grob gesagt die Hausmeisterstories, welche einfach zu jedem Wohnhaus gehören:

  • “Du … hast scho g’hört … der Meier und sei Frau haben scho wieder Krach wegen der Tochter. Irgendwas mit derem ihrem Freund.”
  • “Also, der Meier hat ja derzeit ka Glück. Job verloren, Freundin schwanger, die Frau in Thailand um sich selbst zu finden. Armer Bua.”
  • “I red ja net hinterm Rücken von de Leut’, awa der Meier hat, glaub i, irgendwas mit der einen von der 16-er Stiege.”

Wer diese Gerüchteverstärker nicht kennt, der kommt entweder aus Island, hat noch nie Kaisermühlen Blues gesehen und weiß auch nicht, was am Opernball auf höchstem Niveau abgeht.

Für alle anderen Leser werden diese Konversationen sehr bekannt sein.

Wir alles wissen, dass über uns geredet wird. Und zumeist wollen wir dies nicht, da es in diesem Rahmen sehr oft mit Neid, Schadenfreude, aber auch mit Rufschädigung zu tun hat.

Wenn Sie in solch einem Wohnhaus leben, ist es Ihnen persönlich lieber, dass alle Welt (in diesem Falle, alle Nachbarn) weiß, was sie tun, mit wem sie es tun, wer irgendwo eine Rolle spielt und was vielleicht irgendwann mal vorgefallen ist? Wohl eher weniger.

Jetzt stellen sie sich vor, der Hausvermieter kann all ihre Aktivitäten nachvollziehen. Sei es, weil sie selbst bekannt geben was sie tun, wann sie jetzt genau einkaufen gehen, etc. oder weil er es einfach von ihren Bekannten im Haus hat.

Informationen, welche sie selbst im Haus freigeben, ergänzt mit Informationen von den Personen in ihrer direkten Umgebung, ergeben dann irgendwann mal ein richtig schönes Muster ihres Lebensstiles.

Und wenn man dann auch noch der Hausvermieter ist und von allen Mietern diese Informationen hat … tja … dann hat man den Ablauf eines lebenden Organismus vor sich. Der Ablauf, der nach genauer Betrachtung Muster aufwirft und damit beiträgt, Aktionen vorauszusagen. Z.B. Stromanbieter wechseln.

Banales Beispiel: wenn in dem Haus 100 Parteien leben und der Vermieter immer davon Wind bekommt, wer gerade wann wäscht und auch mitbekommt, wann die meisten elektrischen Geräte benutzt werden, dann kann er diese Informationen über das “Kundenverhalten” in Geld ummünzen.

Jetzt zoomen wir viele Jahre in die Zukunft und sagen mal, das Brother Google, Facebook und Konsorten nicht nur mehr Web-”Buden” sind, sondern, z.B. auch Stromlieferanten geworden sind. Mit diesen transparenten Informationen über ihr Verhalten und ihren Nutzungsbedarf wäre es eine sehr leichte Übung, ihrer kompletten Wohnhaussiedlung den richtigen Tarif anzubieten. Komischerweise ein Package, welches genau auf die Bedürfnisse von mehr als 75% des Hauses abgestimmt ist.

Gedankenexperiment-Ende!

Und jetzt ersetzen sie den Hausvermieter durch Mama Facebook – sie sehen, ihre Daten, welche zur Darstellung eines Massennutzungsverhaltens beitragen, sind dicke EUR wert.

Nicht EUR ist hier die vorrangige Währung, welche zählt – es ist ihre Privacy.

PS: Google hat jetzt “zufällig” auch eine Lizenz, um als Stromerzeuger und -anbieter auftreten zu dürfen :-)

Schnitzeljagd 2.0, oder wie ich meine Kunden dazu bringe für mich zu laufen

March 6th, 2010 13 comments

Wer schon einmal Gowalla oder Foursquare angetestet hat, wird wahrscheinlich genauso reagiert haben wie bei der Entjungferung durch Twitter:

Wozu brauch ich das?

Und genauso wie bei Twitter und Konsorten finden sich immer mehr Personen, welche bei der digitalen Schatzsuche mitmachen. Übrigens manchmal wirklich sehr kurzweilig, wen man gerade nichts anderes zu tun hat – eben so wie Twitter für Privatpersonen :-)

Go…WHAT?

Das Prinzip hinter Gowalla und Foursquare ist schnell erklärt (Danke an Erik Schimmel):

Gowalla ist ein virtuelles Geo-Caching Spiel für das iPhone und Android-Smartphones. Ziel von Gowalla ist es, die allgemeinen und besonderen Orte des täglichen Lebens zu besuchen, in Gowalla anzulegen und mit seinen Freunden und Bekannten zu teilen. An diesen Orten findest du hin und wieder verschiedene Gegenstände, die du sammeln, tauschen oder wieder ablegen kannst.

Die etwas längere Erklärung, bzw. ein hervorragendes Handbuch zu Gowalla gibt es ebenfalls im Blog von Erik Schimmel.

50 Cent, Sprachgesangskünstler aus den USA, in seiner Jugend Opfer der Gesellschaft (daher dann logischerweise Drogendealer) und Besitzer von 9 Einschusslöchern am Körper sagte mal treffend:

Make money or die tryin’

Übersetzt etwa: Mach richtig viel Schotter oder stirb bei dem Versuch.

Münzen wir das jetzt um auf das Web, Social Media und unseren Spieltrieb:

Let’s make money & have fun or die runnin’ for it

Zusätzlich zu unserer schon vorhandenen digitalen Nacktheit kommt bei diesen neuen Geo-Caching Games also noch hinzu, dass einfach jeder weiß wo wir sind – sonst können/dürfen wir nicht mitspielen. Gezwungen wird niemand :-)

Bei Gowalla gibt es dann noch diesen einen kleinen feinen Zusatz, der es jedem User ermöglicht eigene Trips zu erstellen. Ein solcher Trip könnte z.B. eine Marathon auf der Mariahilferstraße sein, dessen Ziel es ist, bei verschiedenen Checkpoints in der richtigen Reihenfolge einzuchecken. Als Belohnung gibt es natürlich digitale Anerkennung / Preise.

Der menschliche Spieltrieb ist eines der interessantesten Fachbereiche dieser Welt und zaubert mir selbst immer wieder ein “Aha” aufs Gesicht. Jung oder Alt, das ist bei dem “richtigen Spiel” total egal – Messlatte ist der Unterhaltungswert.

Wer sind die Gowalla Spieler?

Jeder kann mitspielen, ABER nur mit einem Device a la iPhone oder Android-inside macht es Sinn, bzw. ist möglich.

Sehen wir uns diese Klientel an:

Ein iPhone kostet ein Schweinegeld, ist aber cool. Grund genug für viele Menschen, sich eines zuzulegen. Hier überwiegt ganz klar der Trend zum Neuen und zum Ästhetischen. User in dieser Geräteklasse haben Geld. Punkt – oder sie priorisieren ihre Ausgaben halt ganz speziell :-)

Meiner Meinung nach sollte jedes Unternehmen mit mehr als einem Standort genau diese neue Spielart und das Verhalten der Nutzer nutzen, um ein bisschen Werbung in eigener Sache zu machen – und zwar wie folgt (Bsp. anhand von Gowalla):

  1. einen Trip erstellen, welcher die eigenen Niederlassungen abdeckt und eventuell auch Partnerunternehmen mit ins Boot holt.
  2. Damit eine Aufgabe verbinden, welche einen Aktion des Users voraussetzt (z.B. an jeder Niederlassung von McDonalds einchecken;
    der erste an jedem Checkpoint bekommt ein Codewort und postet dieses sofort über seine Gowalla-App. Somit ist auch immer garantiert, dass der erste seine Anerkennung und die damit verbunden Bonuspunkte erhält.)
  3. Die Schnitzeljagd zeitlich vorgeben und damit eine höhere Teilnehmerzahl generieren.
  4. Ziel des Games ist natürlich das HQ des Unternehmens, bzw. ein anderer markanter Punkt, bei dem dann alle Spieler zusammenkommen inkl. Preisverleihung, etc.
  5. Mitspieler darüber twittern und bloggen lassen und sich daran erfreuen, wie zuerst einige Early Adopters und dann der Rest bei einer Schnitzeljagd mitmachen & die eigene Marke ins Gespräch bringen.

Und wir wissen selbst wie gern wir spielen :-)

PS: also liebe Social Media-, Werbegurus und Freunde der Unterhaltung … bitte in Zukunft nicht vergessen – Kunden lieben laufen nicht erst seit es Adidas gibt.

AlmCamp 09 – und wie wars? [Part 2]

October 18th, 2009 1 comment

Spät, aber doch noch im Jahre 2009 kommt der zweite Teil der AlmCamp09 Eindrücke.

Auf der einen Seite mal das versprochene Interview mit Robert Basic, in welchem er frei von Leber weg über die Unterschiede Österreich/Deutschland spricht und uns an seinen Eindrücken vom AlmCamp09 teilhaben lässt.

Und dann natürlich all jene Teilnehmer, welche sich “getraut” haben ;-) und ihre Eindrücke vom AlmCamp09 zum Besten geben:

Enjoy!

PS: der Autor dieser Zeilen erhebt keinen Anspruch auf Professionalität beim Videoschnitt :-)

AlmCamp 09 – und wie wars? [Part 1]

September 28th, 2009 2 comments

Es ist Montag, eine neue Woche startet und ich hatte das Glück, mir in den letzten Tagen Inspiration vom Feinsten zu holen.

Es war AlmCamp-Zeit und knapp 50 Personen fanden sich zusammen, um zu diskutieren, sich kennenzulernen und vor allem … um etwas weiterzugeben.

Vorab die Zusammenfassung:

Schön wars, wirklich schön.
Und die Sichtweise hat es erweitert, sehr sogar.

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Dieses Wochenende fand das AlmCamp 09 in Malta/Kärnten statt. Ein BarCamp im Grünen und ganz weit oben in Holzhütten, so etwa hatte ich mir das vorgestellt. Das Panorma war ja schon mal sehr vielversprechend.

Von Doppelzimmer bis zu Massenlager war alles vorhanden. Skikursfeeling pur!

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Es war uns allen klar … viele auf der Alm kennen Web2.0 vielleicht nicht, doch wir wurden total überrascht – DAS ANRAINER-INTERVIEW:

Hier ein Video der drei aufopfernden Veranstalter über das AlmCamp09, die Organisation und deren Eindrücke:

In Kürze gibt es Videos über die Eindrücke der Teilnehmer und als ob das nicht schon genug wäre … es gibt noch ein Interview mit Robert Basic zum AlmCamp09.

Riesengroßes Dankeschön an:

und natürlich an die Sponsoren, allen voran die Telekom Austria, die den Internetzugang in luftiger Höhe sponsorte:

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Malta_intro_oben Ubit_kt4 Pietschnigg
Logo-rieder Gesagt_getan Dslogo
Banner-Hochalmspitze Pension Dullnig, Gmünd, Außenaufnahme Banner-AlmCamp Atv-logo

viele der genialen Bilder vom AlmCamp 09 enstammen der Feder von Karola Riegler, DER Fotografin der Stunde.

Karola Riegler auf Flickr.

Tunesbag – Musik in der Wolke

September 9th, 2009 No comments

Forscher der University of Cambridge haben herausgefunden, wie andere Menschen  aufgrund ihres Musikgeschmackes von anderen eingestuft werden (hier gehts zum kompletten Bericht).

Auf gut deutsch kann dies bedeuten, dass der eine oder andere von uns ein damaliges Date nur deshalb bekommen hat, weil die Playlist die richtige war :-)

Nichtsdesto trotz stehe ich zu meiner Musik und moechte diese immer bei mir haben. iPod, iPhone und Konsorten sind hierfuer spitze (bitte jetzt keinen Religionskrieg zwischen Apple-Juengern und Windows-Menschen vom Zaun brechen), jedoch arbeite ich an verschiedensten Rechnern (Arbeit, Zuhause, Laptop, Netbook, etc.) und moechte meine Musik in diesem Zusammenhang immer dabei haben.

music

Aufgrund meiner Teilnahme am Werbeplanungssummit im Juli 2009 hatte ich das Vergnuegen, in einem der besten Sessions zum Thema Startups: Little Big Stars, etwas ueber Tunesbag zu erfahren. Tunesbag ist ein Projekt von Hansjoerg Posch, welches den Cloud-Ansatz mit Musik verbindet.

Online Musik speichern und per Player, welcher natuerlich im Browser laeuft und fuer den Anfang schon sehr intuitiv und gut bedienbar ist, einfach auf jedem Browser-faehigen Endgeraet abspielen (eigentlich streamen).

tunesbag

Hoerte sich fuer mich am Anfang etwas zu gut an, doch nach gut 1,5 monatiger Nutzung bin ich hin und weg von Tunesbag.

Einmal Songs geuploaded und schon ist man “nur mehr” von einer g’scheiten Internetverbindung abhaengig :-)

Zwar verwende ich immer noch mein iPhone fuer unterwegs, aber mittlerweile gibt es beim Arbeiten nichts schoeneres fuer mich, als ein Geraet mit Internetzugang und meiner Musik. Etwas uebertrieben, aber es geht schon sehr in Richtung meines Big Pictures, demnach ich komplett Geraete-unabhaengig arbeiten moechte.

In Zeiten von Google Gears denke ich aber, dass die Verschmelzung Online/Offline Nutzung bei Tunesbag nur mehr eine Frage der Zeit ist.

Und hier noch ein Nostalgievideo fuer alle, die wissen … Musik liegt in der Luft :-)

Paradigmenwechsel zwischen digitalen Zeitzeugen und standfesten Marketeers

September 8th, 2009 1 comment

Ich weiss … ich blogge viel zu selten und ich finde selbst, dass es eine richtige Frechheit von mir war, eine kleine Umfrage zu starten, worueber ich denn bloggen soll. Und dann lasse ich mir beinhart mehrere Wochen Zeit mit dem Posting. Asche ueber mein Haupt! Mea culpa.

So, jetzt wo das geklaert ist :-) zurueck zum eigentlichen Thema.

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Ich hatte auf Doodle gefragt, worueber meine Leser am liebsten lesen wuerden.

Zur Auswahl standen folgende Themen:

  • Information Worker und die Cloud (Arbeiten mit den Tools aus dem Browser)
  • Paradigmenwechsel und Beobachtungen zwischen digitalen Zeitzeugen und standfesten Marketeers

Gewonnen hat das zweite Thema mit einem Torverhaeltnis von 20:17 :-)

Ich hatte das Glueck und die Ehre, Gewinner der Eintrittskarten fuer das Werbeplanungssummit zu sein.

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Dem ging natuerlich eine harte Gewinnspielschlacht voraus, bei dem Blog-Comments und Tweets zum Sieg beitragen konnten.

Gewinnerblogeintrag

Initiiert wurde das Ganze von niemand geringerem als Ritchie Pettauer, dem Godfather of Social Media :-)

Das Werbeplanungssummit war ein 2-Tage Kongress zum Thema Digitales Marketing in Oesterreich und damit eines der am meist erwarteten Events in der Werbe- und Medienlandschaft.

Fuer mich war die Schnittstellenbehandlung zwischen standfesten Marketingprofis und deren Zugang zu den heute aktiven digitalen Zeitzeugen extrem interessant. Mit digitalen Zeitzeugen meine ich grob zusammengefasst die “neue” Generation der Mediennutzer, welche erst verstanden werden muss und die Mediennutzung komplett auf den Kopf gestellt hat.

Genau die seltsame Sorte von Kunden, welche Google als das Lexikon schlechthin sehen, ueber das Leben twittern und bei Gefahr in Verzug ihren Facebook Status aktualisieren. Etwas ueberzogen diese Beschreibung, aber was ist heute schon normal im digitalen Zeitalter ohne jegliche Definitionen? :-)

Fuer mich als Person aus der Generation, welche die “alte” (Medien-)Welt miterlebt hat und die neue (ich nenne sie gerne auch “erweiterte”) Sichtweise auch taeglich mitpraegt (Kunde = Produzent) war das Werbeplanungssummit recht ernuechternd.

Ich bin einfach mal so frei und behaupte, dass vergangene Erfahrung und damit verbundene Erfolge in der bisherigen Art des Marketing und der Zielgruppenwerbung niemanden darin qualifizieren, fuer die heutigen Kunden gewappnet zu sein. Hier trifft es wirklich zu, dass bisherige Erfolge blind machen koennen.

Auch wenn ich jetzt den Zorn der einen oder anderen grauen Eminenz der Werbelandschaft auf mich ziehe … ich finde, es ist etwa so wie der Vergleich mit Birnen und Aepfeln, wenn wir in der Volksschule rechnen lernen. Ungleiches vertraegt sich manchmal absolut nicht und schon gar nicht, wenn es um Nachhaltigkeit und Best Practice geht.

Etwas wirr was ich schreibe, aber ich moechte es mal so erklaeren: In den meisten Sessions, welche Interaktion mit der digitalen Welt versprachen, war einfach zu oft zu sehen, dass z.B. Bannerwerbung immer noch als Zugangsmittel zur digitalen Generation gesehen wurde.

Auch hoerte man immer oefter, dass “Unternehmen xy jetzt ja auch eine Facebook-Fanpage hat” und damit die Kunden total verstanden hat.

Vergessen wurde, dass Social Media … unangeachtet all der Plattformen a la Facebook, Twitter, etc. genau ein einziges Thema zum Inhalt hat. Nachhaltiger Dialog ist hier das Um und Auf der Thematik. Facebook und Konsorten sind TOOLS!!!! Heute ist es Twitter und morgen eine andere Plattform.

Eine SocialMedia Strategie sollte nicht nur, sie muss auch unabhaengig von den derzeitigen Plattformen Sinn machen und ein Ebene darueber ansetzen.

Ich habe am Werbeplanungssummit schlichtweg die richtigen Fragen vermisst. Fragen nach dem WARUM und dem WESHALB haetten Sinn gemacht. Viel zu viel wurde immer nur ueber das WIE geredet und ueber direkte Umsetzungen, von langfristigen Strategien war einfach zu wenig zu hoeren.

Positiv ueberrascht hat mich hier aber OE3 … der Sender, dem die Oesterreicher und -Innen vertrauen :-)

OE3 setzt auf SocialMedia und hat die nachhaltige Kommunikation dahinter insoweit verstanden, dass man diese Investition als eine langfristige sieht, welche nicht direkt und schon gar nicht schnell in Umsatzzahlen zu sehen ist.

Das Werbeplanungssummit an sich war aber eine hervorragende Veranstaltung und fuer Personen in der Medien- und Werbebranche auf jeden Fall ein must. Auch fuer mich hat es neue Perspektiven hervorgebracht. Umso mehr schaue ich in die Zukunft und freue mich auf das naechste WPSummit und die Ideen und Konzepte, welche seit dem ersten WPSummit entwickelt wurden.

Oesterreich ist im Bereich NewMedia, SocialWeb und Web2.0 teilweise ein Entwicklungsland und gerade deshalb ein guter Boden fuer Aufklaerungsarbeit und neue Unternehmer :-)

Als Gewinner der Karten wurde ich an einem echt heissen Sommertag vor den Toren der Nationalbibliothek interviewed (sichtlich geschafft von der Hitze und der guten Belueftung :-) ) und befand mich in bester Gesellschaft, da auch Armin Wolf an diesem Tag von Ritchie interviewed wurde. Uebrigens war Armin Wolfs Keynote ein sehr guter Start in den Event, da dies die zeitgemaesse Verschmelzung von Old Media und New Media aus der Praxis spiegelte.

Das WPSummit hat hier mit dieser Veranstaltung Pionierarbeit geleistet und hoffentlich eine breite Diskussion gestartet, welche durch intelligentes Lernen und Probieren (aber auch dem Zulassen von Fehlern) bald Fruechte tragen wird.

Hier gehts zu den Fotos vom WPSummit und zum Interview mit Armin Wolf.

Bis naechstes Jahr beim Werbeplanungssummit!

are we Human 2.0?

April 10th, 2009 No comments

Web 2.0, Social Networks 2.0, Einkaufszettel 2.0 … heute ist einfach alles mit dem magischen Kuerzel versehen.

Ein Verstaendnis fuer das Thema haben die meisten, eine einzig richtige Erklaerung gibt es aber nicht und das ist gut so, denn dadurch bleibt die Diskussion darueber am Leben und generiert Mehrwert.

Ein Thema welches ich in den naechsten Wochen auffangen und behandeln moechte ist der Mensch 2.0, oder wie es in internationalen Gewaessern heisst, Human 2.0.

Ob es diesen Begriff schon gibt weiss ich nicht, wird sowieso Zeit, dass ich mal unsere Generation praege :-)

Damit meine ich die Generation, welche auf der einen Seite in die 2.0-Welt hineingeboren wird und andererseits die Menschen, welche fuer diese Art der “neuen” Medienkompetenz Gefuehl und Gespuer aufweisen, sowohl als Konsumenten als auch als Produzenten.

So … stay tuned!

Bekenntnisse eines Web-Daseins

April 10th, 2009 No comments

Sind dies Fragen, welche die Koepfe dieser Welt beschaeftigen?

  • Welche U-Bahnstation bist du?
  • What Microsoft Application Are You?
  • Welcher Schlumpf bist du??
  • “What Friends character are you?”
  • “what are you born to do?”

Nein? Oder meinen Sie etwa, dass hunderte, tausende oder Millionen von jungen, dynamischen und weltoffenen Menschen diese Tests irrtuemlich mehrmals am Tag absolvieren?

Facebook … eine WebSite, eine Social-WebPlattform und fuer manche das Dashbord ihres Lebens.

Vor wenigen Tagen wurde Facebooks Wachstums (von 100 Millionen auf 200 Millionen User in 8!!! Monaten) in den Medien recht haeufig diskutiert.

Ich erklaere hier jetzt nicht genau, WAS Facebook ist, dafuer gibt es dank diverser Suchmaschinen Lektuere in Saus und Braus.

Am Besten ist es sich selbst einen Account anzulegen um alte und neue Freunde auf eine andere Art und Weise kennenzulernen (man wuerde ja nicht glauben was da so alles abgeht *g*).

Zurueck zu meiner Anfangsfrage und dem Umstand, dass man bei Facebook auf der Einstiegsseite sehen kann welcher Freund genau was gemacht hat.

In letzter Zeit haeufigen sich Selbsttests zu diversen Fragen unseres Lebens (siehe oben).

Was man auch wissen sollte ist, dass Facebook es erlaubt, dass man Sozialverhalten teilweise sehr gut erkennen kann, vor allem wenn es die Masse oder teilweise einzelne “sehr aktive” Charaktere, wie ich es einer bin, betrifft.

Derzeit duerfte alle Welt wissen wollen in was sie gut sind, wofuer sie bestimmt sind und vor allem, welcher Schlumpf man denn ist

Es sind zwar alles lustig gemeinte Tests, aber bei Absolvierung von mehreren Tests pro Tag stellt sich mir die Frage nach dem allgemein oeffentlich gemachten ploetzlichen Drang zur Selbsterkenntniss

Man koennte ja auch einen guten Freund fragen welcher Friends-Charakter man in seinen Augen waere, aber wer will das schon von einem echten Menschen wissen

Uebrigens, die Wahrheit liegt immer im Auge des Betrachters … werd jetzt mal nachsehen ob ich beim 2. Anlauf zu “what Microsoft Application are you” es zum MS Office Professional schaffe!

schoenen Abend!

Ali