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“Vielen Dank” – oder wie ich lernte, wieder Taten zu schätzen

March 31st, 2010 1 comment

“Ich danke euch – ihr seid die Besten!”

Ich muss zugeben, dass ich mich heute sehr über das berauschende Feedback eines Kunden gefreut habe. Ich bin bei diesem Kunden haupt-verantwortlicher Projektleiter und daher auch derjenige, der diese Art von Feedback (aber auch die negative) am Schnellsten mitbekommt.

Und natürlich habe ich mich sehr darüber gefreut und es vielen Leuten erzählt – schließlich gibt es keinen besseren Lohn für die eigene Arbeit.

Und obwohl ich diesen langjährigen Kunden erst seit Kurzem betreue, war ich es, der das direkte Feedback erhielt. Tolle Sache, oder?

STOP – “Erfolg ist der schlimmste Lehrmeister” sagt man ja. Wissen Sie was? Bei manchen Sachen ist dies wirklich richtig.

Das Lob, welches ich heute erhalten habe, galt nicht mir. Es galt auch unter Anderem mir, aber in erster Linie galt es der gesamten Teamarbeit. Es galt jeder einzelnen Person, welche mitgeholfen hat, dem Kunden einen erstklassigen und nachhaltigen Service zu bieten. All dies verbunden mit weitsichtiger Beratung und Betreuung – in guten wie in schlechten Zeiten :-)

Wenn ich etwas im Projektmanagement und in der Beratung gelernt habe, dann ist dies, dankbar zu sein. Nicht weil wir gute Menschen sind, sondern weil unsere Erfolge und Misserfolge direkt mit unserem Umfeld in Verbindung stehen. Jeder einzelne Kollege, Partner, Mitarbeiter, etc. ist ein Teil des Ganzen.

Die größte Gefahr ist, zu vergessen, wie viele Hände beim Erfolg mithelfen. Auch wenn Sie als Manager den Kopf hinhalten müssen, wenn etwas schief geht und Sie dies oft an Ihre Mitarbeiter weitergeben – egal ob gerechtfertigt oder nicht … denken Sie bei positivem Feedback immer daran, wer Ihnen hierbei geholfen hat. Oder besser … denken Sie daran, welche Personen aller das Zahnrad der Dienstleistung zusammengebaut haben und es am Leben halten.

Jedes Lächeln eines Kunden ist ein Danke an Sie und Ihr Team – lernen Sie daraus.

Coole Sprüche a la “Shaft” waren gestern, heute zaubert man(n)!

March 8th, 2010 6 comments

events1Shaft, der schwarze Cop und Ritter, der es durch ein Samuel L. Jackson Revival im Jahre 2000 wieder auf die internationale Kinobühne geschafft hatte, kann einpacken.

Die Welt ändert sich und so auch unser Balzverhalten und die Mechanismen des “Be cool”.

Was früher Shaft war, kann heute jeder für sich machen.

Nicht möglich sagt ihr?

Dann zieht euch diese genialen Videospots rein und werdet selbst zu Harry Potter. Ganz leicht zum Nachmachen – garantiert mit “Be cool”-Stempel :-)

Und wem das noch nicht reicht, der kann sich hier auch austoben :-)

Auch interessant wer sich diese aberwitzigen Spots hat einfallen lassen. Daher … mailst du schon oder zauberst du noch? :-)

PS: I love Shaft :-)

warum der EURO im digitalen & sozialen Informationssystem an Wert verliert

March 8th, 2010 No comments

Tausche meine täglichen Rituale gegen XX,- EUR
(hier bitte beliebigen Geldbetrag einsetzen)

Gmail, Youtube, Facebook, Twitter, etc. – vor vielen Jahren noch waren diese Begriffe in die Geek-Schublade zu stecken und wurden oft belächelt (ok, Gmail hat von Anfang an Sinn gemacht).

Heute, im Jahre 2010, sind diese ehemaligen “Tech-Spielzeuge” ein Begriff unseres Alltages geworden. Ein Alltag, in dem wir unsere Informationsflut mit diesen Tools managen. Sei es jetzt, um diese zu filtern, diese auszuwerten oder einfach um selbst Content zu erstellen oder einfach welchen zu konsumieren. Und manchmal verleiten uns diese Tools, etwas “mehr” bekannt zu geben.

Bevor jemand die Nase rümpft. Nein, ich stelle Google, Facebook, etc. nicht Luzifer gleich. Jeder mündige Mensch muss selbst wissen, was er oder sie tut, wenn alle Welt auf riesigen, vernetzten Pinnwänden, deren Tagesablauf nachvollziehen kann.

Ich selbst bin Content Producer. Ich produziere Content wie z.B. Beiträge auf diesem Blog, aber ich gebe auch vieles aus meinem Privatleben bekannt. Wer mich auf Facebook oder Twitter als “Freund” hat (oder wie ich sie nenne, die “wahren” Freunde :-) ), wird wissen, dass ich in manchen Bereichen sehr transparent bin.

Aber Transparenz ist nun mal nicht gleich Transparenz und darüber sollten wir alle nachdenken.

Ein Gedankenexperiment:

Stellen Sie sich ein Wohnhaus vor, in welchem alle Wohnungen durch gleich-dicke Mauern getrennt sind.

Die meisten Parteien im Haus kennen sich durchs Sehen, vielleicht über die letzte Mieterversammlung oder einfach, weil sie auch mal miteinander geredet haben (soll es ja angeblich noch geben).

All diese Menschen habe gegenüber den anderen Parteien eine eigene Meinung. Sei es, dass diese eben durchs Sehen oder durch Gespräche entstanden ist. Es gibt aber bekanntlich auch noch die Meinungsbildung mithilfe von Dritten.

Damit meine ich grob gesagt die Hausmeisterstories, welche einfach zu jedem Wohnhaus gehören:

  • “Du … hast scho g’hört … der Meier und sei Frau haben scho wieder Krach wegen der Tochter. Irgendwas mit derem ihrem Freund.”
  • “Also, der Meier hat ja derzeit ka Glück. Job verloren, Freundin schwanger, die Frau in Thailand um sich selbst zu finden. Armer Bua.”
  • “I red ja net hinterm Rücken von de Leut’, awa der Meier hat, glaub i, irgendwas mit der einen von der 16-er Stiege.”

Wer diese Gerüchteverstärker nicht kennt, der kommt entweder aus Island, hat noch nie Kaisermühlen Blues gesehen und weiß auch nicht, was am Opernball auf höchstem Niveau abgeht.

Für alle anderen Leser werden diese Konversationen sehr bekannt sein.

Wir alles wissen, dass über uns geredet wird. Und zumeist wollen wir dies nicht, da es in diesem Rahmen sehr oft mit Neid, Schadenfreude, aber auch mit Rufschädigung zu tun hat.

Wenn Sie in solch einem Wohnhaus leben, ist es Ihnen persönlich lieber, dass alle Welt (in diesem Falle, alle Nachbarn) weiß, was sie tun, mit wem sie es tun, wer irgendwo eine Rolle spielt und was vielleicht irgendwann mal vorgefallen ist? Wohl eher weniger.

Jetzt stellen sie sich vor, der Hausvermieter kann all ihre Aktivitäten nachvollziehen. Sei es, weil sie selbst bekannt geben was sie tun, wann sie jetzt genau einkaufen gehen, etc. oder weil er es einfach von ihren Bekannten im Haus hat.

Informationen, welche sie selbst im Haus freigeben, ergänzt mit Informationen von den Personen in ihrer direkten Umgebung, ergeben dann irgendwann mal ein richtig schönes Muster ihres Lebensstiles.

Und wenn man dann auch noch der Hausvermieter ist und von allen Mietern diese Informationen hat … tja … dann hat man den Ablauf eines lebenden Organismus vor sich. Der Ablauf, der nach genauer Betrachtung Muster aufwirft und damit beiträgt, Aktionen vorauszusagen. Z.B. Stromanbieter wechseln.

Banales Beispiel: wenn in dem Haus 100 Parteien leben und der Vermieter immer davon Wind bekommt, wer gerade wann wäscht und auch mitbekommt, wann die meisten elektrischen Geräte benutzt werden, dann kann er diese Informationen über das “Kundenverhalten” in Geld ummünzen.

Jetzt zoomen wir viele Jahre in die Zukunft und sagen mal, das Brother Google, Facebook und Konsorten nicht nur mehr Web-”Buden” sind, sondern, z.B. auch Stromlieferanten geworden sind. Mit diesen transparenten Informationen über ihr Verhalten und ihren Nutzungsbedarf wäre es eine sehr leichte Übung, ihrer kompletten Wohnhaussiedlung den richtigen Tarif anzubieten. Komischerweise ein Package, welches genau auf die Bedürfnisse von mehr als 75% des Hauses abgestimmt ist.

Gedankenexperiment-Ende!

Und jetzt ersetzen sie den Hausvermieter durch Mama Facebook – sie sehen, ihre Daten, welche zur Darstellung eines Massennutzungsverhaltens beitragen, sind dicke EUR wert.

Nicht EUR ist hier die vorrangige Währung, welche zählt – es ist ihre Privacy.

PS: Google hat jetzt “zufällig” auch eine Lizenz, um als Stromerzeuger und -anbieter auftreten zu dürfen :-)

Schnitzeljagd 2.0, oder wie ich meine Kunden dazu bringe für mich zu laufen

March 6th, 2010 13 comments

Wer schon einmal Gowalla oder Foursquare angetestet hat, wird wahrscheinlich genauso reagiert haben wie bei der Entjungferung durch Twitter:

Wozu brauch ich das?

Und genauso wie bei Twitter und Konsorten finden sich immer mehr Personen, welche bei der digitalen Schatzsuche mitmachen. Übrigens manchmal wirklich sehr kurzweilig, wen man gerade nichts anderes zu tun hat – eben so wie Twitter für Privatpersonen :-)

Go…WHAT?

Das Prinzip hinter Gowalla und Foursquare ist schnell erklärt (Danke an Erik Schimmel):

Gowalla ist ein virtuelles Geo-Caching Spiel für das iPhone und Android-Smartphones. Ziel von Gowalla ist es, die allgemeinen und besonderen Orte des täglichen Lebens zu besuchen, in Gowalla anzulegen und mit seinen Freunden und Bekannten zu teilen. An diesen Orten findest du hin und wieder verschiedene Gegenstände, die du sammeln, tauschen oder wieder ablegen kannst.

Die etwas längere Erklärung, bzw. ein hervorragendes Handbuch zu Gowalla gibt es ebenfalls im Blog von Erik Schimmel.

50 Cent, Sprachgesangskünstler aus den USA, in seiner Jugend Opfer der Gesellschaft (daher dann logischerweise Drogendealer) und Besitzer von 9 Einschusslöchern am Körper sagte mal treffend:

Make money or die tryin’

Übersetzt etwa: Mach richtig viel Schotter oder stirb bei dem Versuch.

Münzen wir das jetzt um auf das Web, Social Media und unseren Spieltrieb:

Let’s make money & have fun or die runnin’ for it

Zusätzlich zu unserer schon vorhandenen digitalen Nacktheit kommt bei diesen neuen Geo-Caching Games also noch hinzu, dass einfach jeder weiß wo wir sind – sonst können/dürfen wir nicht mitspielen. Gezwungen wird niemand :-)

Bei Gowalla gibt es dann noch diesen einen kleinen feinen Zusatz, der es jedem User ermöglicht eigene Trips zu erstellen. Ein solcher Trip könnte z.B. eine Marathon auf der Mariahilferstraße sein, dessen Ziel es ist, bei verschiedenen Checkpoints in der richtigen Reihenfolge einzuchecken. Als Belohnung gibt es natürlich digitale Anerkennung / Preise.

Der menschliche Spieltrieb ist eines der interessantesten Fachbereiche dieser Welt und zaubert mir selbst immer wieder ein “Aha” aufs Gesicht. Jung oder Alt, das ist bei dem “richtigen Spiel” total egal – Messlatte ist der Unterhaltungswert.

Wer sind die Gowalla Spieler?

Jeder kann mitspielen, ABER nur mit einem Device a la iPhone oder Android-inside macht es Sinn, bzw. ist möglich.

Sehen wir uns diese Klientel an:

Ein iPhone kostet ein Schweinegeld, ist aber cool. Grund genug für viele Menschen, sich eines zuzulegen. Hier überwiegt ganz klar der Trend zum Neuen und zum Ästhetischen. User in dieser Geräteklasse haben Geld. Punkt – oder sie priorisieren ihre Ausgaben halt ganz speziell :-)

Meiner Meinung nach sollte jedes Unternehmen mit mehr als einem Standort genau diese neue Spielart und das Verhalten der Nutzer nutzen, um ein bisschen Werbung in eigener Sache zu machen – und zwar wie folgt (Bsp. anhand von Gowalla):

  1. einen Trip erstellen, welcher die eigenen Niederlassungen abdeckt und eventuell auch Partnerunternehmen mit ins Boot holt.
  2. Damit eine Aufgabe verbinden, welche einen Aktion des Users voraussetzt (z.B. an jeder Niederlassung von McDonalds einchecken;
    der erste an jedem Checkpoint bekommt ein Codewort und postet dieses sofort über seine Gowalla-App. Somit ist auch immer garantiert, dass der erste seine Anerkennung und die damit verbunden Bonuspunkte erhält.)
  3. Die Schnitzeljagd zeitlich vorgeben und damit eine höhere Teilnehmerzahl generieren.
  4. Ziel des Games ist natürlich das HQ des Unternehmens, bzw. ein anderer markanter Punkt, bei dem dann alle Spieler zusammenkommen inkl. Preisverleihung, etc.
  5. Mitspieler darüber twittern und bloggen lassen und sich daran erfreuen, wie zuerst einige Early Adopters und dann der Rest bei einer Schnitzeljagd mitmachen & die eigene Marke ins Gespräch bringen.

Und wir wissen selbst wie gern wir spielen :-)

PS: also liebe Social Media-, Werbegurus und Freunde der Unterhaltung … bitte in Zukunft nicht vergessen – Kunden lieben laufen nicht erst seit es Adidas gibt.

Ein offener Brief an Alfons Haider

January 25th, 2010 45 comments

haiderdieses Posting bezieht sich auf eine Aussage von Alfons Haider, welche er am 14.01.2010 in der Sendung Willkommen Österreich von sich gegeben hat.

Er sagte, ihm sei es lieber auf seine Optik reduziert zu werden, als auf seine Sexualität (Anmerkung: Alfons Haider ist homosexuell). Nach seinem Outing habe er ein Jahr alle Jobs verloren und sei vom ORF “hinausgeschmissen” worden. Auf Stermanns Frage nach dem Warum antwortete Haider:

“Weil wir in einem verlogenen, verschissenen Land leben”.

Das sei zwar bereits zwölf Jahre her, aber

“es ist heute so: Wir leben heute in einem Land, wo wie in keinem anderen mitteleuropäischen Land – katholisch – so viele Frauen und Kinder verprügelt werden und diese Gfraster schauen alle zu”, so Haider. “Wir leben in einem Land, wo Flüchtlinge wie Tiere behandelt werden und wieder ausgesiedelt werden. Das ist alles dieses coole, wunderbare Österreich. Aber ich liebe es trotzdem – aber nicht das”,

sagte der Moderator.

An diesem Punkt möchte ich anknöpfen.

Sehr geehrter Herr Haider,

meine Name ist Ali Mahlodji und ich bin für in den Augen vieler Österreicher ein “richtiger Tschusch“.

Ich bin aber auch Perser, Österreicher und Wiener aus Überzeugung, Steuerzahler und im Grunde ein weltoffener Europäer mit Brückenschlagqualitäten zwischen Ost und West.

Ich verstehe Ihre Aussage, welche Sie  in der Sendung “Willkommen Österreich” von sich gegeben haben, bzw. Ihre Motivation dahinter.

Auch ich sehe, dass dieses Land in vielen Punkten nicht immer eine Vorbildwirkung hat und es hier sehr viele offene Baustellen gibt:

  • Frauen und Kinder werden geschlagen, und das tagtäglich.
  • Ausländer werden behandelt wie Tiere, in Auffanglagern zusammengepfercht und behandelt, als wären sie Diebesgut.
  • Eine Ministerin Fekter sorgt in ihrer wichtigen Rolle auch immer öfter für Kopfschütteln.
  • Ein HC Strache kann eigentlich tun was er will und wird nicht eingedämmt – außer er ist bei “Wir sind Kaiser“. Da hat man gesehen, dass er ohne seine Spickzettel und seine Karterln nicht wirklich was am Kasten hat – außer er hat vorher schon 3 Spritzer intus.
  • Wir haben die letzten Jahre aufgrund eines Falles Kampusch und einer im Keller eingeschlossenen Familie (Fall Fritzl) internationales Aufsehen erregt.
  • und auch die Berichterstattung eines Franz Fuchs geht auf unsere Kappe
  • und und und

Ich selbst bin seit knapp 26 Jahren in Österreich, habe die Staatsbürgerschaft und bin seit meinem 18. Lebensjahr berufstätig, zahle Steuern und kann Wienerisch reden als hätte ich Edmund Sackbauers DNA.

Dennoch weiß ich ganz genau, dass diese Argumente nichts zählen, wenn ich einer Gruppe von Rechtsradikalen begegne.

Ist dies aber ein Grund, das Land an sich zu werten? Ist es nicht eher so, dass Negatives sehr gerne breit getreten wird und nur der Kurzsichtige diese auf ein Kollektiv bezieht?

Ich kann mich gut in Sie hineinversetzen, da ich in meiner Zeit in Österreich sehr oft Opfer und Zeuge von unfairer Vorkommnissen geworden bin. Und das Schlimmste war, als jeder nur weg sah und darauf hoffte, dass “irgendwer” es schon richten wird.

Ich habe eine Flucht über die Grenzen der Türkei miterlebt, das Flüchtlingsheim Traiskirchen durchlebt, wurde mit meiner Familie bis zu meinem 11. Lebensjahr in insgesamt 13 unterschiedlichen Wohnungen untergebracht und habe zusehen müssen, wie meine Eltern, welche im Iran Akademiker und Führungskräfte waren, in Wien als Analphabeten behandelt wurden.

Und wenn einige “Freunde” zu mir sagen: “du bist ja eh kein Ausländer Ali, du sprichst deutsch und hast dich super integriert” dreht sich mir alles um. Ich erwidere dann zumeist, ob ihnen denn bekannt ist, dass ich Ali heiße, südländisch aussehe und bei FPÖ Kundgebungen schon mal als braune Sau beschimpft wurde. Alles Dinge, welche im Widerspruch zu einem echten Österreicher stehen.

Dennoch habe ich mit meinem 12. Lebensjahr aufgehört das Land Österreich für irgendeines dieser Dinge verantwortlich zu machen.

Grob gesagt,

solange es auch nur einen Österreicher gibt, der weltoffen und weitsichtig agiert, Missstände aufdeckt, diese anklagt und hilft, solange hat Österreich nichts mit einem beschissenen Land zu tun – nicht annähernd.

Was Sie in Willkommen Österreich bezüglich der Vorkommnisse in diesem Land gesagt haben, stimmt vollkommen. Was aber die Bezeichnung und Kategorisierung als “beschissenes Land” betrifft, muss ich einhaken und darauf bestehen, dass Sie diese Aussage bitte richtig stellen.

Österreich ist kein “beschissenes” Land. Es gibt immer Menschen, welche falsche und unaussprechlich schlimme Dinge tun. Meist sitzen diese sogar in verantwortungsvollen Positionen und ihr Wirken verletzt viele Menschen und verbaut ihnen die Zukunft.

Aber Österreich ist gleich einer tollen Verkehrskreuzung und keiner Einbahnstraße. Eine Verkehrskreuzung, auf welcher jeder selbst entscheiden kann, in welche Richtung es gehen soll. Und zwar ganz ohne gedrängt zu werden (Einfluss der Eltern ausgenommen).

Mir wurde in der Unterstufe von sogenannten “Schulberatern” und “Pädagogen” geraten, doch eine Lehre oder einen Job auf einer Baustelle einzuschlagen. Dies wurde mit meiner “Herkunft” als Flüchtling begründet. Ich hörte immer, ich sei aufgrund meiner Vergangenheit (ich war bitte grad mal 12 Jahre alt) nicht für eine höhere Ausbildung bereit.

Es wäre für mich zu leicht gewesen, alles auf das “beschissene Österreich” zu schieben und innerlich aufzugeben, weil “man ja eh nichts ändern kann”.

Ich hatte aber den Weitblick, mich für das “andere” Österreich zu entscheiden.

  • ein Österreich der Chancen, der Optionen, des Wachstums und der Freiheit.
  • ein Österreich, in dem Bildung nicht nur den Privilegierten zusteht.
  • ein Land, in welchem Studenten mit friedlichen Protesten einen Minister dazu bewegen können, Millionen aus der Notkassa für ihre Anliegen, auszugeben.
  • ein Land, in welchem einer der besten Stürmer Ivica Vastic hieß und im AT-Dress “sein” Land vertreten hat.
  • ein Land, welches Integrationsklassen eingerichtet hat (die Qualität dieser Projekte ist ein anderes Thema)
  • ein Land, in dem jeder entscheiden kann, wohin es gehen soll.
  • ein Österreich mit der Lebensqualität eines 5-Sterne Hotels.
  • ein Österreich mit frischen und kostenlosen Trinkwasser.
  • ein Österreich mit Rechtssicherheit.
  • ein Land, in dem eine Familie bei Jobverlust des Einkommensträger eine Zeit lang vom Staat unterstützt wird.
  • ein Land, in welchem man dem Unmut im Fernsehen Luft machen kann ohne Konsequenzen zu befürchten.
  • ein Land, in dem jede Stimme zählt.

Falls Sie jemals in Kuba oder dem Iran waren, werden Sie wissen, dass diese Menschen uns beneiden. Nicht vorwiegend wegen dem Geld oder unserem Lebensstil. Sondern wegen unserer Freiheit und der Möglichkeit, zu tun, was WIR wollen (solange es gesetzlich erlaubt ist).

In diesen Ländern passieren solche Dinge, welche Sie in “Willkommen Österreich” erwähnt haben, genauso. Nur kommt dort hinzu, dass die Stimme des Volkes nichts zählt und Menschen unter dem Vorwand der Sicherheit, bzw. der Religion wie Schafe geführt werden. Es gibt eine Richtung und entweder ist man dabei oder gleich ein “Extremist”, “ein Regierungsgegner”, “ein Terrorist” und was sonst noch als “Gegner” gilt.

Österreich ist das Land, in welchem ich die Möglichkeit hatte, als Schulabbrecher (ein halbes Jahr vor der Matura hat es mir dann gereicht) zwei Ausbildungen, davon eine akademische, zu absolvieren und gleichzeitig am Arbeitsmarkt aktiv zu werden.

Es ist das Land, welches mir “Tschuschen”, der mit dem Stempel “mach lieber einen Job am Bau” geprägt war, die Möglichkeit gab, mit nur 27 Jahren als internationaler Berater tätig zu sein.

Ich habe in all diesen Jahren sehr oft Widerstand und Skepsis gegen meine Person erlebt, aber ich habe mich immer wieder entschieden, MEIN Österreich zu nutzen und es zu bereichern. Denn nur mit diesem Denken öffnet sich das positive und das lebenswerte … eben auch in Österreich.

Österreich hat es nicht verdient, mit dem Wort “beschissen” in Verbindung gebracht zu werden. Auch wenn so manches “beschissene” in unseren Breitengraden passiert.

Beschimpfen Sie nicht ein ganzes Land und das damit verbundene Volk. Niemand hat es verdient mit schwarzen Schafen in einen Topf geworfen zu werden.

Ich wünsche Ihnen ein schönes 2010 und freue mich über einen Gedankenaustausch. Am Besten in einem richtigen Wiener Beisl :-)

Besten Gruss,

Ali Mahlodji

PS: es vergeht auch heute teilweise kein Monat, in dem ich nicht darauf hingewiesen werde, “hier nicht dazuzugehören” – aber ich nehme mir nicht die Zeit, mich auf diese Wertung einzulassen

AlmCamp 09 – und wie wars? [Part 2]

October 18th, 2009 1 comment

Spät, aber doch noch im Jahre 2009 kommt der zweite Teil der AlmCamp09 Eindrücke.

Auf der einen Seite mal das versprochene Interview mit Robert Basic, in welchem er frei von Leber weg über die Unterschiede Österreich/Deutschland spricht und uns an seinen Eindrücken vom AlmCamp09 teilhaben lässt.

Und dann natürlich all jene Teilnehmer, welche sich “getraut” haben ;-) und ihre Eindrücke vom AlmCamp09 zum Besten geben:

Enjoy!

PS: der Autor dieser Zeilen erhebt keinen Anspruch auf Professionalität beim Videoschnitt :-)

AlmCamp 09 – und wie wars? [Part 1]

September 28th, 2009 2 comments

Es ist Montag, eine neue Woche startet und ich hatte das Glück, mir in den letzten Tagen Inspiration vom Feinsten zu holen.

Es war AlmCamp-Zeit und knapp 50 Personen fanden sich zusammen, um zu diskutieren, sich kennenzulernen und vor allem … um etwas weiterzugeben.

Vorab die Zusammenfassung:

Schön wars, wirklich schön.
Und die Sichtweise hat es erweitert, sehr sogar.

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Dieses Wochenende fand das AlmCamp 09 in Malta/Kärnten statt. Ein BarCamp im Grünen und ganz weit oben in Holzhütten, so etwa hatte ich mir das vorgestellt. Das Panorma war ja schon mal sehr vielversprechend.

Von Doppelzimmer bis zu Massenlager war alles vorhanden. Skikursfeeling pur!

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Es war uns allen klar … viele auf der Alm kennen Web2.0 vielleicht nicht, doch wir wurden total überrascht – DAS ANRAINER-INTERVIEW:

Hier ein Video der drei aufopfernden Veranstalter über das AlmCamp09, die Organisation und deren Eindrücke:

In Kürze gibt es Videos über die Eindrücke der Teilnehmer und als ob das nicht schon genug wäre … es gibt noch ein Interview mit Robert Basic zum AlmCamp09.

Riesengroßes Dankeschön an:

und natürlich an die Sponsoren, allen voran die Telekom Austria, die den Internetzugang in luftiger Höhe sponsorte:

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Malta_intro_oben Ubit_kt4 Pietschnigg
Logo-rieder Gesagt_getan Dslogo
Banner-Hochalmspitze Pension Dullnig, Gmünd, Außenaufnahme Banner-AlmCamp Atv-logo

viele der genialen Bilder vom AlmCamp 09 enstammen der Feder von Karola Riegler, DER Fotografin der Stunde.

Karola Riegler auf Flickr.

Reißerische Social Media Jobtitel und die Kunst zu lernen

September 24th, 2009 4 comments

Der Pate uncensored

Retrospektiven soll unter anderem als Plattform dienen, um die österreichische Social Media Szene vorzustellen und ein bisschen hinter die Kulissen zu blicken.

Begonnen habe ich damit vor einigen Tagen mit dem Posting Social Media made in Austria – Asterix gegen den Rest der Welt.

Social Media ist, und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine, in vielen Bereichen noch totales Neuland. Da ist es auch egal, wie lange es schon Personen gibt, welche in diesem Bereich arbeiten und forschen. Auf die Masse umgelegt, ist Social Media immer noch ein Hypethema. Und Hypethemen haben immer Vor- und Nachteile. Darueber lasse ich aber lieber andere diskutieren :-)

Social Media ist in vielerlei Hinsicht auch manchmal ein Glaubenskrieg a la “Linux”. Was ich damit meine ist, dass es auch hier Puristen gibt, welche zwischen “echten” Social Media Kennern” und “Fake-Gurus unterscheiden. Dieser Ansatz einer Themenbehandlung ist aber nicht mein Weg, weshalb ich mich auch nicht auf die eine odere andere Seite schlage.

Für mich persoenlich gilt es, Social Media, Mundart-tauglich zu machen. Es hat allen Grund ein Hypethema zu sein, jedoch macht der Nachhaltigkeitsansatz aus Social Media mehr als nur eine Eintagesfliege. Niemand kann dies besser erklaeren als die deutsche Band “Wir sind Helden” mit ihre Song “gekommen um zu bleiben” :-)

Nach meinem ersten Blogposting zu Social Media in Austria, begann das Thema etwas zu polarisieren, da ich gerne Begriffe verwende, welche auf den Punkt bringen, wie ich Dinge sehe.

Hier ein Beispiel aus meinem Blogpost:

Ritchie Pettauer, von mir auch gerne der Godfather of Social Media genannt, …

Das Glanzstück seiner bisherigen Videointerview-Serie bildet die Interviewreihe mit Guy Kawasaki, dem zweiten Paten der Social Media Szene :-)

Motiviert durch diesen Absatz, bekam ich zugleich Feedback (ich liebe Feedback):

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Es geht darum, dass ich Guy Kawasaki als Paten der Social Media Szene beschrieben habe. Guy gibt selbst zu, dass auf seinem populärsten Kanal einer seiner Mitarbeiter twittert. Dies hat den einfachen Grund, dass es viel Content gibt, er aber einfach nicht genug Zeit hat, in diesem Ausmass zu twittern. Verständlich bei einer Person, die teilweise mehr im Flugzeug sitzt, als am Bürosessel.

GuyKawasaki5Guy führt aber auch einen anderen Twitter-Kanal, auf dem er wirklich selbst twittert.

Warum ist Guy Kawasaki jetzt ein Pate im Bereich Social Media? Einfach weil es viele Menschen gibt, welche auf seinen Rat hören und die durch seine Ratschläge selbst motiviert wurden, sich den Bereich Social Media anzusehen. Viele dieser Personen hätten wahrscheinlich etwas länger gebraucht um einer Stimme zuzuhören, welche über Social Media redet. Guy ist aufgrund seiner Vita angesehen, wird respektiert und ihm hört man zu, wenn er redet.

Die Rolle eines Leaders ist oft auch nur abgedeckt, wenn man in die richtige Richtung zeigt und führt. Ob man jetzt jemanden für sich twittern lässt mag Puristen ungelegen kommen, aber wenn es der Sache dient, dann geht das schon mal in Ordnung.

Aus Fehlern lernen will auch gelernt sein

Auch eine weitere Äußerung meinerseits bezüglich österreichischer Social Media Helden bekamen einige in den falschen Hals, wie ich zur Kenntniss genommen habe. Es geht hier um das Verständnis fuer Helden.

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Gemeint ist hier eine Blogplattform, welche 2005 von Knallgrau fuer das Kundenportal der Telekom Austria konzipiert und implementiert wurde.

Und wo man hobelt, da fallen auch mal Spähne, wie man so schön sagt und so kam es, dass die Telekom Austria Jahre danach den einen oder anderen Service einstellte. Unter anderem auch die besagte Blogplattform.

Sei es, weil der Service zu früh am Markt erschienen ist oder weil politische Entscheidungen hier ein Wörtchen mitgeredet haben. Das spielt keine Rolle und ich kenne diese Hintergründe auch nicht.

Was zählt ist einzig die Tatsache, dass Knallgrau und Telekom Austria zu diesem Zeitpunkt ein Projekt gestartet haben, welches damals im Telco Bereich einzigartig war.

Solche Projekte waren es, welche den Weg aufbereitet haben, damit aktuelle und internationale Kampagnen ueberhaupt entstehen können (irgendwer muss ja den ersten Schritt machen).

Biblisch formuliert könnte man sagen:

“Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.”

(Johannes 8,7)

Dieses Bibelzitat bezieht sich zwar auf Ehegeschichten … aber ist Social Media und die neue Macht des Kunden nicht auch eine Art Patchwork-Familie und damit ein neuer Stil einer Ehe? ;-)

superheldenWas sind Helden? Natürlich, Superman, Batman und wie sie alle heißen, konnten jeder etwas ganz außergewoehnliches und retteten damit die Welt im Stundentakt. Aber wir leben nun mal nicht in einer Welt mit übernatürlichen Superhelden (auch wenn dies einige Politiker von sich behaupten :-) )

Batman und Superman wurden mit den Superhelden-Fähigkeiten und/oder dem nötigen Kleingeld geboren.

Beides Eigenschaften, die Knallgrau am Anfang der Gruendung sicher nicht hatte.

Stellen Sie sich vor … es ist um 1997 … die Menschheit kennt Computer und Internet. Auch die Eltern beginnen langsam zu begreifen, dass das Computerkistl so falsch nicht sein kann, wenn es ja schon EDV-Unterricht gibt :-)

Und dann, Mitten im kleinen und feinen Österreich gehen 3 junge Maenner, beherzt von der Idee des Social Media Gedankens, her und gründen eine Firma, deren Inhalte New Media und Social Media sind. Begriffe, die damals bei einigen Kunden wahrscheinlich die selben Ängste hervorgerufen haben, wie wenn heute jemand über Scientology spricht.

Was passiert, wenn man Pionierarbeit leistet? Genau, man hat keine Best Practice Beispiele und schon gar keine Basis, auf der man aufbauen kann. Daher ist auch jeder Schritt, der für einen Kunden ein Projekt bedeutet, auch gleichzeitig eine Art continuous learning.

Und zwar die Art des Lernens, welche durch Fehler zur größtmöglichen Steigerung der Lernkurve führt.

Viele Fehler machen, diese aber früh machen

… ist in vielen (neuen) Bereichen meist die Einstellung, welche zukünftige Wissensträger von Eintagsfliegen unterscheidet.

Ein Blick über den großen Teich zeigt ganz klar, wer langfristig erfolgreich ist … Personen und Unternehmen, welche sich trauen und Fehler als Chance sehen.

Doch … es muss eben nicht immer über den großen Teich geblickt werden. Auch in unseren Breitengraden brodelt es :-)

Helden eben :-)

Stay tuned!

“Vorurteile höre ich nicht mehr” – Rassismus unleashed

September 19th, 2009 1 comment

Im Karrierenteil vom heutigen Kurier (19. September 2009) ist auf der letzten Seite ein Bericht über Olugbenga Oduala zu finden, der mich zu diesem Blogeintrag bewogen hat.

Olugbenga Oduala ist seines Zeichens Porr-Vorstand und damit der einzige Afrikaner, der es ins Top-Management der heimischen Industrie geschafft hat.

Er kam als Flüchtling nach Österreich, hat hier die Matura absolviert und danach gleich ein Studium an der TU Wien absolviert und es in nur 20 Jahren an die Spitze der Porr geschafft.

Für viele, die dies nicht wussten, eine unglaubliche Geschichte einer Ausnahmeerscheinung. Darauf angesprochen, sagt er selbst

“Ich bin keine Ausnahme. Viele Afrikaner sind mindestens so gescheit wie ich”.

Eine Aussage von Oduala, welche mich zum Nachdenken gebracht hat, ist seine Reaktion auf das Thema Vorurteile, welche aus Rassismus entstehen: “Im oberen Management gibt es auch Rassismus. Der ist aber feiner. Da geht es um den Tonfall.”

Olugbenga_Oduala_PORR

Oduala inspiriert mich, weil er dieses Thema nicht runterspielt, sondern sehr wohl sagt, dass es ihm genauso ergeht wie vielen anderen Ausländern.

Eine Sache, die ich leider seit Jahren immer wieder höre, ist

“ach Ali, du bist doch gar kein Ausländer mehr. Du sprichst perfekt Deutsch, bist integriert und hast ja auch die Staatsbürgerschaft”.

Dies höre ich zumeist, wenn ich Hetze gegen Ausländer anprangere und dies schon im kleinsten Kreis, sei es beruflicher oder privater Natur, empfinde.

Darauf erwidere ich dann zumeist

“ob das auch 5 Neo-Nazis in mir sehen, wenn wir uns Nachts begegnen?”.

Etwas provokant formuliert, aber leider Tatsache. Für meinen Bekanntenkreis (privat und beruflich) gibt es dieses Ausländerhetz-Problem nicht mehr, da ich es  in ihren Augen “geschafft habe”, es vom Flüchtlingskind aus Traiskirchen zum Akademiker mit einem Spitzenjob in einem internationalen Unternehmen zu bringen.

Wenn aber ein Olugbenga Oduala, der es in den Augen vieler, ganz an die Spitze geschafft hat, von seiner Position aus erzählt, dass ihm dies auch immer wieder begegnet, dann kann ich nur sagen, dass es niemals aufhören wird, solange Hetze und Mobbing ein Teil unserer Gesellschaft sind.

Jede Aussage a la

“ich hab ja nichts gegen Ausländer, aber [... bitte hier irgendein Vorurteil einfügen ...]“

trägt dazu bei, dass das Thema Rassismus einen Nährboden bekommt. Einen Nährboden, der gefährlich ist, weil er schleichend zum Selbstverständlichen führt. Nähmlich der Toleranz von ausländerfeindlichen Äußerungen.

Es ist im Grunde egal, ob man in einem Dorf in einer kleinen Kneipe arbeitet, oder bei einem internationalen Konzern. Vorurteile existieren überall wo es Menschen gibt, weil Vorurteile einfach menschlich sind. Auch wenn man es von außen her “schon längst geschafft hat, sich zu integrieren und zu etablieren”.

rassismus

Rassismus und “Anders-sein” geht Hand in Hand mit der teilweise vorhandenen Angst vor Diversity. Sei dies jetzt auf Homosexualität oder der Unterscheidung Mann/Frau bezogen. Mit Menschen auszukommen, die anders sind, macht vielen Angst und zeigt sich dann in Äußerungen und Aktionen, welche diese “anderen” Menschen verletzen und ausgrenzen.

Anstatt in diesem Unterschied eine Chance des Wachsens und der Lernens zu empfinden, wird nur allzu oft eine Wand der Ignoranz aufgezogen.

logo_diversitysearchDas Personalberatungsunternehmen Secretary Search mit Sitz in Wien, nimmt sich dieses Themas bewusst an und hat daher die Plattform Diversity Search ins Leben gerufen, welches das Thema “Diversity in Unternehmen” zurecht als Chance und Möglichkeit sieht. In Kürze wird es hier eine Umfrage mit dem Inhalt “Der Stellenwert von Diversity Management in österreichischen Unternehmen” geben, auf dessen Ergebnisse ich schon sehr gespannt bin.

Mal sehen, ob diese Ergebnisse vieles von dem wiederspiegeln, was nur allzuoft unter den Tisch gekehrt wird.

Schönes Wochenende :-)

einfach mal um die Welt

May 1st, 2009 No comments

Normalerweise ist es nicht meine Art, hier auf diesem Blog, wie wild Videos von anderen Personen zu posten. Aber es gibt 2 Videos, welche ich nur jedem empfehlen kann.

Einfach als Denkanstoss, dass unsere Welt doch groesser ist, als wir denken und vor allem, dass es ueberall um Menschen geht.

Danke!