“Vielen Dank” – oder wie ich lernte, wieder Taten zu schätzen
“Ich danke euch – ihr seid die Besten!”
Ich muss zugeben, dass ich mich heute sehr über das berauschende Feedback eines Kunden gefreut habe. Ich bin bei diesem Kunden haupt-verantwortlicher Projektleiter und daher auch derjenige, der diese Art von Feedback (aber auch die negative) am Schnellsten mitbekommt.
Und natürlich habe ich mich sehr darüber gefreut und es vielen Leuten erzählt – schließlich gibt es keinen besseren Lohn für die eigene Arbeit.
Und obwohl ich diesen langjährigen Kunden erst seit Kurzem betreue, war ich es, der das direkte Feedback erhielt. Tolle Sache, oder?
STOP – “Erfolg ist der schlimmste Lehrmeister” sagt man ja. Wissen Sie was? Bei manchen Sachen ist dies wirklich richtig.
Das Lob, welches ich heute erhalten habe, galt nicht mir. Es galt auch unter Anderem mir, aber in erster Linie galt es der gesamten Teamarbeit. Es galt jeder einzelnen Person, welche mitgeholfen hat, dem Kunden einen erstklassigen und nachhaltigen Service zu bieten. All dies verbunden mit weitsichtiger Beratung und Betreuung – in guten wie in schlechten Zeiten
Wenn ich etwas im Projektmanagement und in der Beratung gelernt habe, dann ist dies, dankbar zu sein. Nicht weil wir gute Menschen sind, sondern weil unsere Erfolge und Misserfolge direkt mit unserem Umfeld in Verbindung stehen. Jeder einzelne Kollege, Partner, Mitarbeiter, etc. ist ein Teil des Ganzen.
Die größte Gefahr ist, zu vergessen, wie viele Hände beim Erfolg mithelfen. Auch wenn Sie als Manager den Kopf hinhalten müssen, wenn etwas schief geht und Sie dies oft an Ihre Mitarbeiter weitergeben – egal ob gerechtfertigt oder nicht … denken Sie bei positivem Feedback immer daran, wer Ihnen hierbei geholfen hat. Oder besser … denken Sie daran, welche Personen aller das Zahnrad der Dienstleistung zusammengebaut haben und es am Leben halten.
