digitale Identität, Humanpotential, Marketing & sozialer Verantwortung
Anmerkung: Herr Novak ist mein Nachbar und wohnt am selben Stockwerk wie ich. Könnte aber sehr gut auch Ihr eigener Nachbar oder Ihre Nachbarin sein.
Kennen Sie sich aus?
Fantastisch, dann los …
Bing is a search engine that finds and organizes the answers you need so you can make faster, more informed decisions.
Also, um es richtig zu verstehen.
Mir wird versprochen (laut Wikipedia):
Microsoft nennt seine Suchmaschine selbst eine „Entscheidungsmaschine“[1] und betont, Bing solle „dem User nicht nur schneller gewünschte Informationen liefern, sondern auch bei täglichen Entscheidungsfindungen rund um Themen wie Einkaufen oder Reiseplanung helfen.“[2]
Also bei aller Liebe meine Freunde aus Redmond, aber nach langer bing!-Testphase kann ich sagen …
“wozu habe ich
Gut, über den letzten Punkt kann man streiten
Ich selbst habe im Laufe der letzten 6 Monate recht viele “Entscheidungen” rund um das Einkaufen oder der Reiseplanung mit Facebook & Twitter gelöst (Kino, Rabatte, etc.).
Und das beste daran? Ich kann sicher gehen, dass
Dies sind jetzt nur mal einige Beispiele, wie mir die beiden Geschwister Twitter & Facebook, welche in gegenseitiger Hassliebe leben, bei alltäglichen Dingen helfen.
bing! ist im großen Ozean von Google und Konsorten ein sehr guter Anbieter, der aber vergisst, dass ich bei alltäglichen Dingen lieber die Leute “ums Eck” frage, anstatt einer Suchmaschine mit Index die Möglichkeit zu geben, mich bei einer Entscheidung zu unterstützen.
Mit Leuten “ums Eck” sind natürlich auch meine Freunde und Bekannte gemeint, zu welchen ich auf digitale Art und Weise Kontakt pflege.
Hier ist das Medium Internet nur ein Vermittler, aber die Antwort generieren mir die User, meine Friends – und das in Echtzeit.
Ich sage nicht, dass bing! keine Suchmaschine zur Entscheidungsfindung ist – das ist das österreichische Telefonbuch teilweise auch, aber was mich so wurmt ist die Darstellung als DIE Entscheidungssuchmaschine.
bing! hat noch nicht das Potenzial sich als die “Entscheidungssuchmaschine für alltägliche Dinge” zu rühmen. Betonung liegt auf “alltäglich”!!
Mit einem USP protzen, der bei alltäglichen Dingen dem Vergleich mit meinem Nachbarn nicht stand hält, ist zwar witzig & auch wieder witzlos – und zwar dann, wenn sich Mann und Frau wirklich darauf verlassen.
Liebe Leser,
dieser Blogeintrag basiert auf den Vorkommnissen der vergangenen Tage und hat mein Gemüt sehr erregt. Es ist ein Eintrag, bei dem ich mir nicht ganz sicher bin, wie objektiv ich das Thema sehe. Dennoch ist es mir ein Bedürfnis, dies zu kommentieren.
Ali Mahlodji
Ehre bedeutet in etwa Achtungswürdigkeit (einer Person), sie kann jemandem als Mitglied eines Kollektivs zuerkannt werden (Ehre des Weibes, des Edelmannes, des Handwerkers u. a. m.), sie kann aber auch (etwa durch die Nobilitierung oder eineOrdensverleihung) vom dazu Berechtigten zugesprochen werden (The Queen is the fountain of honour).
Gegenüber jemandem, dem man sich an Ehre sehr unterlegen fühlt, gibt man sich ehrerbietig. Jemanden ehren bedeutet, ihm eine neue Ehre zuzuerkennen.
Das Gegenteil der Ehre ist die Schande. In der westlichen Welt ist hiermit oft der Verlust der Ehre oder in milderer Form eine persönliche Blamage gemeint.
Manchmal denke ich auch, Menschen haben vergessen, warum wir respektieren oder respektiert werden. Für meine Generation ist es vielleicht selbstverständlich von Leistung und Taten als Grundlage des Respekts zu sprechen. Zumindest ist es eine sinnvolle Art und Weise, in den Genuss von Ehre und Respekt zu kommen und sich diesen zu verdienen.
Wir waren schon am Mond, wir können in ferne Planetensysteme blicken, wir haben die besten Technologien, wir können uns die Kraft der Sonne zunutze machen … und dennoch wird in unserer Zeit ein 16-jähriges Mädchen von der eigenen Familie ermordet, weil es angeblich Schande über diese gebracht hat. In den Augen vieler ein gerechtfertigter Tod im Namen der Ehre.
Ehrenmord in der Türkei
Lebendig begraben
Grab für eine Ungehorsame: Weil sie Kontakt zu Männern hatte, ist ein 16-jähriges Mädchen in Anatolien von der eigenen Familie offenbar grausam bestraft worden.
Eine 16-Jährige ist im Südosten der Türkei Medienberichten zufolge von der eigenen Familie lebendig begraben worden. So sollte die vermeintlich beschmutzte Ehre des Mädchens wiederhergestellt werden. Die Ermordete sei von ihren Angehörigen verdächtigt worden, Kontakt zu Männer zu pflegen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag unter Verweis auf den Autopsiebericht. Ihr Vater und Großvater seien festgenommen worden, hüllten sich aber in Schweigen.
Die Tote sei in sitzender Position in einem zwei Meter tiefen Grab gefunden worden, zitierte Anadolu einen Pathologen der Stadt Malatya im mehrheitlich von Kurden bewohnten Südost-Anatolien. Die Autopsie habe ergeben, dass in Lunge und Magen der jungen Frau Erde gewesen sei, “was bedeutet, dass sie lebend begraben wurde”. “Das Mädchen hatte die Hände gefesselt und war bei Bewusstsein, als das Verbrechen begangen wurde”, sagte der Rechtsmediziner demnach weiter.
Die Leiche der jungen Frau war bereits im Dezember im Garten der Familie in der Stadt Kahta gefunden worden. Mehr als einen Monat zuvor war der Teenager als vermisst gemeldet worden.
In den vergangenen Jahren hat es verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen so genannte Ehrenmorde in der Türkei gegeben. Doch gerade in kurdischen Gebieten sind Verbrechen im Namen der Ehre immer noch häufig und werden von vielen Menschen akzeptiert. Unter dem Druck der EU wurden die Strafen für “Ehrenmorde” verschärft, inzwischen droht bei einer Verurteilung lebenslange Haft.
Auch wenn die Familie angeklagt wurde und es zu einer Verurteilung kommen wird. Ihre eigene Tochter war erst 16 Jahre alt und hatte das ganze Leben noch vor sich.
Dieses junge Mädchen auf grausamste Art und Weise zu ermorden, um damit die Ehre der Familie wiederherzustellen, wirft mir die Frage auf, wie weit unsere Gesellschaft eigentlich wirklich gewachsen ist.
Dieser Mord wurde ausgeführt, um in den Augen der anderen Menschen (Nachbarn, Freunde, etc.) wieder richtig dazustehen – um wieder ehrbar zu sein.
Tausche Mord für die Ehre einer Familie …
darf nicht allen Ernstes auf dieser Welt gelten.
Wie dumm sind Menschen, welche denken, die eigene Tochter könnte den Respekt der ganzen Familie beschmutzen? Dies ist kein Einzelfall, sondern in vielen Regionen dieser Welt immer noch ein akzeptiertes Mittel, damit die Außenansicht gegenüber anderen Menschen gewahrt bleibt.
Wir brauchen aber nicht mal so weit weg zu blicken, auch bei uns vor Ort geht es oft rauf und runter, weil irgendwer sich von irgendwem in “seiner Ehre” beleidigt fühlt.
Auch eine Wirtshausschlägerei, welche auf Ehrenbeleidigung fußt, darf in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert werden.
Der Spruch “bei meiner Ehr’” sollte dort bleiben, wo er hingehört – in eine Fernsehwerbung.
Ich bin dafür, eine Gesellschaft zu forcieren, in der Respekt und Ehre wirklich nur durch Taten und Wirken erworben werden können.
Und nicht, weil es nun mal so ist, dass der Ältere automatisch der Ehrwürdigste ist und alle Jugendlichen daher kuschen müssen.
Hitler wäre, falls er leben würde, mittlerweile um einiges älter als ich – ist dies ein Grund, ihm Ehre und Respekt entgegenzubringen? Wohl kaum.
Mein jüngerer Bruder muss in den Augen vieler Menschen seinem älteren Bruder, also mir, automatisch mehr Respekt entgegenbringen. Verlange ich das? Nein! Natürlich will ich von jüngeren respektiert werden, aber nicht, weil es so sein MUSS, sondern weil es auf Freiwilligkeit beruhen sollte und weil ich es mir verdienen möchte.
Ihr Schläger, Mörder und Zivilversager … denkt das nächste Mal daran, was ihr im Namen von Ehre und Respekt tut.
Dies gilt übrigens auch für alle, welche irgendwelche Wahnsinnstaten im Namen Gottes, Allah’s, Jehova, etc. ausüben.
Denkt als Menschen und handelt auch so – ohne verwässerte Sonnenbrille, welche euch von außen aufgesetzt wurde.
Wir werden geboren und wir sterben.
Fakten, welche unumstößlich sind und jeden von uns von der Sekunde 0 bis zu unserem Ableben begleiten.
Microsoft hat im Zuge der XBOX Campaign ein Filmchen online gestellt, welches in vielen Ländern für Unmut gesorgt hat und trotzdem den Kern der Sache trifft:
Das Video ist radikal und es ist in erster Linie Werbung.
Aber radikal ist das neue “wichtig”.
Wer von uns vergisst nicht unter Tags einfach Spaß zu haben? Ich meine damit nicht nur am Abend mit Freunden, sondern auch während der Arbeit, des Studiums, der Schule, etc.
Der Tod kommt irgendwann und wehren kann sich niemand (hoch leben die, welche wieder geboren werden
).
Und wir können uns auch nicht darauf einstellen, wann es passiert – Krankheiten, etc. ausgenommen.
Und jetzt kommt DAS RICHTIG COOLE:
wir können JEDERZEIT SELBST BESTIMMEN, WAS wir denn mit unserer Zeit anstellen möchten.
Es ist klar, wir müssen Geld verdienen, um ein halbwegs angenehmes Leben zu führen. Aber warum sich die Arbeit nicht selbst aussuchen und etwas machen, was man gern macht (und nichts, was nur aufgrund der Ausbildung logisch wäre).
Zur Schule müssen wir auch gehen, da führt kein Weg daran vorbei – aber hey, auch das hat ein absehbares Ende.
Für Eltern, deren Kinder in ein Alter kommen, ab dem Bildung und die ersten Treppen der Selbstständigkeit zählen, empfehle ich eine erweiterte Denkweise. Hierzu gibt es spitzen Anregungen von Franz Kühmayer, internationaler Berater und Vordenker zu den Themen “Zukunft der Bildung” und “Zukunft der Arbeit”.
Studieren? Langweilig? Tja, ich kenne niemanden, dem eine Waffe angehalten wurde, damit diese Person inskribiert.
Wir alle stehen das eine oder andere Mal in elendslangen Menschenschlangen, weil wir irgendeinen Stempel, eine Unterschrift oder sonst was benötigen. Könnten wir dies umgehen und ändern, würden wir es tun – aber es gibt eben diese “Amtswege”, welche unumgänglich sind. Warum also nicht einfach die Zeit in der Schlange als “Auszeit vom Alltag” nutzen? Ändern können wir es ja eh nicht – also besser Musik hören oder ein Buch lesen.

Wenn jetzt auch keine gröbere Krankheit vorherrscht, wir ein eigenes Stimmrecht und KOSTENLOSES trinkbares Wasser haben – was soll uns dann bitte aufhalten, UNSER eigenes Leben zu genießen.
Wer diesen Gedankensprung bereits bewältigt hat, wird mich verstehen, wenn ich sage, dass alles im Leben einen Sinn hat und wenn wir uns für UNSEREN Weg entscheiden, auch unsere Umwelt mitspielt. Nicht immer gleich am Anfang, aber es passiert.
Daher,
SEI DU SELBST, sonst rennst du etwas hinterher, dass dich niemals befriedigen wird und dein Potential niemals ausschöpft.
So, genug guter Ratschläge … ich geh mir jetzt mal den neuen Wiener kaufen, damit ich weiß wie ich im Sommer in den Augen anderer hip rüberkomme
was nicht auch schon im Buch “Hassprediger für Dummies – Auffallen um jeden Preis” steht

Schöne Woche noch
dieses Posting bezieht sich auf eine Aussage von Alfons Haider, welche er am 14.01.2010 in der Sendung Willkommen Österreich von sich gegeben hat.
Er sagte, ihm sei es lieber auf seine Optik reduziert zu werden, als auf seine Sexualität (Anmerkung: Alfons Haider ist homosexuell). Nach seinem Outing habe er ein Jahr alle Jobs verloren und sei vom ORF “hinausgeschmissen” worden. Auf Stermanns Frage nach dem Warum antwortete Haider:
“Weil wir in einem verlogenen, verschissenen Land leben”.
Das sei zwar bereits zwölf Jahre her, aber
“es ist heute so: Wir leben heute in einem Land, wo wie in keinem anderen mitteleuropäischen Land – katholisch – so viele Frauen und Kinder verprügelt werden und diese Gfraster schauen alle zu”, so Haider. “Wir leben in einem Land, wo Flüchtlinge wie Tiere behandelt werden und wieder ausgesiedelt werden. Das ist alles dieses coole, wunderbare Österreich. Aber ich liebe es trotzdem – aber nicht das”,
sagte der Moderator.
An diesem Punkt möchte ich anknöpfen.
Sehr geehrter Herr Haider,
meine Name ist Ali Mahlodji und ich bin für in den Augen vieler Österreicher ein “richtiger Tschusch“.
Ich bin aber auch Perser, Österreicher und Wiener aus Überzeugung, Steuerzahler und im Grunde ein weltoffener Europäer mit Brückenschlagqualitäten zwischen Ost und West.
Ich verstehe Ihre Aussage, welche Sie in der Sendung “Willkommen Österreich” von sich gegeben haben, bzw. Ihre Motivation dahinter.
Auch ich sehe, dass dieses Land in vielen Punkten nicht immer eine Vorbildwirkung hat und es hier sehr viele offene Baustellen gibt:
Da hat man gesehen, dass er ohne seine Spickzettel und seine Karterln nicht wirklich was am Kasten hat – außer er hat vorher schon 3 Spritzer intus. Ich selbst bin seit knapp 26 Jahren in Österreich, habe die Staatsbürgerschaft und bin seit meinem 18. Lebensjahr berufstätig, zahle Steuern und kann Wienerisch reden als hätte ich Edmund Sackbauers DNA.
Dennoch weiß ich ganz genau, dass diese Argumente nichts zählen, wenn ich einer Gruppe von Rechtsradikalen begegne.
Ist dies aber ein Grund, das Land an sich zu werten? Ist es nicht eher so, dass Negatives sehr gerne breit getreten wird und nur der Kurzsichtige diese auf ein Kollektiv bezieht?
Ich kann mich gut in Sie hineinversetzen, da ich in meiner Zeit in Österreich sehr oft Opfer und Zeuge von unfairer Vorkommnissen geworden bin. Und das Schlimmste war, als jeder nur weg sah und darauf hoffte, dass “irgendwer” es schon richten wird.
Ich habe eine Flucht über die Grenzen der Türkei miterlebt, das Flüchtlingsheim Traiskirchen durchlebt, wurde mit meiner Familie bis zu meinem 11. Lebensjahr in insgesamt 13 unterschiedlichen Wohnungen untergebracht und habe zusehen müssen, wie meine Eltern, welche im Iran Akademiker und Führungskräfte waren, in Wien als Analphabeten behandelt wurden.
Und wenn einige “Freunde” zu mir sagen: “du bist ja eh kein Ausländer Ali, du sprichst deutsch und hast dich super integriert” dreht sich mir alles um. Ich erwidere dann zumeist, ob ihnen denn bekannt ist, dass ich Ali heiße, südländisch aussehe und bei FPÖ Kundgebungen schon mal als braune Sau beschimpft wurde. Alles Dinge, welche im Widerspruch zu einem echten Österreicher stehen.
Dennoch habe ich mit meinem 12. Lebensjahr aufgehört das Land Österreich für irgendeines dieser Dinge verantwortlich zu machen.
Grob gesagt,
solange es auch nur einen Österreicher gibt, der weltoffen und weitsichtig agiert, Missstände aufdeckt, diese anklagt und hilft, solange hat Österreich nichts mit einem beschissenen Land zu tun – nicht annähernd.
Was Sie in Willkommen Österreich bezüglich der Vorkommnisse in diesem Land gesagt haben, stimmt vollkommen. Was aber die Bezeichnung und Kategorisierung als “beschissenes Land” betrifft, muss ich einhaken und darauf bestehen, dass Sie diese Aussage bitte richtig stellen.
Österreich ist kein “beschissenes” Land. Es gibt immer Menschen, welche falsche und unaussprechlich schlimme Dinge tun. Meist sitzen diese sogar in verantwortungsvollen Positionen und ihr Wirken verletzt viele Menschen und verbaut ihnen die Zukunft.
Aber Österreich ist gleich einer tollen Verkehrskreuzung und keiner Einbahnstraße. Eine Verkehrskreuzung, auf welcher jeder selbst entscheiden kann, in welche Richtung es gehen soll. Und zwar ganz ohne gedrängt zu werden (Einfluss der Eltern ausgenommen).
Mir wurde in der Unterstufe von sogenannten “Schulberatern” und “Pädagogen” geraten, doch eine Lehre oder einen Job auf einer Baustelle einzuschlagen. Dies wurde mit meiner “Herkunft” als Flüchtling begründet. Ich hörte immer, ich sei aufgrund meiner Vergangenheit (ich war bitte grad mal 12 Jahre alt) nicht für eine höhere Ausbildung bereit.
Es wäre für mich zu leicht gewesen, alles auf das “beschissene Österreich” zu schieben und innerlich aufzugeben, weil “man ja eh nichts ändern kann”.
Ich hatte aber den Weitblick, mich für das “andere” Österreich zu entscheiden.
- ein Österreich der Chancen, der Optionen, des Wachstums und der Freiheit.
- ein Österreich, in dem Bildung nicht nur den Privilegierten zusteht.
- ein Land, in welchem Studenten mit friedlichen Protesten einen Minister dazu bewegen können, Millionen aus der Notkassa für ihre Anliegen, auszugeben.
- ein Land, in welchem einer der besten Stürmer Ivica Vastic hieß und im AT-Dress “sein” Land vertreten hat.
- ein Land, welches Integrationsklassen eingerichtet hat (die Qualität dieser Projekte ist ein anderes Thema)
- ein Land, in dem jeder entscheiden kann, wohin es gehen soll.
- ein Österreich mit der Lebensqualität eines 5-Sterne Hotels.
- ein Österreich mit frischen und kostenlosen Trinkwasser.
- ein Österreich mit Rechtssicherheit.
- ein Land, in dem eine Familie bei Jobverlust des Einkommensträger eine Zeit lang vom Staat unterstützt wird.
- ein Land, in welchem man dem Unmut im Fernsehen Luft machen kann ohne Konsequenzen zu befürchten.
- ein Land, in dem jede Stimme zählt.
Falls Sie jemals in Kuba oder dem Iran waren, werden Sie wissen, dass diese Menschen uns beneiden. Nicht vorwiegend wegen dem Geld oder unserem Lebensstil. Sondern wegen unserer Freiheit und der Möglichkeit, zu tun, was WIR wollen (solange es gesetzlich erlaubt ist).
In diesen Ländern passieren solche Dinge, welche Sie in “Willkommen Österreich” erwähnt haben, genauso. Nur kommt dort hinzu, dass die Stimme des Volkes nichts zählt und Menschen unter dem Vorwand der Sicherheit, bzw. der Religion wie Schafe geführt werden. Es gibt eine Richtung und entweder ist man dabei oder gleich ein “Extremist”, “ein Regierungsgegner”, “ein Terrorist” und was sonst noch als “Gegner” gilt.
Österreich ist das Land, in welchem ich die Möglichkeit hatte, als Schulabbrecher (ein halbes Jahr vor der Matura hat es mir dann gereicht) zwei Ausbildungen, davon eine akademische, zu absolvieren und gleichzeitig am Arbeitsmarkt aktiv zu werden.
Es ist das Land, welches mir “Tschuschen”, der mit dem Stempel “mach lieber einen Job am Bau” geprägt war, die Möglichkeit gab, mit nur 27 Jahren als internationaler Berater tätig zu sein.
Ich habe in all diesen Jahren sehr oft Widerstand und Skepsis gegen meine Person erlebt, aber ich habe mich immer wieder entschieden, MEIN Österreich zu nutzen und es zu bereichern. Denn nur mit diesem Denken öffnet sich das positive und das lebenswerte … eben auch in Österreich.
Österreich hat es nicht verdient, mit dem Wort “beschissen” in Verbindung gebracht zu werden. Auch wenn so manches “beschissene” in unseren Breitengraden passiert.
Beschimpfen Sie nicht ein ganzes Land und das damit verbundene Volk. Niemand hat es verdient mit schwarzen Schafen in einen Topf geworfen zu werden.
Ich wünsche Ihnen ein schönes 2010 und freue mich über einen Gedankenaustausch. Am Besten in einem richtigen Wiener Beisl
Besten Gruss,
Ali Mahlodji
PS: es vergeht auch heute teilweise kein Monat, in dem ich nicht darauf hingewiesen werde, “hier nicht dazuzugehören” – aber ich nehme mir nicht die Zeit, mich auf diese Wertung einzulassen
Guy Kawasaki war bekanntlich vor Kurzem in Wien und hatte den knapp 500 Personen, die das Glück hatten, einen der begehrten Zuseherplätze zu bekommen, etwas mitgebracht.
Mitten in seiner Keynote zog er eine Packung Starbucks VIA Italian Roast raus und begann beinhart für das Teil Werbung zu machen. Klar, wenn Starbucks meinen Blog sponsoren würde, hätte ich auch keine Skrupel mitten in einem Vortrag Werbung zu machen
Instant Coffee kennt jeder und jeder liebt/hasst es auf eine eigene Art und Weise.
Derzeit gibt es Starbucks VIA in den Sorten Italian Roast und Colombia und zwar nur in Seattle, Chicago und London.
Also waren wir Wiener mit unserer langjährigen Kaffeetradition ganz überglücklich, als wir das Instant Pulver bekamen
Guy versprach, dass Starbucks VIA ganz anders sein würde, weshalb ich hier über meinen Feldversuch berichte.
Angeblich der erste Instant Coffee der keinen Unterschied zu geröstetem Kaffee macht.

Ich habe, um das ganze fair zu gestalten, 2 nicht-vorbelastete Personen gebeten, über die Qualität des Kaffees abzustimmen:
Fazit war, dass der echte Coffee nicht zu schlagen war, VIA aber sehr wohl ein ernstzunehmendes Produkt ist. Das Aroma war Hammer, der Geschmack auch – aber eben noch nicht ganz wie der echte geroestete Cafe.
Nicht schlecht für einen Instant Coffee und wirklich besser als alle anderen Instant Coffees, welche mir sonst unterkommen. Aber das ist auch nicht wirklich schwer.
Thx Guy .-)
Falls jemand in nächster Zeit in London, Seattle oder Chicago sein sollte … bitte je eine Packung mitnehmen.
Thx a lot!