digitale Identität, Humanpotential, Marketing & sozialer Verantwortung
Ich hatte vor knapp 2 Wochen die Chance, ein KTM E-Bike von Raiffeisen Leasing zu testen. Dem zuvorgegangen war die 1. internationale E-Mobility Leistungsschau auf dem Großglockner. Wie der Event selbst abgelaufen ist, gibt es unter Anderem bei Niko Alm, Luca Hammer und Klaus Heller nachzulesen.
Bevor ich über meine Erfahrungen mit der Höllenstuhl erzähle, muss ich noch zuerst auf den Artikel von The Gap (Strom unterm Sattel) verweisen. Stefan Niederwieser vom The Gap hat das selbe E-Bike für einige Tage getestet und seine Eindrücke hier festgehalten.
Bilder sagen mehr als 1000 Worte und ja, ich war zwar müde – aber auch überglücklich als ich das E-Bike entgegen nahm.
Der erste Weg führte mich vom 2. Bezirk entlang des Wiener Rings in den 4. Bezirk. Der Wiener Ring bietet ja den Luxus von durchgängigen Radwegen. Diese zu nutzen ist die eine Seite der Spaßmedaille. Die andere Seite ist die Power des E-Bikes.
Den ersten Tag mit dem E-Bike kann man getrost als “aha, das ist also die Menschmaschine”-Tag bezeichnen. Ein E-Bike ist nur dann als E-Bike zu spüren, wenn die Elektronik per Knopfdruck eingeschalten wird. Dann hat man die Wahl zwischen 4 Unterstützungsgängen.
Gang 1 ist die lockere Unterstützung, wenn man mal gemütlich durch die Gegend radeln möchte. Gang 4 hingegen fühlt sich an wie ein Kickstarter – wer ein Auto hat, kennt das Gefühl von dem Augenblick, an dem man mit durchdrehenden Reifen an der Kreuzung weg düst. So ähnlich war das auch mit dem E-Bike bei der ersten Kreuzung – nie hätte ich gedacht, dass ich einem Kickstart gegen andere Fahrradfahrer entgegenfiebere, nun ja … jetzt tue ich es mit einem Grinsen im Gesicht.
Bei Gang 4 war es übrigens recht einfach, ohne besondere Anstrengung auf ca. 30 km/h zu kommen. Wenn dann noch die Sonne scheint, ist diese schweißfreie Art des “durch-die-Gegend-fetzen” eigentlich recht cool.
Was auch auffiel war der, teilweise, neidvolle aber auch ungläubige Blick anderer Radfahrer, mit denen man manchmal ja doch die eine oder ander Minute bei einer roten Ampel verbringt. Den Neid kann ich nachvollziehen – wer einmal mit einem E-Bike gefahren ist und die Elektronik bewusst ins Spiel gebracht hat, kennt das Grinsen, welches sich automatisch einstellt.

Zum Glück kam ich nicht die Verlegenheit, ohne Saft (=Strom aus der Steckdose) unterwegs zu sein. Was meinem Kollegen Stefan Niederwieser passierte, kannte ich zum Glück nur aus seinem Testbericht des E-Bike. Vorsorglich wurde das E-Bike am morgen des zweiten Tages aufgeladen. Eine normale Steckdose reicht hier übrigens vollkommen aus und das mitgelieferte Netzteil ist zwar größer als das von meinem iPhone, jedoch leicht genug, damit es in jedem Rucksack neben Laptop, Unterlagen, etc. Platz hat.
Zugegeben, das Netzteil sieht groß und schwer aus – ist es aber nicht.
Mit dem E-Bike ins Büro zu fahren hat schon einen gewissen Reiz. Nicht, dass es mit einem nicht-elektrischen Fahrrad keinen Reiz hätte, aber beim E-Bike kann ich getrost auch “schneller” unterwegs sein, ohne befürchten zu müssen, verschwitzt im Meeting aufzutauchen.
Das Selbe gilt eben auch für das Heimradeln am Abend – ohne Schweiß fährt es sich besser und auch das Hemd sitzt angenehmer.
Aus Angst vor Diebstahl habe ich das E-Bike bei mir in der Wohnung gebunkert. Zum Einen weil es eine Leihgabe war, auf der anderen Seite aber vielleicht auch, weil ein E-Bike in der Anschaffung zwischen 2000 und 3000 Euro kostet. Nicht die Welt, aber recht stolz für ein Fahrrad, dass das E-Bike ja ohne der (abnehmbaren) Batterie auch ist.

Schwarzenegger hat uns gezeigt, wie die Zukunft der Mensch-Maschinen Verschmelzung aussehen wird. War recht gruselig das Ganze, hatte aber doch seinen Charme.
Ich für meinen Teil glaube mittlerweile, dass ich mit dem E-Bike einen Blick in die Zukunft werfen konnte.
Das E-Bike fängt dort an, wo der Mensch Unterstützung braucht oder will, aber eben immer nur in einer untergeordneten Rolle. Das E-Bike hat nichts von einem Moped oder ähnlichen Genossen. Es ist keine Motorrad, dass “halt mal so wie ein Fahrrad” aussieht.
Das E-Bike ist ein Fahrrad, wie wir es alle kennen – aber mit dem Zusatz, dass es, abhängig von der eingestellten Unterstützungsstufe, immer nur begleitend unterstützt.
Zugegeben, bei Stufe 4 geht das Ding nach dem ersten Reintreten ins Pedal ordentlich ab und für einen kurzen Augenblick hat es auch nichts mehr mit dem Urgedanken eines Fahrrades zu tun.
Aber die Realität holt einen schnell wieder ein, da das Rad, wenn man es einfach Rollen lässt, wieder auf die Kraft des Lenkers angewiesen ist, der aber dann durch wenige Tritte das Ganze wieder ins Rollen bringen kann.
Wer ein iPhone der älteren Generationen sein Eigen nennt, kennt das Problem des mangelnden Stromes.
Längst ist der iPhone Nutzer zum Synonym des Stromsuchenden Nerds geworden, der die Kaffehäuser dieser Welt aufsucht, um diese dann zufrieden mit einem vollen iPhone Akku zu verlassen. Nur um das ganze Spiel dann 5 Stunden später zu wiederholen.
Was hat dies nun mit dem E-Bike zu tun? Zum Einen mal, dass der Akku länger hält als die des iPhone und zum Anderen die Tatsache, dass ich in Wien das E-Bike jederzeit aufladen konnte. Natürlich Abends oder Vormittags bei mir Zuhause oder im Büro, aber auch bei E-Tankstellen, wie z.B. hier bei der TU Wien.
Erst wenn man mit einem E-Fahrzeug unterwegs ist, merkt man, wie gering die Abhängigkeit von der Infrastruktur ist, da man ja fast überall eine Steckdose zur Hand hat.
Interessant ist auch, dass der REWE Konzern derzeit eine Initiative gestartet hat, mit der man in die selbe Kerbe schlägt. Der Plan ist, dass viele Märkte der REWE AG (Merkur, Billa, BIPA, etc.) mit E-Tankstellen ausgestattet werden sollen – eine Sache, die man nur begrüßen kann, da hierdurch auch die Akzeptanz in der Bevölkerung gesteigert wird.

Der letzte Abend mit dem E-Bike endet für mich schon fast melancholisch. Längst hab ich meinen grünen Ferrari ins Herz geschlossen und bringe es auch diesen Abend wieder in meine Wohnung, diesmal weniger wegen Dieben, sondern aus Zuneigung
Und zwar den Beat der öffentlichen Verkehrsbetriebe. Zugegeben, eine Fahrt mit der U4, gefolgt von einem Wechsel zur U6 kann was erfrischendes haben. Zumeist geht es jedoch auf die Geruchsnerven und lässt nach einem eigenen fahrbaren Untersatz verlangen. Womit wir wieder beim E-Bike wären, welches ich zufällig auch heute wieder zurückgeben musste.
Als ich das E-Bike zurückbrachte, ließ ich es mir auch nicht nehmen, mir den E-Mobility Furhpark von Raiffeisen Leasing zu zeigen. Neben einigen Modellen des Think E-Cars, einigen Segways, dutzenden E-Bikes, gab es auch eine Sammlung von E-Mopeds, welche richtig lässig waren.
Kleiner Tip zum Schluss: wer beim Wiener Headquater von Raiffeisen Leasing vorbeikommt (2. Wiener Gemeindebezirk) soll sich nicht vom Fuhrpark im Erdgeschoss beeindrucken lassen, obwohl auch dieser recht ansehnlich ist. Lieber sollte man sich den “echten” Fuhrpark im Keller zeigen lassen. Da sind dann doch einige Schmuckstücke dabei, für die es sich lohnt, öfters eine Probefahrt zu vereinbaren.
Ich muss zugeben, dass ich mich heute sehr über das berauschende Feedback eines Kunden gefreut habe. Ich bin bei diesem Kunden haupt-verantwortlicher Projektleiter und daher auch derjenige, der diese Art von Feedback (aber auch die negative) am Schnellsten mitbekommt.
Und natürlich habe ich mich sehr darüber gefreut und es vielen Leuten erzählt – schließlich gibt es keinen besseren Lohn für die eigene Arbeit.
Und obwohl ich diesen langjährigen Kunden erst seit Kurzem betreue, war ich es, der das direkte Feedback erhielt. Tolle Sache, oder?
STOP – “Erfolg ist der schlimmste Lehrmeister” sagt man ja. Wissen Sie was? Bei manchen Sachen ist dies wirklich richtig.
Das Lob, welches ich heute erhalten habe, galt nicht mir. Es galt auch unter Anderem mir, aber in erster Linie galt es der gesamten Teamarbeit. Es galt jeder einzelnen Person, welche mitgeholfen hat, dem Kunden einen erstklassigen und nachhaltigen Service zu bieten. All dies verbunden mit weitsichtiger Beratung und Betreuung – in guten wie in schlechten Zeiten
Wenn ich etwas im Projektmanagement und in der Beratung gelernt habe, dann ist dies, dankbar zu sein. Nicht weil wir gute Menschen sind, sondern weil unsere Erfolge und Misserfolge direkt mit unserem Umfeld in Verbindung stehen. Jeder einzelne Kollege, Partner, Mitarbeiter, etc. ist ein Teil des Ganzen.
Die größte Gefahr ist, zu vergessen, wie viele Hände beim Erfolg mithelfen. Auch wenn Sie als Manager den Kopf hinhalten müssen, wenn etwas schief geht und Sie dies oft an Ihre Mitarbeiter weitergeben – egal ob gerechtfertigt oder nicht … denken Sie bei positivem Feedback immer daran, wer Ihnen hierbei geholfen hat. Oder besser … denken Sie daran, welche Personen aller das Zahnrad der Dienstleistung zusammengebaut haben und es am Leben halten.
Ich bin seit knapp einem Monat von meinem fahrbaren Untersatz auf die öffentlichen Verkehrsmitteln umgestiegen und habe es bisher nicht einen Tag bereut. Es gab zwar die eine oder andere Eskapade bei der U6, aber dafür hab ich mir den Eintritt ins Kabarett erspart.
Apropos öffentliche Verkehrsmittel, diese Beantwortung einer Kundenanfrage katapultiert für mich die Öffis diese Woche an die Spitze der “Number-1-joke-machine-of-the-country”
enjoy!
und da soll noch mal einer sagen die Wiener Linien haben keinen Humor:
Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich möchte mit meinem Pferd einen Ausflug in den Prater machen und müsste dazu die U1 benutzen.
Bitte teilen Sie mir mit, welchen Fahrschein ich für das Pferd lösen muss und ob es während der Fahrt einen Maulkorb benötigt.
Mit freundlichen Grüßen
Iris Joseph-Pallauf
Sehr geehrte Frau Joseph-Pallauf,
zuerst möchten wir Sie mit der in unseren Beförderungsbedingungen enthaltenen Regelung für die Beförderung von Tieren vertraut machen, die da lautet:
“Der Fahrgast ist berechtigt, kleine lebende Tiere, sofern es nicht gefährliche Tiere sind, unentgeltlich in die Anlagen und Beförderungsmittel mitzunehmen, wenn diese Tiere in Behältnissen untergebracht sind.
Diese Behältnisse müssen so beschaffen sein, dass Verletzungen und Verunreinigungen von Personen sowie Beschädigungen und Verunreinigungen von Anlagen und Beförderungsmitteln ausgeschlossen sind”.
Leider gehen aus Ihre e-mail keine detaillierten Informationen zu Ihrem Pferd hervor, wir erlauben uns daher, einige Möglichkeiten aufzulisten.
Wenn es sich um ein großes Pferd (z.B. Lippizaner, Haflinger, Mustang, Flusspferd usw.) handelt ist eine Beförderung nicht zulässig. Handelt es sich um ein neugeborenes Shetland-Pony oder Isländer und passt jenes in ein Behältnis, z.B. Reisetasche, ist eine Beförderung grundsätzlich möglich.
Ein Maulkorb muss nicht angelegt werden, beachten Sie jedoch die Bestimmungen des neuen Tiertransport-Gesetzes.
Seepferdchen können – ebenfalls ohne Maulkorbpflicht – mitgenommen werden, das Aquarium muss jedoch aus bruchsicherem Glas (Panzerglas) bestehen.
Die Mitnahme von Schaukelpferden ist erlaubt, wenn sie leicht tragbar sind und so abgestellt werden, dass keine Gefährdung zu erwarten ist.
Für Steckenpferde im physischen Sinn gilt ebenfalls o.a. Regelung, sonstige Steckenpferde können Sie in unbegrenzter Anzahl im Geiste mitführen.
In allen Fällen erfolgt die Beförderung kostenlos!
Wir hoffen, Ihnen hiermit gedient zu haben, wünschen Ihnen noch eine angenehme Reise und verbleiben mit freundlichen Grüßen