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Archive for the ‘Web2.0’ Category

Social Media & Design zum Anfassen

May 7th, 2010 1 comment

Gegen Wien kann man sagen, was man will – aber die letzten 6 Monate haben Wien als gutes Pflaster für Meetings mit Social Media und Digital Design Größen dastehen lassen.

Einmal mit Guy Kawasaki

Ali_Guy_Kawasaki

und dann war da ja auch noch Scott Thomas da

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Wäre ich ins Musikbusiness eingestiegen, würden hier wahrscheinlich Fotos von U2 und den David Hasselhoff stehen.

20 Social Media Ratings, um gut schlafen zu können

May 4th, 2010 5 comments

Focus

Hat man einmal den Weg in den Social Media Dschungel gewagt, stellt sich recht schnell die Frage, welche Tools, welche Filter und welche Monitoringmöglichkeiten es gibt und, vor allem, welche Sinn machen.

Natürlich ist jede Auflistung in diesem Bereich von der subjektiven Wahrnehmung geprägt. Aber dies ist auch in einem Bereich ohne normierte Vergleichswährung erlaubt. Was hier herangezogen wird, ist eine der wichtigsten Kriterien, auch welche ich zurückgreifen kann – meine Erfahrung aus den Bereichen Web2.0, Social Media und nachhaltiger Kommunikationsstrategie, verbunden mit dem Feedback und den Erkenntnissen aus vielen Kundenprojekten.

Um die Notwendigkeit des Monitorings im Web zu untermauern, möchte ich den Vergleich mit dem TV heranziehen. Nein, es wird jetzt keine Auflistung, was das TV und das iNet gemeinsam haben – es geht um deren Bewertungsmechanismen, welche für zukünftige Investitionen herangezogen werden.

TV Inhalte werden nach 3 Erfolgskriterien gemessen:

  1. aussergewöhnliche Inhalte (egal ob Komödien, Dramen, Dokumentationen, Thriller, etc.)
  2. Erfolgreiche Verbreitung der Inhalte per Radio, TV oder anderer Kanäle, welche große Consumerzahlen ansprechen.
  3. Wie sehr ziehen die Inhalte Werber und Sponsoren an und schaffen dadurch Gewinn für die Betreiber?

TV Inhalte gehen Hand in Hand mit deren Bewertungen, angefangen bei den Zusehern bis hin zu der dadurch entstandenen Marktpenetration.

Und was für konsumierte Inhalte, a la TV gilt, ist auch auf Social Media Marketing umzulegen.

Taraaa … daher hier eine Auflistung einiger Ratings, welche für Social Media Channels in Betracht gezogen werden sollten:

Blog

Bei Blogs, eine der Königsdisziplinen – wenn nachhaltig und aktiv betrieben – des Reputation Managements liegt der Fokus auf folgenden Punkte

  • unique Besucher pro Monat
  • Anzahl der gelesenen Posts
  • RSS Subscribers
  • Email Subscribers
  • Unabhängige Blogratings
  • Anzahl der Kommentare
  • wer kommentiert? Unterschied zwischen großen und kleinen Fischen im Teich vorher definieren und bei Bedarf nachjustieren
  • Links
  • Zeit, welche Besucher auf der Site verbringen

Facebook

  • Anzahl der Fans – bei Fanpages!
  • Qualität der Fans
  • Kommentare

Twitter

  • Anzahl der Follower – ohne Zuhilfenahme durch Follower Generierungtools!
  • Auf wie vielen Listen ist man vertreten?
  • Wie oft die eigenen Tweets reTweeted werden
  • Anzahl der Direct Messages – ohne SPAM :-)
  • Rating auf Klout – Service, zur Messung des Einflusses

YouTube

  • Anzahl der Views
  • Anzahl der Channel Subscriber
  • Anzahl der Kommentare – ohne SPAM natürlich

Und schlussendlich geht es bei dem Ganzen um die Schaffung von Begeisterung und Identifikation - Schaffen Sie es, dass Ihre Besucher Ihren Content wie verrückt auf Twitter oder Facebook weiterverbreiten? Wird Ihr Blog zitiert oder darauf verwiesen? Schreiben Sie User an, dass Sie es kaum aushalten, bis es wieder Neuigkeiten gibt?

Falls ja, dann sehen Sie die obere Liste nur als Ergänzung und schlafen Sie gut auf Ihren Lorbeeren.

Meine Twitter SWOT Analyse – ein Fazit

April 16th, 2010 2 comments

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Welt 2010 ohne Grenzen – österreichisches Eishockey und Äthopien (ein Fallbeispiel)

March 9th, 2010 8 comments

Eishockey, Österreich, Twitter, Äthiopien – bis auf die beiden ersten Begriffe doch sehr gegensätzliche Dinge.

Seit 2 Tagen aber die Stichwörter, welche mir einfallen, wenn ich nach der vernetzten Welt gefragt werde.

Fangen wir am Anfang an:

Das ist Dieter:

5736_119011261583_546331583_3039607_7414424_nZiernig sein Nachname und in den Weiten des WWW auch bekannt als Sugarmelon.

Ich hatte das Vergnügen, Dieter einige Male persönlich kennen und schätzen zu lernen. Dieter ist unter Tags Verantwortlicher für die digitale Strategie bei HP und wenn er mal nicht über irgendwas mit 2.0 hinten dran redet, reist er viel rum … echt viel!

By the way … Dieter ist Eishockey-Fan.

Und zwar so einer, der alle Welt daran teilhaben lässt – auch über Facebook, Twitter und Konsorten :-)

Und über den digitalen Mindshift weiß der Herr auch einiges, aber davon kann man sich selbst ein Bild machen.

Das ist Äthiopien:

Äthiopien …  ist ein Staat im Nord-Osten Afrikas. Er grenzt an Eritrea, den SudanKenia,Somalia und Dschibuti. Nationalfeiertag ist der 28. Mai, Tag der Niederlage des Mengistu-Regimes (1991). Äthiopien ist beim Human Development Index auf Platz 171 von 182.

Äthiopien ist das zehntgrößte Land in Afrika, es ist rund dreimal so groß wie Deutschland.

CaptureÄthiopien hatte Mitte 2008 eine Bevölkerung von 79,1 Millionen. 16 Prozent der Menschen lebten in den Städten. 43 Prozent der Bevölkerung war unter 15 Jahre alt und nur 3 Prozent über 65 Jahre. Eine äthiopische Frau bringt im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt 5,3 Kinder zur Welt.

Die Bevölkerung setzt sich aus ungefähr 80 ethnischen Gruppen zusammen, die zwischen mehreren Millionen und nur wenigen Hundert Menschen umfassen können. Obwohl geographisch dem südlich der Sahara gelegenen Afrika zugerechnet, ist das Land in seiner historischen und kulturellen Entwicklung stark von Einflüssen aus dem Nahen Osten geprägt.

Wikipedia, 2010

Das ist Eishockey:

Auch hier wieder der Verweis auf Mama Wikipedia:

Schweden-lettlandEishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, das Spielgerät, den Puck, eine kleine Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu befördern.

Der Eishockeysport entstand zwischen 1840 und 1875 in Kanada, wo britische Soldaten das schottische Shinney auf Schnee und Eis spielten. Die BezeichnungHockey kommt aus dem Französischen und bedeutet etwa „krummer Stock“.

Eishockey ist durch die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) international organisiert. Der Weltverband hat bis heute 64 Mitgliedsverbände. Als spielerisch beste Eishockeyliga der Welt gilt die nordamerikanische National Hockey League (NHL).

Das ist Twitter:

- no comment, guys – das ist mittlerweile schon zu oft durchgekaut worden. Check the facts!

Und was zum T*/&$§l hat das alles jetzt gemeinsam?

Kurze Antwort: eine einzige, globale Welt!

Die etwas längere Antwort:

Am Sonntag, 07. März 2010, spielten in Österreich die beiden Eishockeymannschaften aus Salzburg und Klagenfurt um das Weiterkommen im Cup. Eine recht spannende Angelegenheit, wenn man Eishockeyfan ist und auch sonst ein recht kurzweiliges Unterfangen. Es war eines dieser Spiele, welche für eine kurze Zeit zwei Bundesländer zu den härtesten Feinden machen konnte.

Dieter schickte an diesem Tag per Twitter die Message raus, ob ihn den jemand per SMS über den Spielstand informieren könnte.

Capture

An sich keine besondere Geschichte, wenn man bedenkt, dass unsere Kids in Mitteleuropa mittlerweile schon mit durchschnittlich 13 Jahren ein Handy bekommen.

Aber eine Sache war dann doch interessant – Dieter ist seit einigen Wochen in Äthiopien unterwegs. Also in Afrika. Ziemlich weit weg, komplette Zeitumstellung, andere digitale Zugänge zu Informationen (wenn überhaupt) und keine Eishockeyberichterstattung.

Vor vielen Jahren wäre solch eine Anfrage wegen so einem Spielstand etwas “umständlich” und “komisch” gewesen. Weil es einen Telefonanruf benötigt hätte, der einiges kostet. Ganz zu schweigen, ob die Person überhaupt erreichbar ist.

Dieter verließ sich voll und ganz auf Twitter und bekam auch die Antwort, welche er wollte in Echtzeit. Und als Bestätigung gleich von mehreren Personen auf einmal (inklusive meiner Person).

Capture

Für viele Digital Natives ein ganz alltägliches Phänomen, für die Digitial Immigrants und für die Personen, welche derzeit den schmalen Grat zwischen diesen Welten bewältigen wollen, ein eindeutiger Beweis, dass Informationen, entstanden durch die Masse, verbunden mit einfachen digitalen Kanälen, DIE Informationsinfrastruktur darstellen, welche es uns hoffentlich erlauben wird, uns selbst zu helfen. Damit meine ich die Möglichkeit, sich selbst die Informationen zu besorgen, mit denen man handeln kann. Unabhängig davon WO man ist.

Realtime Informationen zum Null-Tarif und mit besten Empfehlungen von Freunden

würde meine Großmutter jetzt sagen, welche es verstand, übergreifende Dinge in einen einzigen Satz zu verpacken.

Eishockeyergebnisse sind natürlich keine Informationen, welche unseren Lebensstil und die Art und Weise unseres Daseins verändern.

Aber dieses einfache Beispiel zeigt sehr gut, dass gezielte und innovative Kanäle in unserer heutigen Welt, Dinge zusammenbringen können, welche auf den ersten Blick nichts miteinander zutun haben.

Danke Dieter!

warum der EURO im digitalen & sozialen Informationssystem an Wert verliert

March 8th, 2010 No comments

Tausche meine täglichen Rituale gegen XX,- EUR
(hier bitte beliebigen Geldbetrag einsetzen)

Gmail, Youtube, Facebook, Twitter, etc. – vor vielen Jahren noch waren diese Begriffe in die Geek-Schublade zu stecken und wurden oft belächelt (ok, Gmail hat von Anfang an Sinn gemacht).

Heute, im Jahre 2010, sind diese ehemaligen “Tech-Spielzeuge” ein Begriff unseres Alltages geworden. Ein Alltag, in dem wir unsere Informationsflut mit diesen Tools managen. Sei es jetzt, um diese zu filtern, diese auszuwerten oder einfach um selbst Content zu erstellen oder einfach welchen zu konsumieren. Und manchmal verleiten uns diese Tools, etwas “mehr” bekannt zu geben.

Bevor jemand die Nase rümpft. Nein, ich stelle Google, Facebook, etc. nicht Luzifer gleich. Jeder mündige Mensch muss selbst wissen, was er oder sie tut, wenn alle Welt auf riesigen, vernetzten Pinnwänden, deren Tagesablauf nachvollziehen kann.

Ich selbst bin Content Producer. Ich produziere Content wie z.B. Beiträge auf diesem Blog, aber ich gebe auch vieles aus meinem Privatleben bekannt. Wer mich auf Facebook oder Twitter als “Freund” hat (oder wie ich sie nenne, die “wahren” Freunde :-) ), wird wissen, dass ich in manchen Bereichen sehr transparent bin.

Aber Transparenz ist nun mal nicht gleich Transparenz und darüber sollten wir alle nachdenken.

Ein Gedankenexperiment:

Stellen Sie sich ein Wohnhaus vor, in welchem alle Wohnungen durch gleich-dicke Mauern getrennt sind.

Die meisten Parteien im Haus kennen sich durchs Sehen, vielleicht über die letzte Mieterversammlung oder einfach, weil sie auch mal miteinander geredet haben (soll es ja angeblich noch geben).

All diese Menschen habe gegenüber den anderen Parteien eine eigene Meinung. Sei es, dass diese eben durchs Sehen oder durch Gespräche entstanden ist. Es gibt aber bekanntlich auch noch die Meinungsbildung mithilfe von Dritten.

Damit meine ich grob gesagt die Hausmeisterstories, welche einfach zu jedem Wohnhaus gehören:

  • “Du … hast scho g’hört … der Meier und sei Frau haben scho wieder Krach wegen der Tochter. Irgendwas mit derem ihrem Freund.”
  • “Also, der Meier hat ja derzeit ka Glück. Job verloren, Freundin schwanger, die Frau in Thailand um sich selbst zu finden. Armer Bua.”
  • “I red ja net hinterm Rücken von de Leut’, awa der Meier hat, glaub i, irgendwas mit der einen von der 16-er Stiege.”

Wer diese Gerüchteverstärker nicht kennt, der kommt entweder aus Island, hat noch nie Kaisermühlen Blues gesehen und weiß auch nicht, was am Opernball auf höchstem Niveau abgeht.

Für alle anderen Leser werden diese Konversationen sehr bekannt sein.

Wir alles wissen, dass über uns geredet wird. Und zumeist wollen wir dies nicht, da es in diesem Rahmen sehr oft mit Neid, Schadenfreude, aber auch mit Rufschädigung zu tun hat.

Wenn Sie in solch einem Wohnhaus leben, ist es Ihnen persönlich lieber, dass alle Welt (in diesem Falle, alle Nachbarn) weiß, was sie tun, mit wem sie es tun, wer irgendwo eine Rolle spielt und was vielleicht irgendwann mal vorgefallen ist? Wohl eher weniger.

Jetzt stellen sie sich vor, der Hausvermieter kann all ihre Aktivitäten nachvollziehen. Sei es, weil sie selbst bekannt geben was sie tun, wann sie jetzt genau einkaufen gehen, etc. oder weil er es einfach von ihren Bekannten im Haus hat.

Informationen, welche sie selbst im Haus freigeben, ergänzt mit Informationen von den Personen in ihrer direkten Umgebung, ergeben dann irgendwann mal ein richtig schönes Muster ihres Lebensstiles.

Und wenn man dann auch noch der Hausvermieter ist und von allen Mietern diese Informationen hat … tja … dann hat man den Ablauf eines lebenden Organismus vor sich. Der Ablauf, der nach genauer Betrachtung Muster aufwirft und damit beiträgt, Aktionen vorauszusagen. Z.B. Stromanbieter wechseln.

Banales Beispiel: wenn in dem Haus 100 Parteien leben und der Vermieter immer davon Wind bekommt, wer gerade wann wäscht und auch mitbekommt, wann die meisten elektrischen Geräte benutzt werden, dann kann er diese Informationen über das “Kundenverhalten” in Geld ummünzen.

Jetzt zoomen wir viele Jahre in die Zukunft und sagen mal, das Brother Google, Facebook und Konsorten nicht nur mehr Web-”Buden” sind, sondern, z.B. auch Stromlieferanten geworden sind. Mit diesen transparenten Informationen über ihr Verhalten und ihren Nutzungsbedarf wäre es eine sehr leichte Übung, ihrer kompletten Wohnhaussiedlung den richtigen Tarif anzubieten. Komischerweise ein Package, welches genau auf die Bedürfnisse von mehr als 75% des Hauses abgestimmt ist.

Gedankenexperiment-Ende!

Und jetzt ersetzen sie den Hausvermieter durch Mama Facebook – sie sehen, ihre Daten, welche zur Darstellung eines Massennutzungsverhaltens beitragen, sind dicke EUR wert.

Nicht EUR ist hier die vorrangige Währung, welche zählt – es ist ihre Privacy.

PS: Google hat jetzt “zufällig” auch eine Lizenz, um als Stromerzeuger und -anbieter auftreten zu dürfen :-)

Schnitzeljagd 2.0, oder wie ich meine Kunden dazu bringe für mich zu laufen

March 6th, 2010 13 comments

Wer schon einmal Gowalla oder Foursquare angetestet hat, wird wahrscheinlich genauso reagiert haben wie bei der Entjungferung durch Twitter:

Wozu brauch ich das?

Und genauso wie bei Twitter und Konsorten finden sich immer mehr Personen, welche bei der digitalen Schatzsuche mitmachen. Übrigens manchmal wirklich sehr kurzweilig, wen man gerade nichts anderes zu tun hat – eben so wie Twitter für Privatpersonen :-)

Go…WHAT?

Das Prinzip hinter Gowalla und Foursquare ist schnell erklärt (Danke an Erik Schimmel):

Gowalla ist ein virtuelles Geo-Caching Spiel für das iPhone und Android-Smartphones. Ziel von Gowalla ist es, die allgemeinen und besonderen Orte des täglichen Lebens zu besuchen, in Gowalla anzulegen und mit seinen Freunden und Bekannten zu teilen. An diesen Orten findest du hin und wieder verschiedene Gegenstände, die du sammeln, tauschen oder wieder ablegen kannst.

Die etwas längere Erklärung, bzw. ein hervorragendes Handbuch zu Gowalla gibt es ebenfalls im Blog von Erik Schimmel.

50 Cent, Sprachgesangskünstler aus den USA, in seiner Jugend Opfer der Gesellschaft (daher dann logischerweise Drogendealer) und Besitzer von 9 Einschusslöchern am Körper sagte mal treffend:

Make money or die tryin’

Übersetzt etwa: Mach richtig viel Schotter oder stirb bei dem Versuch.

Münzen wir das jetzt um auf das Web, Social Media und unseren Spieltrieb:

Let’s make money & have fun or die runnin’ for it

Zusätzlich zu unserer schon vorhandenen digitalen Nacktheit kommt bei diesen neuen Geo-Caching Games also noch hinzu, dass einfach jeder weiß wo wir sind – sonst können/dürfen wir nicht mitspielen. Gezwungen wird niemand :-)

Bei Gowalla gibt es dann noch diesen einen kleinen feinen Zusatz, der es jedem User ermöglicht eigene Trips zu erstellen. Ein solcher Trip könnte z.B. eine Marathon auf der Mariahilferstraße sein, dessen Ziel es ist, bei verschiedenen Checkpoints in der richtigen Reihenfolge einzuchecken. Als Belohnung gibt es natürlich digitale Anerkennung / Preise.

Der menschliche Spieltrieb ist eines der interessantesten Fachbereiche dieser Welt und zaubert mir selbst immer wieder ein “Aha” aufs Gesicht. Jung oder Alt, das ist bei dem “richtigen Spiel” total egal – Messlatte ist der Unterhaltungswert.

Wer sind die Gowalla Spieler?

Jeder kann mitspielen, ABER nur mit einem Device a la iPhone oder Android-inside macht es Sinn, bzw. ist möglich.

Sehen wir uns diese Klientel an:

Ein iPhone kostet ein Schweinegeld, ist aber cool. Grund genug für viele Menschen, sich eines zuzulegen. Hier überwiegt ganz klar der Trend zum Neuen und zum Ästhetischen. User in dieser Geräteklasse haben Geld. Punkt – oder sie priorisieren ihre Ausgaben halt ganz speziell :-)

Meiner Meinung nach sollte jedes Unternehmen mit mehr als einem Standort genau diese neue Spielart und das Verhalten der Nutzer nutzen, um ein bisschen Werbung in eigener Sache zu machen – und zwar wie folgt (Bsp. anhand von Gowalla):

  1. einen Trip erstellen, welcher die eigenen Niederlassungen abdeckt und eventuell auch Partnerunternehmen mit ins Boot holt.
  2. Damit eine Aufgabe verbinden, welche einen Aktion des Users voraussetzt (z.B. an jeder Niederlassung von McDonalds einchecken;
    der erste an jedem Checkpoint bekommt ein Codewort und postet dieses sofort über seine Gowalla-App. Somit ist auch immer garantiert, dass der erste seine Anerkennung und die damit verbunden Bonuspunkte erhält.)
  3. Die Schnitzeljagd zeitlich vorgeben und damit eine höhere Teilnehmerzahl generieren.
  4. Ziel des Games ist natürlich das HQ des Unternehmens, bzw. ein anderer markanter Punkt, bei dem dann alle Spieler zusammenkommen inkl. Preisverleihung, etc.
  5. Mitspieler darüber twittern und bloggen lassen und sich daran erfreuen, wie zuerst einige Early Adopters und dann der Rest bei einer Schnitzeljagd mitmachen & die eigene Marke ins Gespräch bringen.

Und wir wissen selbst wie gern wir spielen :-)

PS: also liebe Social Media-, Werbegurus und Freunde der Unterhaltung … bitte in Zukunft nicht vergessen – Kunden lieben laufen nicht erst seit es Adidas gibt.

AlmCamp 09 – und wie wars? [Part 2]

October 18th, 2009 1 comment

Spät, aber doch noch im Jahre 2009 kommt der zweite Teil der AlmCamp09 Eindrücke.

Auf der einen Seite mal das versprochene Interview mit Robert Basic, in welchem er frei von Leber weg über die Unterschiede Österreich/Deutschland spricht und uns an seinen Eindrücken vom AlmCamp09 teilhaben lässt.

Und dann natürlich all jene Teilnehmer, welche sich “getraut” haben ;-) und ihre Eindrücke vom AlmCamp09 zum Besten geben:

Enjoy!

PS: der Autor dieser Zeilen erhebt keinen Anspruch auf Professionalität beim Videoschnitt :-)

AlmCamp 09 – und wie wars? [Part 1]

September 28th, 2009 2 comments

Es ist Montag, eine neue Woche startet und ich hatte das Glück, mir in den letzten Tagen Inspiration vom Feinsten zu holen.

Es war AlmCamp-Zeit und knapp 50 Personen fanden sich zusammen, um zu diskutieren, sich kennenzulernen und vor allem … um etwas weiterzugeben.

Vorab die Zusammenfassung:

Schön wars, wirklich schön.
Und die Sichtweise hat es erweitert, sehr sogar.

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Dieses Wochenende fand das AlmCamp 09 in Malta/Kärnten statt. Ein BarCamp im Grünen und ganz weit oben in Holzhütten, so etwa hatte ich mir das vorgestellt. Das Panorma war ja schon mal sehr vielversprechend.

Von Doppelzimmer bis zu Massenlager war alles vorhanden. Skikursfeeling pur!

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Es war uns allen klar … viele auf der Alm kennen Web2.0 vielleicht nicht, doch wir wurden total überrascht – DAS ANRAINER-INTERVIEW:

Hier ein Video der drei aufopfernden Veranstalter über das AlmCamp09, die Organisation und deren Eindrücke:

In Kürze gibt es Videos über die Eindrücke der Teilnehmer und als ob das nicht schon genug wäre … es gibt noch ein Interview mit Robert Basic zum AlmCamp09.

Riesengroßes Dankeschön an:

und natürlich an die Sponsoren, allen voran die Telekom Austria, die den Internetzugang in luftiger Höhe sponsorte:

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Malta_intro_oben Ubit_kt4 Pietschnigg
Logo-rieder Gesagt_getan Dslogo
Banner-Hochalmspitze Pension Dullnig, Gmünd, Außenaufnahme Banner-AlmCamp Atv-logo

viele der genialen Bilder vom AlmCamp 09 enstammen der Feder von Karola Riegler, DER Fotografin der Stunde.

Karola Riegler auf Flickr.

Reißerische Social Media Jobtitel und die Kunst zu lernen

September 24th, 2009 4 comments

Der Pate uncensored

Retrospektiven soll unter anderem als Plattform dienen, um die österreichische Social Media Szene vorzustellen und ein bisschen hinter die Kulissen zu blicken.

Begonnen habe ich damit vor einigen Tagen mit dem Posting Social Media made in Austria – Asterix gegen den Rest der Welt.

Social Media ist, und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine, in vielen Bereichen noch totales Neuland. Da ist es auch egal, wie lange es schon Personen gibt, welche in diesem Bereich arbeiten und forschen. Auf die Masse umgelegt, ist Social Media immer noch ein Hypethema. Und Hypethemen haben immer Vor- und Nachteile. Darueber lasse ich aber lieber andere diskutieren :-)

Social Media ist in vielerlei Hinsicht auch manchmal ein Glaubenskrieg a la “Linux”. Was ich damit meine ist, dass es auch hier Puristen gibt, welche zwischen “echten” Social Media Kennern” und “Fake-Gurus unterscheiden. Dieser Ansatz einer Themenbehandlung ist aber nicht mein Weg, weshalb ich mich auch nicht auf die eine odere andere Seite schlage.

Für mich persoenlich gilt es, Social Media, Mundart-tauglich zu machen. Es hat allen Grund ein Hypethema zu sein, jedoch macht der Nachhaltigkeitsansatz aus Social Media mehr als nur eine Eintagesfliege. Niemand kann dies besser erklaeren als die deutsche Band “Wir sind Helden” mit ihre Song “gekommen um zu bleiben” :-)

Nach meinem ersten Blogposting zu Social Media in Austria, begann das Thema etwas zu polarisieren, da ich gerne Begriffe verwende, welche auf den Punkt bringen, wie ich Dinge sehe.

Hier ein Beispiel aus meinem Blogpost:

Ritchie Pettauer, von mir auch gerne der Godfather of Social Media genannt, …

Das Glanzstück seiner bisherigen Videointerview-Serie bildet die Interviewreihe mit Guy Kawasaki, dem zweiten Paten der Social Media Szene :-)

Motiviert durch diesen Absatz, bekam ich zugleich Feedback (ich liebe Feedback):

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Es geht darum, dass ich Guy Kawasaki als Paten der Social Media Szene beschrieben habe. Guy gibt selbst zu, dass auf seinem populärsten Kanal einer seiner Mitarbeiter twittert. Dies hat den einfachen Grund, dass es viel Content gibt, er aber einfach nicht genug Zeit hat, in diesem Ausmass zu twittern. Verständlich bei einer Person, die teilweise mehr im Flugzeug sitzt, als am Bürosessel.

GuyKawasaki5Guy führt aber auch einen anderen Twitter-Kanal, auf dem er wirklich selbst twittert.

Warum ist Guy Kawasaki jetzt ein Pate im Bereich Social Media? Einfach weil es viele Menschen gibt, welche auf seinen Rat hören und die durch seine Ratschläge selbst motiviert wurden, sich den Bereich Social Media anzusehen. Viele dieser Personen hätten wahrscheinlich etwas länger gebraucht um einer Stimme zuzuhören, welche über Social Media redet. Guy ist aufgrund seiner Vita angesehen, wird respektiert und ihm hört man zu, wenn er redet.

Die Rolle eines Leaders ist oft auch nur abgedeckt, wenn man in die richtige Richtung zeigt und führt. Ob man jetzt jemanden für sich twittern lässt mag Puristen ungelegen kommen, aber wenn es der Sache dient, dann geht das schon mal in Ordnung.

Aus Fehlern lernen will auch gelernt sein

Auch eine weitere Äußerung meinerseits bezüglich österreichischer Social Media Helden bekamen einige in den falschen Hals, wie ich zur Kenntniss genommen habe. Es geht hier um das Verständnis fuer Helden.

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Gemeint ist hier eine Blogplattform, welche 2005 von Knallgrau fuer das Kundenportal der Telekom Austria konzipiert und implementiert wurde.

Und wo man hobelt, da fallen auch mal Spähne, wie man so schön sagt und so kam es, dass die Telekom Austria Jahre danach den einen oder anderen Service einstellte. Unter anderem auch die besagte Blogplattform.

Sei es, weil der Service zu früh am Markt erschienen ist oder weil politische Entscheidungen hier ein Wörtchen mitgeredet haben. Das spielt keine Rolle und ich kenne diese Hintergründe auch nicht.

Was zählt ist einzig die Tatsache, dass Knallgrau und Telekom Austria zu diesem Zeitpunkt ein Projekt gestartet haben, welches damals im Telco Bereich einzigartig war.

Solche Projekte waren es, welche den Weg aufbereitet haben, damit aktuelle und internationale Kampagnen ueberhaupt entstehen können (irgendwer muss ja den ersten Schritt machen).

Biblisch formuliert könnte man sagen:

“Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.”

(Johannes 8,7)

Dieses Bibelzitat bezieht sich zwar auf Ehegeschichten … aber ist Social Media und die neue Macht des Kunden nicht auch eine Art Patchwork-Familie und damit ein neuer Stil einer Ehe? ;-)

superheldenWas sind Helden? Natürlich, Superman, Batman und wie sie alle heißen, konnten jeder etwas ganz außergewoehnliches und retteten damit die Welt im Stundentakt. Aber wir leben nun mal nicht in einer Welt mit übernatürlichen Superhelden (auch wenn dies einige Politiker von sich behaupten :-) )

Batman und Superman wurden mit den Superhelden-Fähigkeiten und/oder dem nötigen Kleingeld geboren.

Beides Eigenschaften, die Knallgrau am Anfang der Gruendung sicher nicht hatte.

Stellen Sie sich vor … es ist um 1997 … die Menschheit kennt Computer und Internet. Auch die Eltern beginnen langsam zu begreifen, dass das Computerkistl so falsch nicht sein kann, wenn es ja schon EDV-Unterricht gibt :-)

Und dann, Mitten im kleinen und feinen Österreich gehen 3 junge Maenner, beherzt von der Idee des Social Media Gedankens, her und gründen eine Firma, deren Inhalte New Media und Social Media sind. Begriffe, die damals bei einigen Kunden wahrscheinlich die selben Ängste hervorgerufen haben, wie wenn heute jemand über Scientology spricht.

Was passiert, wenn man Pionierarbeit leistet? Genau, man hat keine Best Practice Beispiele und schon gar keine Basis, auf der man aufbauen kann. Daher ist auch jeder Schritt, der für einen Kunden ein Projekt bedeutet, auch gleichzeitig eine Art continuous learning.

Und zwar die Art des Lernens, welche durch Fehler zur größtmöglichen Steigerung der Lernkurve führt.

Viele Fehler machen, diese aber früh machen

… ist in vielen (neuen) Bereichen meist die Einstellung, welche zukünftige Wissensträger von Eintagsfliegen unterscheidet.

Ein Blick über den großen Teich zeigt ganz klar, wer langfristig erfolgreich ist … Personen und Unternehmen, welche sich trauen und Fehler als Chance sehen.

Doch … es muss eben nicht immer über den großen Teich geblickt werden. Auch in unseren Breitengraden brodelt es :-)

Helden eben :-)

Stay tuned!

Tunesbag – Musik in der Wolke

September 9th, 2009 No comments

Forscher der University of Cambridge haben herausgefunden, wie andere Menschen  aufgrund ihres Musikgeschmackes von anderen eingestuft werden (hier gehts zum kompletten Bericht).

Auf gut deutsch kann dies bedeuten, dass der eine oder andere von uns ein damaliges Date nur deshalb bekommen hat, weil die Playlist die richtige war :-)

Nichtsdesto trotz stehe ich zu meiner Musik und moechte diese immer bei mir haben. iPod, iPhone und Konsorten sind hierfuer spitze (bitte jetzt keinen Religionskrieg zwischen Apple-Juengern und Windows-Menschen vom Zaun brechen), jedoch arbeite ich an verschiedensten Rechnern (Arbeit, Zuhause, Laptop, Netbook, etc.) und moechte meine Musik in diesem Zusammenhang immer dabei haben.

music

Aufgrund meiner Teilnahme am Werbeplanungssummit im Juli 2009 hatte ich das Vergnuegen, in einem der besten Sessions zum Thema Startups: Little Big Stars, etwas ueber Tunesbag zu erfahren. Tunesbag ist ein Projekt von Hansjoerg Posch, welches den Cloud-Ansatz mit Musik verbindet.

Online Musik speichern und per Player, welcher natuerlich im Browser laeuft und fuer den Anfang schon sehr intuitiv und gut bedienbar ist, einfach auf jedem Browser-faehigen Endgeraet abspielen (eigentlich streamen).

tunesbag

Hoerte sich fuer mich am Anfang etwas zu gut an, doch nach gut 1,5 monatiger Nutzung bin ich hin und weg von Tunesbag.

Einmal Songs geuploaded und schon ist man “nur mehr” von einer g’scheiten Internetverbindung abhaengig :-)

Zwar verwende ich immer noch mein iPhone fuer unterwegs, aber mittlerweile gibt es beim Arbeiten nichts schoeneres fuer mich, als ein Geraet mit Internetzugang und meiner Musik. Etwas uebertrieben, aber es geht schon sehr in Richtung meines Big Pictures, demnach ich komplett Geraete-unabhaengig arbeiten moechte.

In Zeiten von Google Gears denke ich aber, dass die Verschmelzung Online/Offline Nutzung bei Tunesbag nur mehr eine Frage der Zeit ist.

Und hier noch ein Nostalgievideo fuer alle, die wissen … Musik liegt in der Luft :-)