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20 Social Media Ratings, um gut schlafen zu können

May 4th, 2010 5 comments

Focus

Hat man einmal den Weg in den Social Media Dschungel gewagt, stellt sich recht schnell die Frage, welche Tools, welche Filter und welche Monitoringmöglichkeiten es gibt und, vor allem, welche Sinn machen.

Natürlich ist jede Auflistung in diesem Bereich von der subjektiven Wahrnehmung geprägt. Aber dies ist auch in einem Bereich ohne normierte Vergleichswährung erlaubt. Was hier herangezogen wird, ist eine der wichtigsten Kriterien, auch welche ich zurückgreifen kann – meine Erfahrung aus den Bereichen Web2.0, Social Media und nachhaltiger Kommunikationsstrategie, verbunden mit dem Feedback und den Erkenntnissen aus vielen Kundenprojekten.

Um die Notwendigkeit des Monitorings im Web zu untermauern, möchte ich den Vergleich mit dem TV heranziehen. Nein, es wird jetzt keine Auflistung, was das TV und das iNet gemeinsam haben – es geht um deren Bewertungsmechanismen, welche für zukünftige Investitionen herangezogen werden.

TV Inhalte werden nach 3 Erfolgskriterien gemessen:

  1. aussergewöhnliche Inhalte (egal ob Komödien, Dramen, Dokumentationen, Thriller, etc.)
  2. Erfolgreiche Verbreitung der Inhalte per Radio, TV oder anderer Kanäle, welche große Consumerzahlen ansprechen.
  3. Wie sehr ziehen die Inhalte Werber und Sponsoren an und schaffen dadurch Gewinn für die Betreiber?

TV Inhalte gehen Hand in Hand mit deren Bewertungen, angefangen bei den Zusehern bis hin zu der dadurch entstandenen Marktpenetration.

Und was für konsumierte Inhalte, a la TV gilt, ist auch auf Social Media Marketing umzulegen.

Taraaa … daher hier eine Auflistung einiger Ratings, welche für Social Media Channels in Betracht gezogen werden sollten:

Blog

Bei Blogs, eine der Königsdisziplinen – wenn nachhaltig und aktiv betrieben – des Reputation Managements liegt der Fokus auf folgenden Punkte

  • unique Besucher pro Monat
  • Anzahl der gelesenen Posts
  • RSS Subscribers
  • Email Subscribers
  • Unabhängige Blogratings
  • Anzahl der Kommentare
  • wer kommentiert? Unterschied zwischen großen und kleinen Fischen im Teich vorher definieren und bei Bedarf nachjustieren
  • Links
  • Zeit, welche Besucher auf der Site verbringen

Facebook

  • Anzahl der Fans – bei Fanpages!
  • Qualität der Fans
  • Kommentare

Twitter

  • Anzahl der Follower – ohne Zuhilfenahme durch Follower Generierungtools!
  • Auf wie vielen Listen ist man vertreten?
  • Wie oft die eigenen Tweets reTweeted werden
  • Anzahl der Direct Messages – ohne SPAM :-)
  • Rating auf Klout – Service, zur Messung des Einflusses

YouTube

  • Anzahl der Views
  • Anzahl der Channel Subscriber
  • Anzahl der Kommentare – ohne SPAM natürlich

Und schlussendlich geht es bei dem Ganzen um die Schaffung von Begeisterung und Identifikation - Schaffen Sie es, dass Ihre Besucher Ihren Content wie verrückt auf Twitter oder Facebook weiterverbreiten? Wird Ihr Blog zitiert oder darauf verwiesen? Schreiben Sie User an, dass Sie es kaum aushalten, bis es wieder Neuigkeiten gibt?

Falls ja, dann sehen Sie die obere Liste nur als Ergänzung und schlafen Sie gut auf Ihren Lorbeeren.

“Vielen Dank” – oder wie ich lernte, wieder Taten zu schätzen

March 31st, 2010 1 comment

“Ich danke euch – ihr seid die Besten!”

Ich muss zugeben, dass ich mich heute sehr über das berauschende Feedback eines Kunden gefreut habe. Ich bin bei diesem Kunden haupt-verantwortlicher Projektleiter und daher auch derjenige, der diese Art von Feedback (aber auch die negative) am Schnellsten mitbekommt.

Und natürlich habe ich mich sehr darüber gefreut und es vielen Leuten erzählt – schließlich gibt es keinen besseren Lohn für die eigene Arbeit.

Und obwohl ich diesen langjährigen Kunden erst seit Kurzem betreue, war ich es, der das direkte Feedback erhielt. Tolle Sache, oder?

STOP – “Erfolg ist der schlimmste Lehrmeister” sagt man ja. Wissen Sie was? Bei manchen Sachen ist dies wirklich richtig.

Das Lob, welches ich heute erhalten habe, galt nicht mir. Es galt auch unter Anderem mir, aber in erster Linie galt es der gesamten Teamarbeit. Es galt jeder einzelnen Person, welche mitgeholfen hat, dem Kunden einen erstklassigen und nachhaltigen Service zu bieten. All dies verbunden mit weitsichtiger Beratung und Betreuung – in guten wie in schlechten Zeiten :-)

Wenn ich etwas im Projektmanagement und in der Beratung gelernt habe, dann ist dies, dankbar zu sein. Nicht weil wir gute Menschen sind, sondern weil unsere Erfolge und Misserfolge direkt mit unserem Umfeld in Verbindung stehen. Jeder einzelne Kollege, Partner, Mitarbeiter, etc. ist ein Teil des Ganzen.

Die größte Gefahr ist, zu vergessen, wie viele Hände beim Erfolg mithelfen. Auch wenn Sie als Manager den Kopf hinhalten müssen, wenn etwas schief geht und Sie dies oft an Ihre Mitarbeiter weitergeben – egal ob gerechtfertigt oder nicht … denken Sie bei positivem Feedback immer daran, wer Ihnen hierbei geholfen hat. Oder besser … denken Sie daran, welche Personen aller das Zahnrad der Dienstleistung zusammengebaut haben und es am Leben halten.

Jedes Lächeln eines Kunden ist ein Danke an Sie und Ihr Team – lernen Sie daraus.

Woher kommen wir und wohin geht die Reise? Und was ist mit Selbstbestimmung?

January 28th, 2010 6 comments

Wir werden geboren und wir sterben.

Fakten, welche unumstößlich sind und jeden von uns von der Sekunde 0 bis zu unserem Ableben begleiten.

Microsoft hat im Zuge der XBOX Campaign ein Filmchen online gestellt, welches in vielen Ländern für Unmut gesorgt hat und trotzdem den Kern der Sache trifft:

HABT SPASS VERDAMMT NOCH MAL!

Das Video ist radikal und es ist in erster Linie Werbung.

Aber radikal ist das neue “wichtig”.

Wer von uns vergisst nicht unter Tags einfach Spaß zu haben? Ich meine damit nicht nur am Abend mit Freunden, sondern auch während der Arbeit, des Studiums, der Schule, etc.

Der Tod kommt irgendwann und wehren kann sich niemand (hoch leben die, welche wieder geboren werden :-) ).

Und wir können uns auch nicht darauf einstellen, wann es passiert – Krankheiten, etc. ausgenommen.

Und jetzt kommt DAS RICHTIG COOLE:

wir können JEDERZEIT SELBST BESTIMMEN, WAS wir denn mit unserer Zeit anstellen möchten.

Es ist klar, wir müssen Geld verdienen, um ein halbwegs angenehmes Leben zu führen. Aber warum sich die Arbeit nicht selbst aussuchen und etwas machen, was man gern macht (und nichts, was nur aufgrund der Ausbildung logisch wäre).

Zur Schule müssen wir auch gehen, da führt kein Weg daran vorbei – aber hey, auch das hat ein absehbares Ende.

Für Eltern, deren Kinder in ein Alter kommen, ab dem Bildung und die ersten Treppen der Selbstständigkeit zählen, empfehle ich eine erweiterte Denkweise. Hierzu gibt es spitzen Anregungen von Franz Kühmayer, internationaler Berater und Vordenker zu den Themen “Zukunft der Bildung” und “Zukunft der Arbeit”.

Studieren? Langweilig? Tja, ich kenne niemanden, dem eine Waffe angehalten wurde, damit diese Person inskribiert.

Wir alle stehen das eine oder andere Mal in elendslangen Menschenschlangen, weil wir irgendeinen Stempel, eine Unterschrift oder sonst was benötigen. Könnten wir dies umgehen und ändern, würden wir es tun – aber es gibt eben diese “Amtswege”, welche unumgänglich sind. Warum also nicht einfach die Zeit in der Schlange als “Auszeit vom Alltag” nutzen? Ändern können wir es ja eh nicht – also besser Musik hören oder ein Buch lesen.

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Wenn jetzt auch keine gröbere Krankheit vorherrscht, wir ein eigenes Stimmrecht und KOSTENLOSES trinkbares Wasser haben – was soll uns dann bitte aufhalten, UNSER eigenes Leben zu genießen.

Wer diesen Gedankensprung bereits bewältigt hat, wird mich verstehen, wenn ich sage, dass alles im Leben einen Sinn hat und wenn wir uns für UNSEREN Weg entscheiden, auch unsere Umwelt mitspielt. Nicht immer gleich am Anfang, aber es passiert.

Daher,

SEI DU SELBST, sonst rennst du etwas hinterher, dass dich niemals befriedigen wird und dein Potential niemals ausschöpft.

So, genug guter Ratschläge … ich geh mir jetzt mal den neuen Wiener kaufen, damit ich weiß wie ich im Sommer in den Augen anderer hip rüberkomme :-)

AlmCamp 09 – und wie wars? [Part 1]

September 28th, 2009 2 comments

Es ist Montag, eine neue Woche startet und ich hatte das Glück, mir in den letzten Tagen Inspiration vom Feinsten zu holen.

Es war AlmCamp-Zeit und knapp 50 Personen fanden sich zusammen, um zu diskutieren, sich kennenzulernen und vor allem … um etwas weiterzugeben.

Vorab die Zusammenfassung:

Schön wars, wirklich schön.
Und die Sichtweise hat es erweitert, sehr sogar.

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Dieses Wochenende fand das AlmCamp 09 in Malta/Kärnten statt. Ein BarCamp im Grünen und ganz weit oben in Holzhütten, so etwa hatte ich mir das vorgestellt. Das Panorma war ja schon mal sehr vielversprechend.

Von Doppelzimmer bis zu Massenlager war alles vorhanden. Skikursfeeling pur!

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Es war uns allen klar … viele auf der Alm kennen Web2.0 vielleicht nicht, doch wir wurden total überrascht – DAS ANRAINER-INTERVIEW:

Hier ein Video der drei aufopfernden Veranstalter über das AlmCamp09, die Organisation und deren Eindrücke:

In Kürze gibt es Videos über die Eindrücke der Teilnehmer und als ob das nicht schon genug wäre … es gibt noch ein Interview mit Robert Basic zum AlmCamp09.

Riesengroßes Dankeschön an:

und natürlich an die Sponsoren, allen voran die Telekom Austria, die den Internetzugang in luftiger Höhe sponsorte:

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Banner-Hochalmspitze Pension Dullnig, Gmünd, Außenaufnahme Banner-AlmCamp Atv-logo

viele der genialen Bilder vom AlmCamp 09 enstammen der Feder von Karola Riegler, DER Fotografin der Stunde.

Karola Riegler auf Flickr.

Superhelden gewünscht – das wahre Gesicht in der Krise

September 20th, 2009 No comments

Es ist (immer noch) Weltwirtschaftskrise und ich wollte daran eigentlich nicht teilnehmen.

Aber egal ob es das Fernsehen, das Radio oder etwaige digitale Medien sind, überrannt wird man von diesem Thema Tag ein, Tag aus.

krise

Hinzu kommt, dass die Weltwirtschaftkrise auch gerne als die Wurzel allen Übels herhalten muss. Zum Glück habe ich noch keine erfolglose Fussballmannschaft gesehen, deren Trainer sich auf die Krise ausredet :-)

Gerade in vielen Unternehmen zeigt die Krise, welche Potential im Management steckt. Es ist vollkommen klar, dass viele Unternehmen hart getroffen wurden und daher Einschnitte notwendig, ja sogar überlebenswichtig, waren.

Kosten zu sparen ist nicht falsch, jedoch kommt es darauf an, wie man diese Optimierung der Ressourcen umsetzt und worauf der Fokus gesetzt wird.

Um es kurz zu machen … Kostenersparnis mit Kündigungen und Einsparungen im Peoplemanagement gleich zu setzen ist etwas sehr kurzfristig. Vor allem, wenn diese Unternehmen in anderen kostenfressenden Bereichen keine signifikanten Einsparungen vornehmen, sondern mit Augenauswischerei die Kostenstruktur rechtfertigen.

Ich habe in meinem beruflichen und privaten Leben eines gelernt:

In Krisenzeiten zeigt sich gutes Management, gute Führung und intelligente Kommunikation.

Etwas salopp formuliert … in (relativ) krisenfreien Zeiten ist es einfach, “gute Ergebnisse” zu erzielen. Die wahre Stärke guter und nachhaltiger Manager zeigt sich aber genau in den Zeiten, in denen Rückgrat gefordert ist.

In Diskussionen erlebe ich immer wieder diese kurzfristige Denkweise und die abenteuerlichsten Ausreden. Natürlich sind Entlassungen eine Möglichkeit, signifikant Kosten zu senken, aber es darf einfach nicht die erste Option sein, welche herangezogen wird.

Mitarbeiter binden sich nicht nur über einen Lohnzettel an das Unternehmen.

Was Unternehmen als Motivation und eigenem Antrieb gerne von Mitarbeitern fordern, dürfen sie in Krisenzeiten nicht abwerten, indem sie Mitarbeiter als reine Kostenstelle ansehen.

Nicolas Hayek, Gründer und Boss von Swatch, dem schillernden Uhrenhersteller aus der Schweiz, hat vor Kurzem in einem Interview angeführt, dass sein Unternehmen aufgrund der Krise keine Leute entlässt. Er gibt offen zu, dass die Krise sein Unternehmen genauso hart getroffen hat, wie viele andere Unternehmen auch.

SCHWEIZ SWATCHHayek erklärt, dass Mitarbeiter eine Investition sind und Swatch beim Eintritt der Krise vorerst andere Bereiche, als die der Personalstruktur, stark unter die Lupe genommen hat. Dies ist natürlich eine Aussage, welche auch das eine odere andere Unternehmen von sich gegeben hat, bevor tausende Personen entlassen wurden und wenige Monate drauf gigantische Mega-KickOffs in Übersee abgehalten wurde.

Jedoch ging Swatch einen Schritt weiter und war sich die ganze Zeit über bewusst, dass die Krise nicht die Regel, sondern die Ausnahme ist und damit irgendwann vorbei sein wird. Hayek und sein Team wissen, dass man Vertrauen der Mitarbeiter nur Stärken kann, wenn man auch in schlechten Zeiten zueinander steht. Mit diesem Denken in der Unternehmensführung wird kurzfristiges Handeln (hoffentlich) nicht als Lösung herangezogen.

Unternehmen, welche heute Wissensträger entlassen (“die Krise zwingt uns dazu”) und diese dann in einem halben Jahr wieder einstellen (gibt es wirklich!), haben Nachhaltigkeit und intelligentes Management nicht verstanden.

Die Krise hat viele Leute sehr hart getroffen und wird dies sicher noch tun. Und ich halte die Daumen, dass es nicht mehr viele Menschen sein werden, die diese Auswirkungen zu spüren bekommen, aber eines muss uns immer bewusst sein:

Krisen passieren und die meisten davon können wir nicht beeinflussen … wir können aber beeinflussen WIE wir reagieren.

Sei dies jetzt im kleinen, privaten Kreis oder in einer Managementfunktion.

Einschnitte sind sehr hart, aber Vertrauen und Stärke dürfen nicht durch unintelligentes Optimieren aufs Spiel gesetzt werden.

“Vorurteile höre ich nicht mehr” – Rassismus unleashed

September 19th, 2009 1 comment

Im Karrierenteil vom heutigen Kurier (19. September 2009) ist auf der letzten Seite ein Bericht über Olugbenga Oduala zu finden, der mich zu diesem Blogeintrag bewogen hat.

Olugbenga Oduala ist seines Zeichens Porr-Vorstand und damit der einzige Afrikaner, der es ins Top-Management der heimischen Industrie geschafft hat.

Er kam als Flüchtling nach Österreich, hat hier die Matura absolviert und danach gleich ein Studium an der TU Wien absolviert und es in nur 20 Jahren an die Spitze der Porr geschafft.

Für viele, die dies nicht wussten, eine unglaubliche Geschichte einer Ausnahmeerscheinung. Darauf angesprochen, sagt er selbst

“Ich bin keine Ausnahme. Viele Afrikaner sind mindestens so gescheit wie ich”.

Eine Aussage von Oduala, welche mich zum Nachdenken gebracht hat, ist seine Reaktion auf das Thema Vorurteile, welche aus Rassismus entstehen: “Im oberen Management gibt es auch Rassismus. Der ist aber feiner. Da geht es um den Tonfall.”

Olugbenga_Oduala_PORR

Oduala inspiriert mich, weil er dieses Thema nicht runterspielt, sondern sehr wohl sagt, dass es ihm genauso ergeht wie vielen anderen Ausländern.

Eine Sache, die ich leider seit Jahren immer wieder höre, ist

“ach Ali, du bist doch gar kein Ausländer mehr. Du sprichst perfekt Deutsch, bist integriert und hast ja auch die Staatsbürgerschaft”.

Dies höre ich zumeist, wenn ich Hetze gegen Ausländer anprangere und dies schon im kleinsten Kreis, sei es beruflicher oder privater Natur, empfinde.

Darauf erwidere ich dann zumeist

“ob das auch 5 Neo-Nazis in mir sehen, wenn wir uns Nachts begegnen?”.

Etwas provokant formuliert, aber leider Tatsache. Für meinen Bekanntenkreis (privat und beruflich) gibt es dieses Ausländerhetz-Problem nicht mehr, da ich es  in ihren Augen “geschafft habe”, es vom Flüchtlingskind aus Traiskirchen zum Akademiker mit einem Spitzenjob in einem internationalen Unternehmen zu bringen.

Wenn aber ein Olugbenga Oduala, der es in den Augen vieler, ganz an die Spitze geschafft hat, von seiner Position aus erzählt, dass ihm dies auch immer wieder begegnet, dann kann ich nur sagen, dass es niemals aufhören wird, solange Hetze und Mobbing ein Teil unserer Gesellschaft sind.

Jede Aussage a la

“ich hab ja nichts gegen Ausländer, aber [... bitte hier irgendein Vorurteil einfügen ...]“

trägt dazu bei, dass das Thema Rassismus einen Nährboden bekommt. Einen Nährboden, der gefährlich ist, weil er schleichend zum Selbstverständlichen führt. Nähmlich der Toleranz von ausländerfeindlichen Äußerungen.

Es ist im Grunde egal, ob man in einem Dorf in einer kleinen Kneipe arbeitet, oder bei einem internationalen Konzern. Vorurteile existieren überall wo es Menschen gibt, weil Vorurteile einfach menschlich sind. Auch wenn man es von außen her “schon längst geschafft hat, sich zu integrieren und zu etablieren”.

rassismus

Rassismus und “Anders-sein” geht Hand in Hand mit der teilweise vorhandenen Angst vor Diversity. Sei dies jetzt auf Homosexualität oder der Unterscheidung Mann/Frau bezogen. Mit Menschen auszukommen, die anders sind, macht vielen Angst und zeigt sich dann in Äußerungen und Aktionen, welche diese “anderen” Menschen verletzen und ausgrenzen.

Anstatt in diesem Unterschied eine Chance des Wachsens und der Lernens zu empfinden, wird nur allzu oft eine Wand der Ignoranz aufgezogen.

logo_diversitysearchDas Personalberatungsunternehmen Secretary Search mit Sitz in Wien, nimmt sich dieses Themas bewusst an und hat daher die Plattform Diversity Search ins Leben gerufen, welches das Thema “Diversity in Unternehmen” zurecht als Chance und Möglichkeit sieht. In Kürze wird es hier eine Umfrage mit dem Inhalt “Der Stellenwert von Diversity Management in österreichischen Unternehmen” geben, auf dessen Ergebnisse ich schon sehr gespannt bin.

Mal sehen, ob diese Ergebnisse vieles von dem wiederspiegeln, was nur allzuoft unter den Tisch gekehrt wird.

Schönes Wochenende :-)

Paradigmenwechsel zwischen digitalen Zeitzeugen und standfesten Marketeers

September 8th, 2009 1 comment

Ich weiss … ich blogge viel zu selten und ich finde selbst, dass es eine richtige Frechheit von mir war, eine kleine Umfrage zu starten, worueber ich denn bloggen soll. Und dann lasse ich mir beinhart mehrere Wochen Zeit mit dem Posting. Asche ueber mein Haupt! Mea culpa.

So, jetzt wo das geklaert ist :-) zurueck zum eigentlichen Thema.

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Ich hatte auf Doodle gefragt, worueber meine Leser am liebsten lesen wuerden.

Zur Auswahl standen folgende Themen:

  • Information Worker und die Cloud (Arbeiten mit den Tools aus dem Browser)
  • Paradigmenwechsel und Beobachtungen zwischen digitalen Zeitzeugen und standfesten Marketeers

Gewonnen hat das zweite Thema mit einem Torverhaeltnis von 20:17 :-)

Ich hatte das Glueck und die Ehre, Gewinner der Eintrittskarten fuer das Werbeplanungssummit zu sein.

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Dem ging natuerlich eine harte Gewinnspielschlacht voraus, bei dem Blog-Comments und Tweets zum Sieg beitragen konnten.

Gewinnerblogeintrag

Initiiert wurde das Ganze von niemand geringerem als Ritchie Pettauer, dem Godfather of Social Media :-)

Das Werbeplanungssummit war ein 2-Tage Kongress zum Thema Digitales Marketing in Oesterreich und damit eines der am meist erwarteten Events in der Werbe- und Medienlandschaft.

Fuer mich war die Schnittstellenbehandlung zwischen standfesten Marketingprofis und deren Zugang zu den heute aktiven digitalen Zeitzeugen extrem interessant. Mit digitalen Zeitzeugen meine ich grob zusammengefasst die “neue” Generation der Mediennutzer, welche erst verstanden werden muss und die Mediennutzung komplett auf den Kopf gestellt hat.

Genau die seltsame Sorte von Kunden, welche Google als das Lexikon schlechthin sehen, ueber das Leben twittern und bei Gefahr in Verzug ihren Facebook Status aktualisieren. Etwas ueberzogen diese Beschreibung, aber was ist heute schon normal im digitalen Zeitalter ohne jegliche Definitionen? :-)

Fuer mich als Person aus der Generation, welche die “alte” (Medien-)Welt miterlebt hat und die neue (ich nenne sie gerne auch “erweiterte”) Sichtweise auch taeglich mitpraegt (Kunde = Produzent) war das Werbeplanungssummit recht ernuechternd.

Ich bin einfach mal so frei und behaupte, dass vergangene Erfahrung und damit verbundene Erfolge in der bisherigen Art des Marketing und der Zielgruppenwerbung niemanden darin qualifizieren, fuer die heutigen Kunden gewappnet zu sein. Hier trifft es wirklich zu, dass bisherige Erfolge blind machen koennen.

Auch wenn ich jetzt den Zorn der einen oder anderen grauen Eminenz der Werbelandschaft auf mich ziehe … ich finde, es ist etwa so wie der Vergleich mit Birnen und Aepfeln, wenn wir in der Volksschule rechnen lernen. Ungleiches vertraegt sich manchmal absolut nicht und schon gar nicht, wenn es um Nachhaltigkeit und Best Practice geht.

Etwas wirr was ich schreibe, aber ich moechte es mal so erklaeren: In den meisten Sessions, welche Interaktion mit der digitalen Welt versprachen, war einfach zu oft zu sehen, dass z.B. Bannerwerbung immer noch als Zugangsmittel zur digitalen Generation gesehen wurde.

Auch hoerte man immer oefter, dass “Unternehmen xy jetzt ja auch eine Facebook-Fanpage hat” und damit die Kunden total verstanden hat.

Vergessen wurde, dass Social Media … unangeachtet all der Plattformen a la Facebook, Twitter, etc. genau ein einziges Thema zum Inhalt hat. Nachhaltiger Dialog ist hier das Um und Auf der Thematik. Facebook und Konsorten sind TOOLS!!!! Heute ist es Twitter und morgen eine andere Plattform.

Eine SocialMedia Strategie sollte nicht nur, sie muss auch unabhaengig von den derzeitigen Plattformen Sinn machen und ein Ebene darueber ansetzen.

Ich habe am Werbeplanungssummit schlichtweg die richtigen Fragen vermisst. Fragen nach dem WARUM und dem WESHALB haetten Sinn gemacht. Viel zu viel wurde immer nur ueber das WIE geredet und ueber direkte Umsetzungen, von langfristigen Strategien war einfach zu wenig zu hoeren.

Positiv ueberrascht hat mich hier aber OE3 … der Sender, dem die Oesterreicher und -Innen vertrauen :-)

OE3 setzt auf SocialMedia und hat die nachhaltige Kommunikation dahinter insoweit verstanden, dass man diese Investition als eine langfristige sieht, welche nicht direkt und schon gar nicht schnell in Umsatzzahlen zu sehen ist.

Das Werbeplanungssummit an sich war aber eine hervorragende Veranstaltung und fuer Personen in der Medien- und Werbebranche auf jeden Fall ein must. Auch fuer mich hat es neue Perspektiven hervorgebracht. Umso mehr schaue ich in die Zukunft und freue mich auf das naechste WPSummit und die Ideen und Konzepte, welche seit dem ersten WPSummit entwickelt wurden.

Oesterreich ist im Bereich NewMedia, SocialWeb und Web2.0 teilweise ein Entwicklungsland und gerade deshalb ein guter Boden fuer Aufklaerungsarbeit und neue Unternehmer :-)

Als Gewinner der Karten wurde ich an einem echt heissen Sommertag vor den Toren der Nationalbibliothek interviewed (sichtlich geschafft von der Hitze und der guten Belueftung :-) ) und befand mich in bester Gesellschaft, da auch Armin Wolf an diesem Tag von Ritchie interviewed wurde. Uebrigens war Armin Wolfs Keynote ein sehr guter Start in den Event, da dies die zeitgemaesse Verschmelzung von Old Media und New Media aus der Praxis spiegelte.

Das WPSummit hat hier mit dieser Veranstaltung Pionierarbeit geleistet und hoffentlich eine breite Diskussion gestartet, welche durch intelligentes Lernen und Probieren (aber auch dem Zulassen von Fehlern) bald Fruechte tragen wird.

Hier gehts zu den Fotos vom WPSummit und zum Interview mit Armin Wolf.

Bis naechstes Jahr beim Werbeplanungssummit!

Einen wunderschoenen Arbeitstag

May 12th, 2009 1 comment

Bueros sind Fluch und Segen zugleich, die Wahrnehmung und die Sichtweise machens aus.

Aber man kann auch selbst etwas dazu beitragen!

Warum einen Tag nicht mal so beginnen?

Und bezueglich Wirtschaftskrise … ich fuer meinen Teil habe beschlossen, daran nicht mehr teilzunehmen! :-)

lg Ali

Arbeiten auf der Sonnenseite des Lebens

April 30th, 2009 2 comments

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Es gibt Arbeitgeber, es gibt Unternehmen und es gibt Freiraeume …  Orte, an denen berufliche Herausforderungen und eigene Ideen Hand in Hand gehen koennen. So ein Ort ist Sun Microsystems.

Ich bezeichne Sun, meinen Arbeitgeber, als Ort weil es ein globales Unternehmen mit globalen Kunden und globalen Partner ist.

Aber das ist nicht alles, was Sun ausmacht und aus der Menge hervorstechen laesst.

Es faengt damit an, dass man die intelligentesten Menschen der Branche mit den kreativsten zusammenbringt und dabei einen Mehrwert schafft. Einen Mehrwert, der Nachhaltigkeit und Gutes hinterlaesst. Sowohl fuer unsere Kunden als auch fuer unsere Gesellschaft.

img_07721Fuer Kunden durch ein breites Portfolio, aber auch durch intelligente Loesungen und fuer die Gesellschaft durch Ansaetze, welche z.B. der Umweltverschmutzung entgegen wirken. Und zwar mit der Vision “The network is the computer”, welche vor ueber 20 Jahren ins Leben gerufen wurde und heute mehr denn je gilt.

Alles Punkte und Werte an die ich glaube.

Letzte Woche wurde Sun durch Oracle aquiriert. Ein Kauf, der alle tektonischen Platten der IT Branche gehoerig ins Wanken bringt und definitiv eine sehr interessante Konstellation bedeutet. Zugegeben, nach den Geruechten um IBM war Oracle eine Ueberraschung, aber durchaus eine positive!

Dass auf meiner Visitenkarte Oracle stehen wuerde haette ich mir ja nicht so schnell gedacht, auch wenn Oracle zu einem von 5 Unternehmen gehoert, bei dem ich schon immer arbeiten wollte. Zumindest brauche ich mich jetzt nicht mehr bewerben :-)

Ich war vor Kurzem in Deutschland in unserer Muenchner Niederlassung und bin dort an einige nette Geschichten bei Sun erinnert worden. Viele wissen, dass ich derzeit meinen 2. Fruehling bei Sun geniesse. Ich war das erste Mal schon vor knapp 5 Jahren bei Sun, damals aber im Projektmanagement und habe Sun dann wegen meinem Zivildienst verlassen muessen. Ich wurde vor knapp einem Jahr als technischer Berater wieder ins Team von Sun Oesterreich geholt und habe meinen Einstieg gleich mal mit einem Abstecher nach LasVegas begonnen.

Ich moechte hier nochmal die besten Szenen meiner bisherigen Sun Zeit festhalten, bevor die Farbe violet zu rot wird und fuer mich eine neue Zeit in einem noch groesseren Unternehmen beginnt :-)

BestOf Ali@Sun:






Die naechsten “Unternehmens”-Fotos gibts von Sun/Oralce :-)

lg,

Ali