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20 Social Media Ratings, um gut schlafen zu können

May 4th, 2010 5 comments

Focus

Hat man einmal den Weg in den Social Media Dschungel gewagt, stellt sich recht schnell die Frage, welche Tools, welche Filter und welche Monitoringmöglichkeiten es gibt und, vor allem, welche Sinn machen.

Natürlich ist jede Auflistung in diesem Bereich von der subjektiven Wahrnehmung geprägt. Aber dies ist auch in einem Bereich ohne normierte Vergleichswährung erlaubt. Was hier herangezogen wird, ist eine der wichtigsten Kriterien, auch welche ich zurückgreifen kann – meine Erfahrung aus den Bereichen Web2.0, Social Media und nachhaltiger Kommunikationsstrategie, verbunden mit dem Feedback und den Erkenntnissen aus vielen Kundenprojekten.

Um die Notwendigkeit des Monitorings im Web zu untermauern, möchte ich den Vergleich mit dem TV heranziehen. Nein, es wird jetzt keine Auflistung, was das TV und das iNet gemeinsam haben – es geht um deren Bewertungsmechanismen, welche für zukünftige Investitionen herangezogen werden.

TV Inhalte werden nach 3 Erfolgskriterien gemessen:

  1. aussergewöhnliche Inhalte (egal ob Komödien, Dramen, Dokumentationen, Thriller, etc.)
  2. Erfolgreiche Verbreitung der Inhalte per Radio, TV oder anderer Kanäle, welche große Consumerzahlen ansprechen.
  3. Wie sehr ziehen die Inhalte Werber und Sponsoren an und schaffen dadurch Gewinn für die Betreiber?

TV Inhalte gehen Hand in Hand mit deren Bewertungen, angefangen bei den Zusehern bis hin zu der dadurch entstandenen Marktpenetration.

Und was für konsumierte Inhalte, a la TV gilt, ist auch auf Social Media Marketing umzulegen.

Taraaa … daher hier eine Auflistung einiger Ratings, welche für Social Media Channels in Betracht gezogen werden sollten:

Blog

Bei Blogs, eine der Königsdisziplinen – wenn nachhaltig und aktiv betrieben – des Reputation Managements liegt der Fokus auf folgenden Punkte

  • unique Besucher pro Monat
  • Anzahl der gelesenen Posts
  • RSS Subscribers
  • Email Subscribers
  • Unabhängige Blogratings
  • Anzahl der Kommentare
  • wer kommentiert? Unterschied zwischen großen und kleinen Fischen im Teich vorher definieren und bei Bedarf nachjustieren
  • Links
  • Zeit, welche Besucher auf der Site verbringen

Facebook

  • Anzahl der Fans – bei Fanpages!
  • Qualität der Fans
  • Kommentare

Twitter

  • Anzahl der Follower – ohne Zuhilfenahme durch Follower Generierungtools!
  • Auf wie vielen Listen ist man vertreten?
  • Wie oft die eigenen Tweets reTweeted werden
  • Anzahl der Direct Messages – ohne SPAM :-)
  • Rating auf Klout – Service, zur Messung des Einflusses

YouTube

  • Anzahl der Views
  • Anzahl der Channel Subscriber
  • Anzahl der Kommentare – ohne SPAM natürlich

Und schlussendlich geht es bei dem Ganzen um die Schaffung von Begeisterung und Identifikation - Schaffen Sie es, dass Ihre Besucher Ihren Content wie verrückt auf Twitter oder Facebook weiterverbreiten? Wird Ihr Blog zitiert oder darauf verwiesen? Schreiben Sie User an, dass Sie es kaum aushalten, bis es wieder Neuigkeiten gibt?

Falls ja, dann sehen Sie die obere Liste nur als Ergänzung und schlafen Sie gut auf Ihren Lorbeeren.

Welt 2010 ohne Grenzen – österreichisches Eishockey und Äthopien (ein Fallbeispiel)

March 9th, 2010 8 comments

Eishockey, Österreich, Twitter, Äthiopien – bis auf die beiden ersten Begriffe doch sehr gegensätzliche Dinge.

Seit 2 Tagen aber die Stichwörter, welche mir einfallen, wenn ich nach der vernetzten Welt gefragt werde.

Fangen wir am Anfang an:

Das ist Dieter:

5736_119011261583_546331583_3039607_7414424_nZiernig sein Nachname und in den Weiten des WWW auch bekannt als Sugarmelon.

Ich hatte das Vergnügen, Dieter einige Male persönlich kennen und schätzen zu lernen. Dieter ist unter Tags Verantwortlicher für die digitale Strategie bei HP und wenn er mal nicht über irgendwas mit 2.0 hinten dran redet, reist er viel rum … echt viel!

By the way … Dieter ist Eishockey-Fan.

Und zwar so einer, der alle Welt daran teilhaben lässt – auch über Facebook, Twitter und Konsorten :-)

Und über den digitalen Mindshift weiß der Herr auch einiges, aber davon kann man sich selbst ein Bild machen.

Das ist Äthiopien:

Äthiopien …  ist ein Staat im Nord-Osten Afrikas. Er grenzt an Eritrea, den SudanKenia,Somalia und Dschibuti. Nationalfeiertag ist der 28. Mai, Tag der Niederlage des Mengistu-Regimes (1991). Äthiopien ist beim Human Development Index auf Platz 171 von 182.

Äthiopien ist das zehntgrößte Land in Afrika, es ist rund dreimal so groß wie Deutschland.

CaptureÄthiopien hatte Mitte 2008 eine Bevölkerung von 79,1 Millionen. 16 Prozent der Menschen lebten in den Städten. 43 Prozent der Bevölkerung war unter 15 Jahre alt und nur 3 Prozent über 65 Jahre. Eine äthiopische Frau bringt im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt 5,3 Kinder zur Welt.

Die Bevölkerung setzt sich aus ungefähr 80 ethnischen Gruppen zusammen, die zwischen mehreren Millionen und nur wenigen Hundert Menschen umfassen können. Obwohl geographisch dem südlich der Sahara gelegenen Afrika zugerechnet, ist das Land in seiner historischen und kulturellen Entwicklung stark von Einflüssen aus dem Nahen Osten geprägt.

Wikipedia, 2010

Das ist Eishockey:

Auch hier wieder der Verweis auf Mama Wikipedia:

Schweden-lettlandEishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, das Spielgerät, den Puck, eine kleine Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu befördern.

Der Eishockeysport entstand zwischen 1840 und 1875 in Kanada, wo britische Soldaten das schottische Shinney auf Schnee und Eis spielten. Die BezeichnungHockey kommt aus dem Französischen und bedeutet etwa „krummer Stock“.

Eishockey ist durch die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) international organisiert. Der Weltverband hat bis heute 64 Mitgliedsverbände. Als spielerisch beste Eishockeyliga der Welt gilt die nordamerikanische National Hockey League (NHL).

Das ist Twitter:

- no comment, guys – das ist mittlerweile schon zu oft durchgekaut worden. Check the facts!

Und was zum T*/&$§l hat das alles jetzt gemeinsam?

Kurze Antwort: eine einzige, globale Welt!

Die etwas längere Antwort:

Am Sonntag, 07. März 2010, spielten in Österreich die beiden Eishockeymannschaften aus Salzburg und Klagenfurt um das Weiterkommen im Cup. Eine recht spannende Angelegenheit, wenn man Eishockeyfan ist und auch sonst ein recht kurzweiliges Unterfangen. Es war eines dieser Spiele, welche für eine kurze Zeit zwei Bundesländer zu den härtesten Feinden machen konnte.

Dieter schickte an diesem Tag per Twitter die Message raus, ob ihn den jemand per SMS über den Spielstand informieren könnte.

Capture

An sich keine besondere Geschichte, wenn man bedenkt, dass unsere Kids in Mitteleuropa mittlerweile schon mit durchschnittlich 13 Jahren ein Handy bekommen.

Aber eine Sache war dann doch interessant – Dieter ist seit einigen Wochen in Äthiopien unterwegs. Also in Afrika. Ziemlich weit weg, komplette Zeitumstellung, andere digitale Zugänge zu Informationen (wenn überhaupt) und keine Eishockeyberichterstattung.

Vor vielen Jahren wäre solch eine Anfrage wegen so einem Spielstand etwas “umständlich” und “komisch” gewesen. Weil es einen Telefonanruf benötigt hätte, der einiges kostet. Ganz zu schweigen, ob die Person überhaupt erreichbar ist.

Dieter verließ sich voll und ganz auf Twitter und bekam auch die Antwort, welche er wollte in Echtzeit. Und als Bestätigung gleich von mehreren Personen auf einmal (inklusive meiner Person).

Capture

Für viele Digital Natives ein ganz alltägliches Phänomen, für die Digitial Immigrants und für die Personen, welche derzeit den schmalen Grat zwischen diesen Welten bewältigen wollen, ein eindeutiger Beweis, dass Informationen, entstanden durch die Masse, verbunden mit einfachen digitalen Kanälen, DIE Informationsinfrastruktur darstellen, welche es uns hoffentlich erlauben wird, uns selbst zu helfen. Damit meine ich die Möglichkeit, sich selbst die Informationen zu besorgen, mit denen man handeln kann. Unabhängig davon WO man ist.

Realtime Informationen zum Null-Tarif und mit besten Empfehlungen von Freunden

würde meine Großmutter jetzt sagen, welche es verstand, übergreifende Dinge in einen einzigen Satz zu verpacken.

Eishockeyergebnisse sind natürlich keine Informationen, welche unseren Lebensstil und die Art und Weise unseres Daseins verändern.

Aber dieses einfache Beispiel zeigt sehr gut, dass gezielte und innovative Kanäle in unserer heutigen Welt, Dinge zusammenbringen können, welche auf den ersten Blick nichts miteinander zutun haben.

Danke Dieter!

Bing! vs Herr Novak – 0:1

March 5th, 2010 1 comment

Anmerkung: Herr Novak ist mein Nachbar und wohnt am selben Stockwerk wie ich. Könnte aber sehr gut auch Ihr eigener Nachbar oder Ihre Nachbarin sein.

Kennen Sie sich aus?

Fantastisch, dann los …

Bing is a search engine that finds and organizes the answers you need so you can make faster, more informed decisions.

Also, um es richtig zu verstehen.

Mir wird versprochen (laut Wikipedia):

Microsoft nennt seine Suchmaschine selbst eine „Entscheidungsmaschine“[1] und betont, Bing solle „dem User nicht nur schneller gewünschte Informationen liefern, sondern auch bei täglichen Entscheidungsfindungen rund um Themen wie Einkaufen oder Reiseplanung helfen.“[2]

Also bei aller Liebe meine Freunde aus Redmond, aber nach langer bing!-Testphase kann ich sagen …

“wozu habe ich

Gut, über den letzten Punkt kann man streiten :-)

Ich selbst habe im Laufe der letzten 6 Monate recht viele “Entscheidungen” rund um das Einkaufen oder der Reiseplanung mit Facebook & Twitter gelöst (Kino, Rabatte, etc.).

Und das beste daran? Ich kann sicher gehen, dass

  • 99% meiner Facebook Freunde mir nichts verkaufen wollen :-)
  • die Antworten recht aktuell sind
  • ich bei bekannteren Dingen mehrere Meinungen erhalte, welche einen Eindruck stärken
  • gute Alternativen empfohlen bekomme (meine “Friends” wollen ja nur das Beste für mich :-) )

Dies sind jetzt nur mal einige Beispiele, wie mir die beiden Geschwister Twitter & Facebook, welche in gegenseitiger Hassliebe leben, bei alltäglichen Dingen helfen.

bing! ist im großen Ozean von Google und Konsorten ein sehr guter Anbieter, der aber vergisst, dass ich bei alltäglichen Dingen lieber die Leute “ums Eck” frage, anstatt einer Suchmaschine mit Index die Möglichkeit zu geben, mich bei einer Entscheidung zu unterstützen.

Mit Leuten “ums Eck” sind natürlich auch meine Freunde und Bekannte gemeint, zu welchen ich auf digitale Art und Weise Kontakt pflege.

Hier ist das Medium Internet nur ein Vermittler, aber die Antwort generieren mir die User, meine Friends – und das in Echtzeit.

Ich sage nicht, dass bing! keine Suchmaschine zur Entscheidungsfindung ist – das ist das österreichische Telefonbuch teilweise auch, aber was mich so wurmt ist die Darstellung als DIE Entscheidungssuchmaschine.

bing! hat noch nicht das Potenzial sich als die “Entscheidungssuchmaschine für alltägliche Dinge” zu rühmen. Betonung liegt auf “alltäglich”!!

Mit einem USP protzen, der bei alltäglichen Dingen dem Vergleich mit meinem Nachbarn nicht stand hält, ist zwar witzig & auch wieder witzlos – und zwar dann, wenn sich Mann und Frau wirklich darauf verlassen.

AlmCamp 09 – und wie wars? [Part 1]

September 28th, 2009 2 comments

Es ist Montag, eine neue Woche startet und ich hatte das Glück, mir in den letzten Tagen Inspiration vom Feinsten zu holen.

Es war AlmCamp-Zeit und knapp 50 Personen fanden sich zusammen, um zu diskutieren, sich kennenzulernen und vor allem … um etwas weiterzugeben.

Vorab die Zusammenfassung:

Schön wars, wirklich schön.
Und die Sichtweise hat es erweitert, sehr sogar.

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Dieses Wochenende fand das AlmCamp 09 in Malta/Kärnten statt. Ein BarCamp im Grünen und ganz weit oben in Holzhütten, so etwa hatte ich mir das vorgestellt. Das Panorma war ja schon mal sehr vielversprechend.

Von Doppelzimmer bis zu Massenlager war alles vorhanden. Skikursfeeling pur!

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Es war uns allen klar … viele auf der Alm kennen Web2.0 vielleicht nicht, doch wir wurden total überrascht – DAS ANRAINER-INTERVIEW:

Hier ein Video der drei aufopfernden Veranstalter über das AlmCamp09, die Organisation und deren Eindrücke:

In Kürze gibt es Videos über die Eindrücke der Teilnehmer und als ob das nicht schon genug wäre … es gibt noch ein Interview mit Robert Basic zum AlmCamp09.

Riesengroßes Dankeschön an:

und natürlich an die Sponsoren, allen voran die Telekom Austria, die den Internetzugang in luftiger Höhe sponsorte:

ta-logo

Malta_intro_oben Ubit_kt4 Pietschnigg
Logo-rieder Gesagt_getan Dslogo
Banner-Hochalmspitze Pension Dullnig, Gmünd, Außenaufnahme Banner-AlmCamp Atv-logo

viele der genialen Bilder vom AlmCamp 09 enstammen der Feder von Karola Riegler, DER Fotografin der Stunde.

Karola Riegler auf Flickr.

Tunesbag – Musik in der Wolke

September 9th, 2009 No comments

Forscher der University of Cambridge haben herausgefunden, wie andere Menschen  aufgrund ihres Musikgeschmackes von anderen eingestuft werden (hier gehts zum kompletten Bericht).

Auf gut deutsch kann dies bedeuten, dass der eine oder andere von uns ein damaliges Date nur deshalb bekommen hat, weil die Playlist die richtige war :-)

Nichtsdesto trotz stehe ich zu meiner Musik und moechte diese immer bei mir haben. iPod, iPhone und Konsorten sind hierfuer spitze (bitte jetzt keinen Religionskrieg zwischen Apple-Juengern und Windows-Menschen vom Zaun brechen), jedoch arbeite ich an verschiedensten Rechnern (Arbeit, Zuhause, Laptop, Netbook, etc.) und moechte meine Musik in diesem Zusammenhang immer dabei haben.

music

Aufgrund meiner Teilnahme am Werbeplanungssummit im Juli 2009 hatte ich das Vergnuegen, in einem der besten Sessions zum Thema Startups: Little Big Stars, etwas ueber Tunesbag zu erfahren. Tunesbag ist ein Projekt von Hansjoerg Posch, welches den Cloud-Ansatz mit Musik verbindet.

Online Musik speichern und per Player, welcher natuerlich im Browser laeuft und fuer den Anfang schon sehr intuitiv und gut bedienbar ist, einfach auf jedem Browser-faehigen Endgeraet abspielen (eigentlich streamen).

tunesbag

Hoerte sich fuer mich am Anfang etwas zu gut an, doch nach gut 1,5 monatiger Nutzung bin ich hin und weg von Tunesbag.

Einmal Songs geuploaded und schon ist man “nur mehr” von einer g’scheiten Internetverbindung abhaengig :-)

Zwar verwende ich immer noch mein iPhone fuer unterwegs, aber mittlerweile gibt es beim Arbeiten nichts schoeneres fuer mich, als ein Geraet mit Internetzugang und meiner Musik. Etwas uebertrieben, aber es geht schon sehr in Richtung meines Big Pictures, demnach ich komplett Geraete-unabhaengig arbeiten moechte.

In Zeiten von Google Gears denke ich aber, dass die Verschmelzung Online/Offline Nutzung bei Tunesbag nur mehr eine Frage der Zeit ist.

Und hier noch ein Nostalgievideo fuer alle, die wissen … Musik liegt in der Luft :-)

Paradigmenwechsel zwischen digitalen Zeitzeugen und standfesten Marketeers

September 8th, 2009 1 comment

Ich weiss … ich blogge viel zu selten und ich finde selbst, dass es eine richtige Frechheit von mir war, eine kleine Umfrage zu starten, worueber ich denn bloggen soll. Und dann lasse ich mir beinhart mehrere Wochen Zeit mit dem Posting. Asche ueber mein Haupt! Mea culpa.

So, jetzt wo das geklaert ist :-) zurueck zum eigentlichen Thema.

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Ich hatte auf Doodle gefragt, worueber meine Leser am liebsten lesen wuerden.

Zur Auswahl standen folgende Themen:

  • Information Worker und die Cloud (Arbeiten mit den Tools aus dem Browser)
  • Paradigmenwechsel und Beobachtungen zwischen digitalen Zeitzeugen und standfesten Marketeers

Gewonnen hat das zweite Thema mit einem Torverhaeltnis von 20:17 :-)

Ich hatte das Glueck und die Ehre, Gewinner der Eintrittskarten fuer das Werbeplanungssummit zu sein.

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Dem ging natuerlich eine harte Gewinnspielschlacht voraus, bei dem Blog-Comments und Tweets zum Sieg beitragen konnten.

Gewinnerblogeintrag

Initiiert wurde das Ganze von niemand geringerem als Ritchie Pettauer, dem Godfather of Social Media :-)

Das Werbeplanungssummit war ein 2-Tage Kongress zum Thema Digitales Marketing in Oesterreich und damit eines der am meist erwarteten Events in der Werbe- und Medienlandschaft.

Fuer mich war die Schnittstellenbehandlung zwischen standfesten Marketingprofis und deren Zugang zu den heute aktiven digitalen Zeitzeugen extrem interessant. Mit digitalen Zeitzeugen meine ich grob zusammengefasst die “neue” Generation der Mediennutzer, welche erst verstanden werden muss und die Mediennutzung komplett auf den Kopf gestellt hat.

Genau die seltsame Sorte von Kunden, welche Google als das Lexikon schlechthin sehen, ueber das Leben twittern und bei Gefahr in Verzug ihren Facebook Status aktualisieren. Etwas ueberzogen diese Beschreibung, aber was ist heute schon normal im digitalen Zeitalter ohne jegliche Definitionen? :-)

Fuer mich als Person aus der Generation, welche die “alte” (Medien-)Welt miterlebt hat und die neue (ich nenne sie gerne auch “erweiterte”) Sichtweise auch taeglich mitpraegt (Kunde = Produzent) war das Werbeplanungssummit recht ernuechternd.

Ich bin einfach mal so frei und behaupte, dass vergangene Erfahrung und damit verbundene Erfolge in der bisherigen Art des Marketing und der Zielgruppenwerbung niemanden darin qualifizieren, fuer die heutigen Kunden gewappnet zu sein. Hier trifft es wirklich zu, dass bisherige Erfolge blind machen koennen.

Auch wenn ich jetzt den Zorn der einen oder anderen grauen Eminenz der Werbelandschaft auf mich ziehe … ich finde, es ist etwa so wie der Vergleich mit Birnen und Aepfeln, wenn wir in der Volksschule rechnen lernen. Ungleiches vertraegt sich manchmal absolut nicht und schon gar nicht, wenn es um Nachhaltigkeit und Best Practice geht.

Etwas wirr was ich schreibe, aber ich moechte es mal so erklaeren: In den meisten Sessions, welche Interaktion mit der digitalen Welt versprachen, war einfach zu oft zu sehen, dass z.B. Bannerwerbung immer noch als Zugangsmittel zur digitalen Generation gesehen wurde.

Auch hoerte man immer oefter, dass “Unternehmen xy jetzt ja auch eine Facebook-Fanpage hat” und damit die Kunden total verstanden hat.

Vergessen wurde, dass Social Media … unangeachtet all der Plattformen a la Facebook, Twitter, etc. genau ein einziges Thema zum Inhalt hat. Nachhaltiger Dialog ist hier das Um und Auf der Thematik. Facebook und Konsorten sind TOOLS!!!! Heute ist es Twitter und morgen eine andere Plattform.

Eine SocialMedia Strategie sollte nicht nur, sie muss auch unabhaengig von den derzeitigen Plattformen Sinn machen und ein Ebene darueber ansetzen.

Ich habe am Werbeplanungssummit schlichtweg die richtigen Fragen vermisst. Fragen nach dem WARUM und dem WESHALB haetten Sinn gemacht. Viel zu viel wurde immer nur ueber das WIE geredet und ueber direkte Umsetzungen, von langfristigen Strategien war einfach zu wenig zu hoeren.

Positiv ueberrascht hat mich hier aber OE3 … der Sender, dem die Oesterreicher und -Innen vertrauen :-)

OE3 setzt auf SocialMedia und hat die nachhaltige Kommunikation dahinter insoweit verstanden, dass man diese Investition als eine langfristige sieht, welche nicht direkt und schon gar nicht schnell in Umsatzzahlen zu sehen ist.

Das Werbeplanungssummit an sich war aber eine hervorragende Veranstaltung und fuer Personen in der Medien- und Werbebranche auf jeden Fall ein must. Auch fuer mich hat es neue Perspektiven hervorgebracht. Umso mehr schaue ich in die Zukunft und freue mich auf das naechste WPSummit und die Ideen und Konzepte, welche seit dem ersten WPSummit entwickelt wurden.

Oesterreich ist im Bereich NewMedia, SocialWeb und Web2.0 teilweise ein Entwicklungsland und gerade deshalb ein guter Boden fuer Aufklaerungsarbeit und neue Unternehmer :-)

Als Gewinner der Karten wurde ich an einem echt heissen Sommertag vor den Toren der Nationalbibliothek interviewed (sichtlich geschafft von der Hitze und der guten Belueftung :-) ) und befand mich in bester Gesellschaft, da auch Armin Wolf an diesem Tag von Ritchie interviewed wurde. Uebrigens war Armin Wolfs Keynote ein sehr guter Start in den Event, da dies die zeitgemaesse Verschmelzung von Old Media und New Media aus der Praxis spiegelte.

Das WPSummit hat hier mit dieser Veranstaltung Pionierarbeit geleistet und hoffentlich eine breite Diskussion gestartet, welche durch intelligentes Lernen und Probieren (aber auch dem Zulassen von Fehlern) bald Fruechte tragen wird.

Hier gehts zu den Fotos vom WPSummit und zum Interview mit Armin Wolf.

Bis naechstes Jahr beim Werbeplanungssummit!