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Welt 2010 ohne Grenzen – österreichisches Eishockey und Äthopien (ein Fallbeispiel)

March 9th, 2010 8 comments

Eishockey, Österreich, Twitter, Äthiopien – bis auf die beiden ersten Begriffe doch sehr gegensätzliche Dinge.

Seit 2 Tagen aber die Stichwörter, welche mir einfallen, wenn ich nach der vernetzten Welt gefragt werde.

Fangen wir am Anfang an:

Das ist Dieter:

5736_119011261583_546331583_3039607_7414424_nZiernig sein Nachname und in den Weiten des WWW auch bekannt als Sugarmelon.

Ich hatte das Vergnügen, Dieter einige Male persönlich kennen und schätzen zu lernen. Dieter ist unter Tags Verantwortlicher für die digitale Strategie bei HP und wenn er mal nicht über irgendwas mit 2.0 hinten dran redet, reist er viel rum … echt viel!

By the way … Dieter ist Eishockey-Fan.

Und zwar so einer, der alle Welt daran teilhaben lässt – auch über Facebook, Twitter und Konsorten :-)

Und über den digitalen Mindshift weiß der Herr auch einiges, aber davon kann man sich selbst ein Bild machen.

Das ist Äthiopien:

Äthiopien …  ist ein Staat im Nord-Osten Afrikas. Er grenzt an Eritrea, den SudanKenia,Somalia und Dschibuti. Nationalfeiertag ist der 28. Mai, Tag der Niederlage des Mengistu-Regimes (1991). Äthiopien ist beim Human Development Index auf Platz 171 von 182.

Äthiopien ist das zehntgrößte Land in Afrika, es ist rund dreimal so groß wie Deutschland.

CaptureÄthiopien hatte Mitte 2008 eine Bevölkerung von 79,1 Millionen. 16 Prozent der Menschen lebten in den Städten. 43 Prozent der Bevölkerung war unter 15 Jahre alt und nur 3 Prozent über 65 Jahre. Eine äthiopische Frau bringt im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt 5,3 Kinder zur Welt.

Die Bevölkerung setzt sich aus ungefähr 80 ethnischen Gruppen zusammen, die zwischen mehreren Millionen und nur wenigen Hundert Menschen umfassen können. Obwohl geographisch dem südlich der Sahara gelegenen Afrika zugerechnet, ist das Land in seiner historischen und kulturellen Entwicklung stark von Einflüssen aus dem Nahen Osten geprägt.

Wikipedia, 2010

Das ist Eishockey:

Auch hier wieder der Verweis auf Mama Wikipedia:

Schweden-lettlandEishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, das Spielgerät, den Puck, eine kleine Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu befördern.

Der Eishockeysport entstand zwischen 1840 und 1875 in Kanada, wo britische Soldaten das schottische Shinney auf Schnee und Eis spielten. Die BezeichnungHockey kommt aus dem Französischen und bedeutet etwa „krummer Stock“.

Eishockey ist durch die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) international organisiert. Der Weltverband hat bis heute 64 Mitgliedsverbände. Als spielerisch beste Eishockeyliga der Welt gilt die nordamerikanische National Hockey League (NHL).

Das ist Twitter:

- no comment, guys – das ist mittlerweile schon zu oft durchgekaut worden. Check the facts!

Und was zum T*/&$§l hat das alles jetzt gemeinsam?

Kurze Antwort: eine einzige, globale Welt!

Die etwas längere Antwort:

Am Sonntag, 07. März 2010, spielten in Österreich die beiden Eishockeymannschaften aus Salzburg und Klagenfurt um das Weiterkommen im Cup. Eine recht spannende Angelegenheit, wenn man Eishockeyfan ist und auch sonst ein recht kurzweiliges Unterfangen. Es war eines dieser Spiele, welche für eine kurze Zeit zwei Bundesländer zu den härtesten Feinden machen konnte.

Dieter schickte an diesem Tag per Twitter die Message raus, ob ihn den jemand per SMS über den Spielstand informieren könnte.

Capture

An sich keine besondere Geschichte, wenn man bedenkt, dass unsere Kids in Mitteleuropa mittlerweile schon mit durchschnittlich 13 Jahren ein Handy bekommen.

Aber eine Sache war dann doch interessant – Dieter ist seit einigen Wochen in Äthiopien unterwegs. Also in Afrika. Ziemlich weit weg, komplette Zeitumstellung, andere digitale Zugänge zu Informationen (wenn überhaupt) und keine Eishockeyberichterstattung.

Vor vielen Jahren wäre solch eine Anfrage wegen so einem Spielstand etwas “umständlich” und “komisch” gewesen. Weil es einen Telefonanruf benötigt hätte, der einiges kostet. Ganz zu schweigen, ob die Person überhaupt erreichbar ist.

Dieter verließ sich voll und ganz auf Twitter und bekam auch die Antwort, welche er wollte in Echtzeit. Und als Bestätigung gleich von mehreren Personen auf einmal (inklusive meiner Person).

Capture

Für viele Digital Natives ein ganz alltägliches Phänomen, für die Digitial Immigrants und für die Personen, welche derzeit den schmalen Grat zwischen diesen Welten bewältigen wollen, ein eindeutiger Beweis, dass Informationen, entstanden durch die Masse, verbunden mit einfachen digitalen Kanälen, DIE Informationsinfrastruktur darstellen, welche es uns hoffentlich erlauben wird, uns selbst zu helfen. Damit meine ich die Möglichkeit, sich selbst die Informationen zu besorgen, mit denen man handeln kann. Unabhängig davon WO man ist.

Realtime Informationen zum Null-Tarif und mit besten Empfehlungen von Freunden

würde meine Großmutter jetzt sagen, welche es verstand, übergreifende Dinge in einen einzigen Satz zu verpacken.

Eishockeyergebnisse sind natürlich keine Informationen, welche unseren Lebensstil und die Art und Weise unseres Daseins verändern.

Aber dieses einfache Beispiel zeigt sehr gut, dass gezielte und innovative Kanäle in unserer heutigen Welt, Dinge zusammenbringen können, welche auf den ersten Blick nichts miteinander zutun haben.

Danke Dieter!

Spielend kommunizieren

July 18th, 2009 No comments

Heute schon gepoked?

Nein? Kein Grund rot zu werden. Was sich auf den ersten Blick etwas schlüpfrig anhoert, ist einem neuen Gadget zu verdanken … dem Poken, zu welchem ich vor wenigen Tagen vom Kurier interviewed wurde (zum Kurierartikel zum Thema Poken mit Ali Mahlodji und Jana Herwig).

Poken Interview mit Ali Mahlodji und Jana Herwig im Kurier

Und wer hats erfunden? Genau, die Schweizer! Um genau zu sein die Schweizer Firma Poken S.A., welche unter anderem vor Kurzem bei den TechCrunch Europe Awards 2009 den ersten Preis fuer das beste Real World Device / Gadget gewann.

Um es auf den Punkt zu bringen:

PokenPoken sind digitale Visitenkarten. Und das wortwoertlich.

In einer Zeit, in der immer mehr SocialWeb Plattformen (Twitter, Facebook, XING, etc.) den Lebensalltag begleiten und wir auch immer oefter Zeit auf diesen verbringen, hilft uns der Poken, bei Neukontaktaufnahme, all unsere digitalen Identitaeten auszutauschen.

Einfach zwei Poken, bzw. deren Riesenhaende, aneinander halten (“high four”) und schon sind die digitalen Identitaeten ausgetauscht. Ein gruenes Aufleuchten zeigt an, ob der Austausch korrekt passiert ist.

Zur Zeit werden knapp 30 SocialWeb Plattformen unterstuetzt und es ist moeglich 64 Kontakte auf einem Poken zu speichern. Dies stellt insofern kein Problem dar, da bei einem vollen Poken einfach der 1. Eintrag ueberschrieben wird.

Wenn man also seinen Poken immer rechtzeitig mit dem eigenen PC (natuerlich auch Mac) verbindet, kann man recht risikofrei poken, da die Daten der neuen Poken-Freunde jedes Mal auf den Poken-Server uebertragen werden und dort gespeichert werden.

Fuer die Personen, welche zum Poken aufgefordert werden, aber ihre Daten nicht weitergeben moechten, gibt es den Ghost-Mode.

Hierfuer muss man nur kurz vor dem Kontaktaustausch den runden Kreis in der Hand des Poken 2x druecken und schon wird ein Ausweichprofil uebertragen.

Dieses Ausweichprofil kann man entweder selbst “neu zusammenstellen” oder der Poken uebertraegt einfach ein Profil, bei dem kein Bild und auch sonst keine Daten uebertragen werden. Einzig und allein die ID des Pokens wird uebertragen.

die technische Erklaerung:

Poken PersonalisierungWenn man einen Poken erhaelt, sollte man als aller erster die eigenen Daten eintragen, bzw. den eigenen Poken personalisieren.

Hier ist das Beispiel meiner ersten Identiaet, welche ich konfiguriert habe und welche auch als Standard uebertragen wird.

Genauso ist es auch moeglich eine 2. Identitaet einzurichten, welche z.B. eher private Daten enthaelt, und immer dann ausgetauscht werden soll, wenn man die Innenflaeche des Pokens 2x drueckt.

Beim Austausch werden nur die ID’s der einzelnen Poken ausgetauscht.

Beim Einstecken des Pokens in den PC/Mac (per USB) wird Kontakt mit der offiziellen Poken Seite hergestellt und, basierend auf den empfangenden ID’s, welche am Poken gespeichert sind, werden die hinterlegten Daten vom Server abgerufen.

Wer jetzt wegen seiner Sicherheit Angst hat, dem sei zu sagen, dass am Server KEINE PASSWOERTER zu den SocialMedia Profilen gespeichert werden. Es ist nur der Link zum jeweiligen Profil vorhanden.

und wie fange ich an?

Nicht verzagen, sondern eine der folgenden Moeglichkeiten nutzen :-)

wie sieht die Poken & Blog Szene aus?

Hierfuer lasse ich die schoensten Bilder und Szenen des letzten Blogtail fuer sich sprechen:

Wir sehen uns, spaetestens beim naechsten Blogtail :-)