digitale Identität, Humanpotential, Marketing & sozialer Verantwortung
Eishockey, Österreich, Twitter, Äthiopien – bis auf die beiden ersten Begriffe doch sehr gegensätzliche Dinge.
Seit 2 Tagen aber die Stichwörter, welche mir einfallen, wenn ich nach der vernetzten Welt gefragt werde.
Fangen wir am Anfang an:
Ziernig sein Nachname und in den Weiten des WWW auch bekannt als Sugarmelon.
Ich hatte das Vergnügen, Dieter einige Male persönlich kennen und schätzen zu lernen. Dieter ist unter Tags Verantwortlicher für die digitale Strategie bei HP und wenn er mal nicht über irgendwas mit 2.0 hinten dran redet, reist er viel rum … echt viel!
By the way … Dieter ist Eishockey-Fan.
Und zwar so einer, der alle Welt daran teilhaben lässt – auch über Facebook, Twitter und Konsorten
Und über den digitalen Mindshift weiß der Herr auch einiges, aber davon kann man sich selbst ein Bild machen.
Äthiopien … ist ein Staat im Nord-Osten Afrikas. Er grenzt an Eritrea, den Sudan, Kenia,Somalia und Dschibuti. Nationalfeiertag ist der 28. Mai, Tag der Niederlage des Mengistu-Regimes (1991). Äthiopien ist beim Human Development Index auf Platz 171 von 182.
…
Äthiopien ist das zehntgrößte Land in Afrika, es ist rund dreimal so groß wie Deutschland.
…
Äthiopien hatte Mitte 2008 eine Bevölkerung von 79,1 Millionen. 16 Prozent der Menschen lebten in den Städten. 43 Prozent der Bevölkerung war unter 15 Jahre alt und nur 3 Prozent über 65 Jahre. Eine äthiopische Frau bringt im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt 5,3 Kinder zur Welt.
Die Bevölkerung setzt sich aus ungefähr 80 ethnischen Gruppen zusammen, die zwischen mehreren Millionen und nur wenigen Hundert Menschen umfassen können. Obwohl geographisch dem südlich der Sahara gelegenen Afrika zugerechnet, ist das Land in seiner historischen und kulturellen Entwicklung stark von Einflüssen aus dem Nahen Osten geprägt.
Auch hier wieder der Verweis auf Mama Wikipedia:
Eishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, das Spielgerät, den Puck, eine kleine Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu befördern.
Der Eishockeysport entstand zwischen 1840 und 1875 in Kanada, wo britische Soldaten das schottische Shinney auf Schnee und Eis spielten. Die BezeichnungHockey kommt aus dem Französischen und bedeutet etwa „krummer Stock“.
Eishockey ist durch die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) international organisiert. Der Weltverband hat bis heute 64 Mitgliedsverbände. Als spielerisch beste Eishockeyliga der Welt gilt die nordamerikanische National Hockey League (NHL).
- no comment, guys – das ist mittlerweile schon zu oft durchgekaut worden. Check the facts!
Am Sonntag, 07. März 2010, spielten in Österreich die beiden Eishockeymannschaften aus Salzburg und Klagenfurt um das Weiterkommen im Cup. Eine recht spannende Angelegenheit, wenn man Eishockeyfan ist und auch sonst ein recht kurzweiliges Unterfangen. Es war eines dieser Spiele, welche für eine kurze Zeit zwei Bundesländer zu den härtesten Feinden machen konnte.
Dieter schickte an diesem Tag per Twitter die Message raus, ob ihn den jemand per SMS über den Spielstand informieren könnte.
An sich keine besondere Geschichte, wenn man bedenkt, dass unsere Kids in Mitteleuropa mittlerweile schon mit durchschnittlich 13 Jahren ein Handy bekommen.
Aber eine Sache war dann doch interessant – Dieter ist seit einigen Wochen in Äthiopien unterwegs. Also in Afrika. Ziemlich weit weg, komplette Zeitumstellung, andere digitale Zugänge zu Informationen (wenn überhaupt) und keine Eishockeyberichterstattung.
Vor vielen Jahren wäre solch eine Anfrage wegen so einem Spielstand etwas “umständlich” und “komisch” gewesen. Weil es einen Telefonanruf benötigt hätte, der einiges kostet. Ganz zu schweigen, ob die Person überhaupt erreichbar ist.
Dieter verließ sich voll und ganz auf Twitter und bekam auch die Antwort, welche er wollte in Echtzeit. Und als Bestätigung gleich von mehreren Personen auf einmal (inklusive meiner Person).
Für viele Digital Natives ein ganz alltägliches Phänomen, für die Digitial Immigrants und für die Personen, welche derzeit den schmalen Grat zwischen diesen Welten bewältigen wollen, ein eindeutiger Beweis, dass Informationen, entstanden durch die Masse, verbunden mit einfachen digitalen Kanälen, DIE Informationsinfrastruktur darstellen, welche es uns hoffentlich erlauben wird, uns selbst zu helfen. Damit meine ich die Möglichkeit, sich selbst die Informationen zu besorgen, mit denen man handeln kann. Unabhängig davon WO man ist.
Realtime Informationen zum Null-Tarif und mit besten Empfehlungen von Freunden
würde meine Großmutter jetzt sagen, welche es verstand, übergreifende Dinge in einen einzigen Satz zu verpacken.
Eishockeyergebnisse sind natürlich keine Informationen, welche unseren Lebensstil und die Art und Weise unseres Daseins verändern.
Aber dieses einfache Beispiel zeigt sehr gut, dass gezielte und innovative Kanäle in unserer heutigen Welt, Dinge zusammenbringen können, welche auf den ersten Blick nichts miteinander zutun haben.
Danke Dieter!
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9 Responses to Welt 2010 ohne Grenzen – österreichisches Eishockey und Äthopien (ein Fallbeispiel)
mahlo
March 9th, 2010 at 09:09
der #digitale Mindshift anhand eines Bsp. von österr. Eishockey und Äthiopien @sugarmelon http://ow.ly/1fPJQ #digitalmedia #fb
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mahlo
March 9th, 2010 at 19:00
der #digitale Mindshift anhand eines Bsp. von österr. Eishockey und Äthiopien @sugarmelon http://ow.ly/1fPMb #digitalmedia #fb
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Lena Doppel
March 9th, 2010 at 11:07
Ich schreib dass, damit jetzt hier nicht der Verdacht aufkommt, die Geschichte hätte was mit der internetten Rückständigkeit Äthiopiens zu tun. Hat sie nicht.
Ich war 2003 in Äthiopien unterwegs und 2009 in Japan. In Äthiopien gab (und gibt) es öffentliche Cybercafes. Im Surf-Handy-verliebten Japan fand ich nicht mal öffentliche W-LANs.
Und bei den Handyroaminggebühren für Daten würd’ ich mir vermutlich auch 2010 in beiden Ländern das Ergebnis zuschicken lassen (und in New York auch btw
)
Oh Lord lass es vernünftige Roamingpakete vom Himmel regnen!
admin
March 10th, 2010 at 13:33
Lena hat natürlich komplett recht – danke!
LG Ali
mahlo
March 12th, 2010 at 18:20
der #digitale Mindshift anhand eines Bsp. von österr. Eishockey und Äthiopien @sugarmelon http://ow.ly/1fPMu #digitalmedia #fb
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mahlo
March 15th, 2010 at 16:46
Die Welt2010 und SocialMedia: ein Fallbsp. anhand von Äthiopien und österreichischem Eishockey! http://bit.ly/cPbwvh
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mahlo
March 24th, 2010 at 17:20
der #digitale Mindshift anhand eines Bsp. von österr. Eishockey und Äthiopien @sugarmelon http://ow.ly/1fPMI #digitalmedia #fb
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Poczynek
March 24th, 2010 at 10:35
I love this one! via @mahlo: der #DigitalMindshift anhand eines Bsp. von österr. Eishockey und Äthiopien @sugarmelon http://ow.ly/1qc7j #fb
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Dieter Zirnig
January 20th, 2011 at 18:55
Ein Jahr später komme ich zum kommentieren
Danke für Dein Posting – like it und freu mich, dass Du das beobachtet hast.
Kurzer Hintergrundbericht:
Ich kann mich noch sehr gut an diese Busfahrt und an das SMS erinnern: Ich bin in einem ‘local bus’ gesessen und war am Weg von Gondar nach Addis Abeba. Ich hatte mein altes NOKIA-Handy mit, dass nicht nur durch lange Akku-Laufzeit sondern sich auch durch einen konstant guten GMS-Empfang auszeichnet. Auf Mobile-Internet und Smartphone habe ich aus kostengründen verzichtet – ich weiß auch nicht, ob es verfügbar wäre. Auf jeden Fall wurde im März 2010 ein flächendeckendes UMTS-Netz von chinesischen Arbeitern in Äthiopien aufgebaut.
Also, ich bin im Bus gesessen und hatte keinen Internetzugang. So hat es damals ausgesehen, als ich aus dem Bus geschaut habe:
http://www.flickr.com/photos/sugarmeloncom/4435914519/in/set-72157623623343172/
Also, kein Internetzugang, sondern uur ein NOKIA-Handy und einen Twitter-Account, den ich mit meiner Telefonnummer verknüpft habe. Das bedeutet, dass ich zumindestens per SMS meine Tweets updaten konnte – allerdings ohne Rückkanal und auf DMs oder @sugarmelon hatte ich keinen Zugriff.
So habe ich eben nach dem Ergebnis gefragt und per SMS getwittert mit der Bitte, mir auf die Telefonnummer zurückzuschreiben. Das haben dann glaube ich sofort 8 oder 10 Leute gemacht. Das hat mich sehr gefreut.
@Lena In Äthiopien gibt’s viele gute und schnelle Internetcafes. In größeren Städten waren sofort welche zu finden. Internetcafe-Besitzer sind meine besten Freunde.
PS: Danke für dein Posting!