Der Pate uncensored
Retrospektiven soll unter anderem als Plattform dienen, um die österreichische Social Media Szene vorzustellen und ein bisschen hinter die Kulissen zu blicken.
Begonnen habe ich damit vor einigen Tagen mit dem Posting Social Media made in Austria – Asterix gegen den Rest der Welt.
Social Media ist, und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine, in vielen Bereichen noch totales Neuland. Da ist es auch egal, wie lange es schon Personen gibt, welche in diesem Bereich arbeiten und forschen. Auf die Masse umgelegt, ist Social Media immer noch ein Hypethema. Und Hypethemen haben immer Vor- und Nachteile. Darueber lasse ich aber lieber andere diskutieren
Social Media ist in vielerlei Hinsicht auch manchmal ein Glaubenskrieg a la “Linux”. Was ich damit meine ist, dass es auch hier Puristen gibt, welche zwischen “echten” Social Media Kennern” und “Fake-Gurus unterscheiden. Dieser Ansatz einer Themenbehandlung ist aber nicht mein Weg, weshalb ich mich auch nicht auf die eine odere andere Seite schlage.
Für mich persoenlich gilt es, Social Media, Mundart-tauglich zu machen. Es hat allen Grund ein Hypethema zu sein, jedoch macht der Nachhaltigkeitsansatz aus Social Media mehr als nur eine Eintagesfliege. Niemand kann dies besser erklaeren als die deutsche Band “Wir sind Helden” mit ihre Song “gekommen um zu bleiben”
Nach meinem ersten Blogposting zu Social Media in Austria, begann das Thema etwas zu polarisieren, da ich gerne Begriffe verwende, welche auf den Punkt bringen, wie ich Dinge sehe.
Hier ein Beispiel aus meinem Blogpost:
Ritchie Pettauer, von mir auch gerne der Godfather of Social Media genannt, …
…
Das Glanzstück seiner bisherigen Videointerview-Serie bildet die Interviewreihe mit Guy Kawasaki, dem zweiten Paten der Social Media Szene
Motiviert durch diesen Absatz, bekam ich zugleich Feedback (ich liebe Feedback):
Es geht darum, dass ich Guy Kawasaki als Paten der Social Media Szene beschrieben habe. Guy gibt selbst zu, dass auf seinem populärsten Kanal einer seiner Mitarbeiter twittert. Dies hat den einfachen Grund, dass es viel Content gibt, er aber einfach nicht genug Zeit hat, in diesem Ausmass zu twittern. Verständlich bei einer Person, die teilweise mehr im Flugzeug sitzt, als am Bürosessel.
Guy führt aber auch einen anderen Twitter-Kanal, auf dem er wirklich selbst twittert.
Warum ist Guy Kawasaki jetzt ein Pate im Bereich Social Media? Einfach weil es viele Menschen gibt, welche auf seinen Rat hören und die durch seine Ratschläge selbst motiviert wurden, sich den Bereich Social Media anzusehen. Viele dieser Personen hätten wahrscheinlich etwas länger gebraucht um einer Stimme zuzuhören, welche über Social Media redet. Guy ist aufgrund seiner Vita angesehen, wird respektiert und ihm hört man zu, wenn er redet.
Die Rolle eines Leaders ist oft auch nur abgedeckt, wenn man in die richtige Richtung zeigt und führt. Ob man jetzt jemanden für sich twittern lässt mag Puristen ungelegen kommen, aber wenn es der Sache dient, dann geht das schon mal in Ordnung.
Aus Fehlern lernen will auch gelernt sein
Auch eine weitere Äußerung meinerseits bezüglich österreichischer Social Media Helden bekamen einige in den falschen Hals, wie ich zur Kenntniss genommen habe. Es geht hier um das Verständnis fuer Helden.
Gemeint ist hier eine Blogplattform, welche 2005 von Knallgrau fuer das Kundenportal der Telekom Austria konzipiert und implementiert wurde.
Und wo man hobelt, da fallen auch mal Spähne, wie man so schön sagt und so kam es, dass die Telekom Austria Jahre danach den einen oder anderen Service einstellte. Unter anderem auch die besagte Blogplattform.
Sei es, weil der Service zu früh am Markt erschienen ist oder weil politische Entscheidungen hier ein Wörtchen mitgeredet haben. Das spielt keine Rolle und ich kenne diese Hintergründe auch nicht.
Was zählt ist einzig die Tatsache, dass Knallgrau und Telekom Austria zu diesem Zeitpunkt ein Projekt gestartet haben, welches damals im Telco Bereich einzigartig war.
Solche Projekte waren es, welche den Weg aufbereitet haben, damit aktuelle und internationale Kampagnen ueberhaupt entstehen können (irgendwer muss ja den ersten Schritt machen).
Biblisch formuliert könnte man sagen:
“Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.”
(Johannes 8,7)
Dieses Bibelzitat bezieht sich zwar auf Ehegeschichten … aber ist Social Media und die neue Macht des Kunden nicht auch eine Art Patchwork-Familie und damit ein neuer Stil einer Ehe?
Was sind Helden? Natürlich, Superman, Batman und wie sie alle heißen, konnten jeder etwas ganz außergewoehnliches und retteten damit die Welt im Stundentakt. Aber wir leben nun mal nicht in einer Welt mit übernatürlichen Superhelden (auch wenn dies einige Politiker von sich behaupten
)
Batman und Superman wurden mit den Superhelden-Fähigkeiten und/oder dem nötigen Kleingeld geboren.
Beides Eigenschaften, die Knallgrau am Anfang der Gruendung sicher nicht hatte.
Stellen Sie sich vor … es ist um 1997 … die Menschheit kennt Computer und Internet. Auch die Eltern beginnen langsam zu begreifen, dass das Computerkistl so falsch nicht sein kann, wenn es ja schon EDV-Unterricht gibt
Und dann, Mitten im kleinen und feinen Österreich gehen 3 junge Maenner, beherzt von der Idee des Social Media Gedankens, her und gründen eine Firma, deren Inhalte New Media und Social Media sind. Begriffe, die damals bei einigen Kunden wahrscheinlich die selben Ängste hervorgerufen haben, wie wenn heute jemand über Scientology spricht.
Was passiert, wenn man Pionierarbeit leistet? Genau, man hat keine Best Practice Beispiele und schon gar keine Basis, auf der man aufbauen kann. Daher ist auch jeder Schritt, der für einen Kunden ein Projekt bedeutet, auch gleichzeitig eine Art continuous learning.
Und zwar die Art des Lernens, welche durch Fehler zur größtmöglichen Steigerung der Lernkurve führt.
Viele Fehler machen, diese aber früh machen
… ist in vielen (neuen) Bereichen meist die Einstellung, welche zukünftige Wissensträger von Eintagsfliegen unterscheidet.
Ein Blick über den großen Teich zeigt ganz klar, wer langfristig erfolgreich ist … Personen und Unternehmen, welche sich trauen und Fehler als Chance sehen.
Doch … es muss eben nicht immer über den großen Teich geblickt werden. Auch in unseren Breitengraden brodelt es
Helden eben
Stay tuned!











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Superman wurde mit Superkräften gebohren, aber Batman nicht (ist auch einer wenigen Helden die keine haben). Aber kein Stress
@Marcel B
Dem Dollar werden ja auch Superkräfte nachgesagt
aber dafür mit dem nötigen Kleingeld
lg,
Ali
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